ede ich schon mit Pfützen oder habt ihr eine (Kuchen- oder Plätzchen)-Form zur Wahrung eurer Körpersilhouette gefunden? Was macht ihr, um der glühenden Hitze zu entkommen?
Mina Harker: Kälte (-42)

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BODYSTYLER: Wie sehr beeinflussen Dich andere Musiker? Wo holst Du Deine Inspirationen her?
Mina Harker: Inspiration finden wir in alltäglichen Dingen, die uns bewegen, aber auch in Film, Literatur und natürlich Musik. Andere Musiker inspirieren uns häufig auf einer soundästhetischen Ebene und oft finden wir Inspirationen bei Künstlern, die aus einer ganz anderen Musikrichtung stammen.
BODYSTYLER: Bereits zum zweiten Mal singst Du über einen „verlorenen Engel“. Auf „Tiefer“ wurde der Song sogar nach ihm benannt, diesmal versteckt er sich hinter „Nackt“. Wie sehr und warum beschäftigt Dich dieses Thema?
Mina Harker: Bei „Nackt” hatte ich ein Bild im Kopf: ein Engel, der sich die Federn ausreißt, symbolisch dafür, sich zu entkleiden und weitergeführt, sein Inneres zu entblößen und sich zu offenbaren. Es geht darum, sich zu zeigen und sich selbst anzunehmen, mit allen Fehlern, denn sie machen Dich zu dem, was Du bist.
BODYSTYLER: Es ist ungewöhnlich, dass eine Frau in die Männerrolle schlüpft und dann über Lolita singt. Wie bist Du auf die Idee gekommen? Und wie hast Du Dich in der Position gefühlt? Wie sind Deine Ansichten zu diesem komplexen Thema?
Mina Harker: Ich fand das Thema schon immer interessant, inspiriert durch den Literaturklassiker „Lolita“ von Vladimir Nabokov und hatte überlegt, aus welcher Perspektive ich am besten darüber erzählen könnte. Ich fand dabei beide Positionen spannend, und habe mich gefragt, wer eigentlich der Schlimmere von beiden ist und wer eigentlich wen verführt? Wer leidet mehr und wer von beiden ist am Ende der Böse? Die unschuldige Lolita oder ihr Gegenspieler? Die Antworten darauf findet jeder in seiner eigenen Fantasie. Ich schlüpfe bei diesem Song in beide Rollen.
BODYSTYLER: Worum geht es genau in „Fort von mir“? Man kann sich da ja einiges vorstellen, aber was habt ihr euch dabei gedacht?
Mina Harker: Bei „Fort von mir“ geht um eine Person, die nicht mehr da ist. Durch welche Umstände die Person fortgeht, möchte ich offen lassen.
BODYSTYLER: Wem gilt die Rache, die Du besingst? Wie sieht eine solche denn privat bei Dir aus?
Mina Harker: „Rache ist süß“ ist, wie die meisten meiner Texte, nicht autobiographisch, sondern stammt aus meiner Vorstellungskraft, es ist also keine bestimmte Person gemeint. Es geht mehr darum, sich vorzustellen, wie es denn wäre und was man alles anstellen könnte, wenn man sich rächen würde. Mit solchen Gedanken haben alle bestimmt schon einmal herum gespielt. Ich persönlich glaube an Karma. Das, was wir geben, das bekommen wir auch zurück. Ich glaube an ein natürliches Gleichgewicht von guten und schlechten Taten. Solche Dinge regeln sich von selbst, insofern ist Rache nicht notwendig, aber es ist interessant, darüber nachzudenken.
BODYSTYLER: Muss man Angst haben?
Mina Harker: Nein, muss man nicht.
BODYSTYLER: Bei eurem Debüt gab es ein Duett mit Dero von Oomph! Wie steht ihr generell zu Kollaborationen? Sind einige in Arbeit oder wollt ihr eher bei Mina Harker bleiben? War da nicht eine Zusammenarbeit mit dem Lord (of the lost) geplant
Mina Harker: Kollaborationen sind sehr spannend, weil man sich gegenseitig dazu bringt, Dinge zu tun, die man sonst vielleicht nicht tun würde, wie z.B. auf eine bestimmte Art zu singen. Und man muss sich auf den anderen einlassen, insofern ist es immer sehr inspirierend, man lernt viel voneinander. Lord habe ich beim Shooting für den Sonic Seducer kennen gelernt und die Chemie zwischen uns war von vornherein sehr gut, das hat gepasst und Spaß gemacht. Ich kann mir in Zukunft sehr gut vorstellen mit Lord Of the Lost zusammenzuarbeiten.
BODYSTYLER: Alex,war es schwer die Gitarrensounds einzugliedern?Oder ist das generell ne schnelle und einfache Sache?
Alex: Ich bin Gitarrist und die Gitarre ist mein Hauptinstrument zum Komponieren. Viele Songs habe ich auf der Gitarre angefangen zu schreiben. Es war dann eher schwerer, den anderen Klängen genug Platz zu lassen. Schnell und einfach? Ja! Ob und wie eine Gitarre passt, ist eine intuitive Sache und wird aus dem Bauch heraus entschieden. Es muss sich gut anfühlen.
BODYSTYLER: Wie war eigentlich die Monster-Tour mit Oomph!? In welcher Konstellation geht es denn dieses Mal auf die Bühnenbretter?
Mina Harker: Die Monster-Tour war großartig. Da wir Oomph! schon sehr lange kennen, sind wir miteinander vertraut, aber auch mit All Ends hat es super funktioniert. Die Stimmung auf der Tour war insgesamt sehr gut und wir haben eine schöne Zeit gehabt. Das Publikum von Oomph! hat uns ebenfalls sehr gut aufgenommen.
BODYSTYLER: Vielen Dank für das Gespräch! Weiterhin viel Spaß und macht weiter so! //

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