er Opener mit dem vielsagenden Namen SCHWARZER ENGEL blieb uns zwar verwehrt, aber rechtzeitig mit den gut gelaunten Gauklern von TANZWUT startete der Abend. Frontmann Teufel zeigte sich sichtlich angetan von dem zur zeitigen Stunde doch hochmotivierten Publikum. Und so ließ man hier keinerlei Zweifel aufkommen TANZWUT sind zurück, wie „Phönix aus der Asche“.

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Traditionell bespielte man in diesem Jahr zwei Bühnen im Wechsel. Die drei Leipziger STEINKINDer starteten auf der kleinen Bühne sofort von Null auf Hundert. Spätestens bei den Club-Hits „Gottkomplex“ und „Deutschland brennt“ sang die beachtliche Fan-Schar die Refrains inbrünstig mit.
Wie immer beim DARKSTORM war der Zeitplan eng gesteckt und so ging es zügig zur Mainstage. Dort präsentierten MONO INC. ihre Gothic Rock-Ohrwürmer untermalt von einer herzerwärmenden Feuershow. Und Hymnen wie „Symphony Of Pain“ oder „Voices of Doom“ verfehlten ihre Wirkung beim Publikum nicht.
Frisch gegrillt wendenden wir uns im Anschluss den sympathischen Ruhrpottelektronikern von [:S.I.T.D.:] auf der kleinen Bühne zu. Eine Großzahl der Besucher hatte uns dies gleich getan und feierte das Trio zu eingängigen Tracks wie „Code:Red“
Zu In Move´s Darkstorm Inventar zählen mittlerweile die Dresdener Jungs der LETZTEN INSTANZ. Holly Loose und Mannen verstehen es wie keine andere Band die Bühne optisch sowie musikalisch auszufüllen und so ging der Masterplan mit den „Heiligen“ Rocknummern, wie „Dein Gott“ und „Neue Helden“ gut auf.
Auch das Elektrourgestein Dirk Ivens hatte sich auf den Weg nach Chemnitz begeben. Diesmal gab der umtriebige Belgier eine Show seines Industrial-Projektes DIVE zum Besten. Trotz der Gefahr eines massiven Hörsturzes oder epileptischen Anfalls bot DIVE einen zwar schmerzhaften, aber dennoch angenehmen Kontrast zum vorherrschenden „Weiberelektro“.
Wie schon zum letzten Leipziger Wave Gotik Treffen spielten die Gothic-Senioren von LOVE LIKE BLOOD eines ihrer „allerletzten Abschiedskonzerte“. Auch wenn ein Großteil der Weihnachtsgoths die Jungs nicht mehr zu kennen schien, konnten sie musikalisch mit einer Setlist quer durch die Bandgeschichte punkten.
Nach drei blut- und spermafreien Tracks von AGONOIZE freuten wir uns auf das anstehende Konzert von PROJECT PITCHFORK. Trotz des besten Sendeplatzes am Abend wollte der berühmte Funke nicht so recht auf die Meute überspringen. Nach der unerwarteten Trennung von Gitarrist Klatte fehlte doch etwas. Nichtsdestotrotz haben rein elektronische Songs, wie „Conjure“ oder „Souls“ ganz gut funktioniert. Letztendlich hatte es nur „Lament“ vom aktuellen Album „Quantum Mechanics“ in das Set geschafft. Bleibt abzuwarten, was die anstehende Tour bringt.
Schwerer, und das nicht nur gewichtsmäßig, hatten es VNV Nation zur späten Stunde. Doch dies schien für den recht agilen Frontmann Ronan Harris absolut keine Hürde zu sein.
Mit den Hits vom neuen Long Player „Automatic“ und weiterem geschichtsträchtigen Future-Pop-Gedudel schafften VNV Nation einen guten Abschluss für den ersten Weihnachtsfeiertag.
Das 15. DARKSTORM FESTIVAL bot in Sachen Line-Up leider nichts Aussergewöhnliches.
Dennoch behielt es Charme und die zahlreichen Besucher freuten sich über eine gelungene Veranstaltung, welche sich in 2012 hoffentlich zum 16ten Mal jährt.
Running Order / Zeitplan:
Große Bühne:
16:15 Einlass
17:15 - 17:45 Schwarzer Engel
18:05 - 18:45 Tanzwut
19:05 - 19:45 Mono Inc.
20:05 - 20:45 Letzte Instanz
21:05 - 21:55 Love Like Blood
22:15 - 23:10 Project Pitchfork
23:30 - 00:50 VNV Nation
Kleine Bühne:
18:30 - 19:05 Steinkind
19:40 - 20:20 [:S.I.T.D.:]
20:40 - 21:40 Dive
22:00 - 23:25 Agonoize

Homepage: Darkstorm-Festival.de
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