allo James, wie würdest Du die Zielgruppe beschreiben, die an Eurer Musik Freude hat?
James: Wir waren sehr überrascht, wie viele verschiedene Personentypen unsere Musik mögen. Ältere, die sich an einige der Bands, durch die wir offensichtlich beeinflusst wurden, erinnern. Aber auch jüngere, die uns als einen frischen Klang empfinden, den sie vorher noch nicht gehört haben. Unser Sound ist elektronisch, aber unsere Show besitzt ein Live-Feeling. So sind wir auch interessant für Leute, die mehr traditionelle Gitarrenmusik mögen. Es freut mich zu sagen, dass unsere Musik eine große Wirkung hat.

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Dann wollen wir doch mal schauen, mit welcher Rezeptur diese Wirkung erzielt wird. Und jetzt, Leute, lohnt es sich Block und Stift zu zücken. Es folgen genug Anregungen für mehre Geburtstags- und Weihnachts-Wunschzettel.
BODYSTYLER: Zieht Ihr Einflüsse aus Musik, Film, Literatur oder Photographie?
James: Eine sehr schwierige Frage. Ich spule erst mal meine persönliche Top 5 jeder Kategorie ab. MUSIK: Talking Heads, Kraftwerk, The Slits, Television, Iggy Pop and the Stooges. FILM: 'In the mood for love' von Wong Kar-Wai, ´Das Leben der Anderen` von Florian Henckel von Donnersmarck, 'Mystic river' von Clint Eastwood', 'Blade Runner' von Ridley Scott, 'La Haine' von Matthieu Kassovitz. PHOTOGRAPHEN: August Sander, Martin Parr, Jean Loup Sieff, William Eggleston, Henrik Knudsen. LITERATUR: William Boyd, Sebastian Faults, George Orwell, Hunter S Thompson, JG Ballard. Es ist also offensichtlich, das wir ein Interesse an diesen unterschiedlichen Kunstformen haben. Die Frage ist dabei, in welchem Zusammenhang etwas nicht Greifbares, wie zB. ein Buch, Wirkung auf die Musik hat, die wir machen. Kann man nun davon ausgehen, das dies einen Einfluss hat im Rahmen der Mirrors? Ich denke, man kann. Denn ein gesundes Interesse an diesen Dingen hat sicherlich einen positiven Einfluss auf den eigenen kreativen Output.
Da weht eine kräftige Brise Bildung aus dem englischem Seebad Brighton. Um die Heimatstadt der Band dreht sich dann flugs meine nächste Frage.
BODYSTYLER: Kennt Du den Song "Lunatics over Brighton" von den deutschen Avantgarde-Rockern Phillip Boa & The Voodoo Club? Gibt es in dem, als beschaulich geltenden Brighton, tatsächlich eine irre Seite?
James: Es gibt definitiv zwei Seiten von Brighton, das macht es zu einem interessanten Ort zum Leben. Ich habe das Lied nie gehört, aber ich kann verstehen, warum es geschrieben wurde (lacht)! Brighton gilt als friedlich und sehr liberal in England. Aber es hat eine zwielichtige Seite. Nach meiner Erfahrung gibt es mehr Verrückte pro Quadratmeter in Brighton als irgendwo sonst im Land. Ich bin zufällig auch einer von ihnen. Aber wir sind ein sehr freundlicher Haufen.
BODYSTYLER: So freundlich, wie jeder Synthpopper, die alten Damen immer über die Straße helfen?
James (lacht): Nun, ich kann nicht für jeden Träger des Synthesizer sprechen, aber die Mirrors machen das.
Ja ja, so ein Keyboard ist leicht geschultert, aber schwer ist der Weg zum Singen, oder?
BODYSTYLER: Wie bist Du dazu gekommen Sänger zu werden? Zu welchen Songs hast Du früher vor dem Spiegel gepost?
James: Ich denke nicht, das ich großen Ehrgeiz hatte, Sänger zu werden, aber ich wollte Musik schreiben und erkannte sehr früh, wie wichtig die Gesangslinie in jeder zeitgenössischen Popmusik ist. Also habe ich angefangen zu singen, zaghaft zunächst, als ich etwa 15 war. Ich denke, die ersten Songs, die ich vor dem Spiegel gesungen habe, waren von Prince. Ich habe versucht, seine Bewegungen so gut wie möglich zu imitieren, aber leider bin ich rhythmisch unbegabt.
Das Interview ist nun beendet und ja logo, ich möchte Euch, werte Leser und Leserinnen, nun zu Prince mit dem Popo wackeln seh’n. //

Homepage: TheWorldOfMirrors.com
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