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Binary Park

"Musik gemacht. Anzeige geschaltet. Sänger gesucht. Sänger gefunden. Platte fertig!
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Bereits vor ein und knapp einem viertel Monat bezahlten wir Alfred Gregl und Torben Schmidt, zwei des Trios Binary Park, ein Taxi, damit sie sicher von Hessen nach Berlin-Brandenburg ins BODYSTYLER-Redaktionsbüro kommen. Dort wollten wir sie gebührend feiern, ob ihrer am 18.03.2011 veröffentlichten Debüt-LP "Worlds Collide". Die beiden kamen nie an. Auch das Geld sahen wir nie wieder. Statt dessen flatterte uns knapp eine Woche vor offiziellem Releasetermin ein Einschreiben (mit Rückschein!) ihres Anwalts ins Haus. Inhalt: Antworten auf viele Fragen, die uns seit diesem Erlebnis durch den Kopf schießen. Und eine aufgeladene Telefonkarte, damit wir die Jungs zurückrufen. Haben wir gemacht.
 
Interview: Spider / Daniel Theberath / Bodyhorst //   
 

Neben Musik auch Bakterien produziert: Binary Park (v.l.: Ekel-Alfred, (Winnie) Huw, Torben S.)

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»Leider hat Grendel uns die besten Winnie Puh-Samples vor der Nase weggeschnappt!«

Darum gibts keine Winnie Puh-Samples
 
 
 

Binary Park
"Worlds Collide"
Für das Projekt "Binary Park" hat Infacted-Labelchef Torben Schmidt mal wieder seine Beine vom Schreibtisch genommen und selbst Hand an die Synths gelegt. Zusammen mit Alfred Gregl und dem Sänger Huw Jones lässt er es weltmännisch krachen. Naja, nicht nur, denn die Altersweisheit lehrt, dass man eine gute elektronische Platte, die eine längere Haltbarkeit als ein Erdbeer- Joghurt haben will, nicht nur mit Tanzflächenklopfern füllt, sondern auch mit wunderbar verfriemeltem Mid-Tempo verziert. Gut, wenn man dafür auch noch einen Sänger hat, der tatsächlich eine charismatische Sangesstimme besitzt und auch durch den Vocoder wie ein waschechtes Electrobärchen klingt. Erfreulich, dass man sich auch bei den schnelleren Songs, die überwiegend instrumental sind, der ganzen Schaltkreise und Tasten des Equipments bedient. Ja, man kann durchaus auch mit Intelligenz ballern und samplen - und somit kurzweilige Stücke erschaffen. (Spider)
VÖ: 18.03.11 // Infacted Rec.

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Myspace.com/BinaryPark
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

orben, zu aller erst: Isst Du noch Eier?
Torben: ja, mache ich, aber nur gut abgelagerte und möglichst aus unserer Region.
BODYSTYLER: Bleiben wir mal bei abgelagert. Was hat Dich erneut veranlasst, Dein gemütliches, abgelagertes Chefbüro zu verlassen, in die Welt zu ziehen, Musikanten zu suchen und in einem muffigen Proberaum eine CD einzustudieren?
Torben: Ich war das Geld zählen irgendwann leid. So hab ich Ekel Alfred angerufen und wir haben ein paar Midifiles aus dem Internet geladen. Ratz fatz war das Ding (Album – Anm.d.Red.) fertig. Weisst ja, wie sowas heute geht.
BODYSTYLER: Mmmh, eigentlich nicht.
Alfred: Denn eigentlich war es genau umgekehrt. Huw und ich waren auf der Suche nach jemandem, der auf der Bühne steht und hinter seinem Keyboard so richtig böse kucken kann.
BODYSTYLER: Und Torben kann das? Glaub ich ja nich. Ist doch ne gute Fee in Mannsform.
Torben: Arsch!
BODYSTYLER: Ja, genau. Um was geht's auf der Platte überhaupt?
Torben: Das weiß ich doch nicht, da musst Du mal HUW unseren Sänger befragen, der hat die Texte geschrieben.
BODYSTYLER: Huw ist aber gerade nicht da. Dann Du, bitte, Alfred!
Alfred: Um das Leben, das Universum und den ganzen Rest.
BODYSTYLER: Ach, mehr nich? Sehr spartanisch für einen Dreier wie Euren. Auch wenn wir am Anfang schon etwas darauf eingegangen sind, ihr aber anscheinend heute einen Clown zum Frühstück verputzt habt, frage ich etwas anzüglicher: Wie kam es zum Projekt?
Torben: Alles purer Zufall. Musik gemacht, Anzeige geschaltet, Sänger gesucht, Sänger gefunden, Platte fertig.
BODYSTYLER: Wo Du gerade Platte sagst, erinnert mich das an Pizza und eine Geschichte. Als Eure Musik vorgestern in meiner Küche lief, als die Pizza brutzelte, fragte mein Sohn (2 ½): "Wer singt das?"- Ich meinte: "Binary Park". Seine Antwort: "Mhmmm mhh, ...mag nich!". Woran kann das liegen?
Torben: Das liegt sicher daran, das unsere Zielgruppe eher in den Altersbereichen 5-99 zu suchen ist. Die Zielgruppe, die ihren Intellekt bereits etwas weiter ausgebaut hat.
BODYSTYLER: Benutzt ihr vielleicht auch zu wenig Elemente aus Winnie Puh und Bob der Baumeister?
Alfred: Leider hat Grendel uns die besten Winnie Puh-Samples vor der Nase weggeschnappt. Ausserdem gehe ich mal davon aus, das sich die Musik mit dem Gestank der Fertig-Pizza überschnitten hat und es deshalb zu einer olfaktorisch bedingten Fehleinschätzung Deines Sohnes kam.
BODYSTYLER: Die Pizza stank wirklich, lecker war sie trotzdem. Hat Euer Texter öfter unentschuldigt gefehlt oder warum sind auf dem Album so viele Instrumentals?
Torben: Die erste Hälfte des Albums war fertig, bevor wir HUW gefunden haben.
Alfred: Ausserdem können 2,5-Jährige noch nicht so gut englisch. Denke, das reicht jetzt.
BODYSTYLER: Und ursprünglich war das Album schon für September 2010 angekündigt. Warum diese Trödelei? Seid Ihr Trödelisten und Bummelanten?
Torben: Im Zweifelsfall schieb ich die Schuld auf Alfred: Er war’s! Ich bin immer nur am Nörgeln, da hat er wohl absichtlich beim Komponieren ne Nummer langsamer gemacht.
BODYSTYLER: Huw trifft keine Schuld?
Torben: Okay, HUW ist schuld. Hauptsache ich nicht! Wir mussten den ganzen Gesang aufnehmen, das dauert schon länger, als irgendwelche Samples von alten Platten "auszuleihen".
Alfred: Ja, Huw ist schuld.
Torben: Eben!
BODYSTYLER: In Eurem Trailer sind nur Bakterien aus dem Klo des Infacted Recordings-Studios zu sehen, das nicht unbedingt regelmäßig geputzt wird, wie es scheint...
Torben: Das hat ebenfalls Alfred verbrochen, der macht sowas in seiner Freizeit... äh, im Job, da haben wir Sein Talent einfach für die Untermalung der Musik verwendet.
Alfred: Was, ich mach Bakterien in meiner Freizeit?
BODYSTYLER: Ja, versteh ich auch nich, was der da gerade faselt.
Alfred: Naja, ok, aber die Bakterien auf dem Infacted-Studio-Klo sind NICHT ALLE von mir. Einige waren schon vorher da.
Torben: Wofür es absolut KEINE Beweise gibt!
BODYSTYLER: Bis auf das Video, hahaha! Was soll das dem Zuseher überhaupt vermitteln?
Torben: Kurzweil, damit die Musik nicht so nervt.
BODYSTYLER: Bei nervt fällt mir auf, das auf den schlecht ausbeleuchteten Pressepics bisher lediglich Euer Sänger Huw in erotischen Posen zu sehen ist, die wir eher auf Elitepartner.de oder Abenteuer18.de vermutet hätten. Ihr als Musiker haltet Euch dezent NICHT auf diesen Fotos auf, bleibt im Hintergrund. Warum?
Alfred: Siehste, Torben, ich hab Dir gesagt, wir sollten keine Bilder aus irgendwelchen Partnerbörsen verwenden!
BODYSTYLER: Diese werden wir hier aus ästhetischen Gründen auch nicht veröffentlichen.
Torben: Aber IRGENDWAS muss man den nervigen Magazinen doch zur Verfügung stellen.
BODYSTYLER: Hört auf zu streiten und erzählt lieber die Wahrheit!
Torben: Alfred und ich sind nicht so wirklich ein Freund der Kamera. Wir freuen uns lieber über die Schecks als über den Ruhm - das überlassen wir Huw.
BODYSTYLER: Thema Ruhm. Als geneigter Fussball-Fan hasst Du Bayern München. Warum eigentlich?
Torben: Das war schon immer so, Traditionen soll man beibehalten.
BODYSTYLER: Hast Du schon mal drüber nachgedacht, ein Electro-Fussball-Allstar-Team aufzustellen?
Torben: Na, wir haben ja mit unserem Team bereits den Amphi-Cup gewonnen, mehr geht kaum, wir müssen uns nicht mehr beweisen.

BODYSTYLER: Dann werdet ihr mit Binary Park sicher auch live die Bühnen dieser Welt gewinnen, wie?
Torben: Wenn’s unbedingt sein muss und das jemand sehen will, machen wir das.
BODYSTYLER: Mmm, glaub eher nich - haha! Zum Schluss etwas Polemik, ähhh, Politik: Wann drückt Deiner Meinung nach Iran auf den "roten Knopf" und heizt uns alle ein?
Torben: Allzulange wird´s sicher nicht mehr dauern... //


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