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Ira Atari

"Ich zappel oft rum wie ein Gummiball!
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Nicht nur der Osterhase hüpft demnächst wieder durch die deutschen Landen. Auch Ira Atari hüpft heran und legt uns ein zuckersüßes Power-Electro Schmankerl ins Nest. Der Bodystyler schaute auf einen Sprung bei ihr vorbei.
 
Interview: Spider //   
 

Ira Atari: Natürliche Phrasierung

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»Ich finde das komisch, wenn rebellische Musiker auf einer Ledercouch sitzen und alles mitmachen!«

Fräulein Ira
 
 
 

IRA ATARI
"Shift"
Mit viel Karacho und Kawumm beginnt Ira Atari ihre Schicht. Bei zuckenden Füßen und kreisenden Hüften weiß man: Jawoll, "She´s The One" – und sie bestreitet ihr Tageswerk fröhlich, ob im Minimal- oder Houseinspirierten Sound - so hat Disco zu klingen. Endlich erklingt auch mal wieder eine Charakterstimme in diesem Genre. Und verdammt soll ich sein, wenn bei "Miss Progression" nicht sogar die Basslinie von "Bela Lugosi's Dead" anklingt, bevor der Gute Laune-Zug mit quietschvergnügtem Elektro weiterdampft. Ab und an hält man zwar an etwas trostlosen Stationen, an denen aus Lautsprechern etwas zu monotoner Techno mit verunglückten Sprechgesang wabert, doch nicht selten werden diese Stücke durch wahnsinnig charmante Refrains gerettet. So sind diese prickelnden Songperlen viel mehr als ein One-Night-Rave. Ira Atari ist die geballte Kraft eines Electro-Genres, das minimal an Image und maximal an unverfälschter Lebensfreude interessiert ist. (Spider)
VÖ: 18.03.2011 // Audiolith

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Myspace.com/musicbyira
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

enn man mich fragen würde, wie Du wohl Dein Album aufgenommen hast, hätte ich folgende Vorstellung von Dir: Du hüpfst wie ein Gummiball durch Dein Studio und hämmerst die Sounds in die Keyboards, während Du spontan all Deine Gedanken ins Mikro singst. Wie entstand das Album in der Realität?


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Ira: (lacht) also ich zappel zwar oft wie ein Gummiball rum, aber eher dann, wenn ich nichts zu tun habe. Ich bin gar nicht so crazy, wenn ich etwas einsinge oder Ideen habe. Also, ich versuche den Ablauf mal zu schildern: Die ersten Ideen singe ich spontan ein, ohne darüber nachzudenken. Dabei ist mein Kopf ausgeschaltet und es ergibt sich eine natürliche Phrasierung. Meistens steht nach dem ersten Einsingen schon die Melodie. Dann schreibe ich den Text. Wenn ich keinen Beat/Instrumental als Vorlage habe, dann suche ich mir schöne Harmonien am Klavier zusammen. Bei dem Album war es so, dass Ja!kob (der Produzent) mir entweder fertige Instrumentals geschickt hat oder ich ihm MIDI-Files mit Harmonien, aus denen er dann einen Beat gebastelt hat.

Für ein Clubalbum ist das Werk erstaunlich vielseitig und ich nehme mal nicht an, dass dieser bunte Strauß an Inspiration von Meister Lampe stammt.
BODYSTYLER:
Woher ziehst Du die vielseitigen musikalischen Einflüsse Deiner Songs?
Ira: Ich habe mit 14 Jahren zum ersten mal 'richtig' und bewusst Musik gehört. Das war damals Sarah Vaughan - eine großartige Jazz-Sängerin. Von da an wollte ich alles über Musik wissen und habe mich intensiv damit beschäftigt. Dann habe ich klassischen Klavierunterricht genommen und war davon so fasziniert, dass ich mich dazu entschlossen habe, das später zu studieren. Ich habe aber nicht nur Jazz und Klassik gehört, sondern auch Ton Steine Scherben, Björk und Moloko - alles Mögliche. Mit 16 Jahren habe ich dann in meiner ersten Band gesungen - wir haben Psychedelic-Trip-Hop gemacht (schmunzelt). Also, ich sage immer, dass J. S. Bach bei mir die gleichen freudigen Gefühle auslöst wie ein Song von Kraftwerk, somit sind alle Grenzen der Genres für mich überwunden.

Und ich meine auch etwas von meinen musikalischen Wurzeln beim Hören des Albums entdeckt zu haben.
BODYSTYLER:
Bei Deinem Song "Miss Progression" meine ich, Bassanleihen von dem Bauhaus-Song " Bela Lugosi's Dead" heraus zu hören?
Ira: Oh, dazu müsstet ihr Ja!kob interviewen.

Mmmmmmh schade. Oder Ja!kob schreibt uns einen Leserbrief. Denn wir müssen jetzt die Abstammung von Ira Atari erforschen.
BODYSTYLER:
Bist Du nur im Geiste eine Verwandte des charismatischen Atari Computers oder bist Du die verschollene Großnichte der Firmengründer Nolan Bushnell und Ted Dabney?
Ira: Weder noch. Zuerst wollte ich mich IRA ATAARI nennen, dann wäre es ein Palindrom gewesen. Das sah grafisch aber nicht so gut aus und ich habe das eine A weggelassen, weil ich dachte, dass Atari einfach gut zur elektronischen Musik passt.

Es steckt also durchaus durchdachte Promotion in dem Gesamtkunstwerk Ira Atari, doch hatte diese auch Grenzen.
BODYSTYLER:
Würdest Du Dich für den maximalen Verkaufserfolg Deines Albums von Thomas Gottschalk auf der "Wetten dass"-Couch betatschen lassen oder mit Collien Fernandes auf dem Viva-Sofa über Nichtigkeiten plaudern?
Ira: Oh, lieber nicht. Ich finde das immer komisch, wenn rebellische Musiker plötzlich auf einer Ledercouch sitzen und alles mitmachen. Aber naja, ich vertraue darauf, dass Thomas Gottschalk mich nie einladen wird.

Dann können wir ja nun ruhigen Gewissens noch etwas über Nichtigkeiten plaudern.
BODYSTYLER:
Zum Schluss noch eine fröhliche Assoziationen-Runde. Was fällt Dir ein zu folgenden Begriffen?

Chefkoch

Ira: Ich hätte gern einen, weil ich nicht kochen kann.

Frauenfußball
Ira: Sollte man(n) mehr Beachtung schenken.
Anm. d. Verf.: Sämtliche Bodystyler-Redakteure spielen inkognito bei Turbine Potsdam, deswegen werden die immer Meister/innen

Blockflöte
Ira: Ich habe mit Leuten zusammen studiert, die tatsächlich Hauptfach Blockflöte studierten. Das waren zwar nicht meine Homies, aber aus dem Instrument kann man ganz schön viele tolle Töne rausholen.

Die Atzen
Ira: Not my Style

Bodystyler
Ira: Got Style

Ira: DANKE, ihr lieben Bodystyler, eure Ira!
BODYSTYLER: Danke liebe Ira, Artikel ist nun zu Ende. Gute Nacht, es hat Spaß gemacht. //



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Homepage:
IraAtari.de
© 2011 // BODYSTYLER Electrozine //
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