ein, wir reden nicht über die neuste Lebensmittelseuche aus Skandinavien, und auch nicht über einen Splatter-Schocker. Es geht um das neue Werk von Necro Facility, das erstaunlich frisch und fluffig aus den Boxen dröhnt. Henrik Bäckström erklärt der Bodystyler-Ausgabe von Tick, Trick und Track, warum.

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BODYSTYLER: Mit „Wintermute“ rückt Ihr etwas ab vom harten und experimentellen Sound, den Ihr auf Euren beiden letzten Alben hattet, ohne dabei Euer Markenzeichen und die Kreativität zu verlieren. Logische Evolution?
Henrik Bäckström: Ich denke, dass das genau die logische Evolution für Necro Facility war. Wir haben immer Melodien, Hooks, Beats und starke Chöre gemocht. So denke ich, dass das natürlich kam. Außerdem wollen wir uns nicht wiederholen. Wir wollten nicht ein weiteres "The black paintings"- oder "The room"-Album machen. Wir panschten ringsherum mit einigen Ideen und landeten bei dem Sound, den Ihr auf "Wintermute" hören könnt. Wenn Ihr mich fragt, denke ich, dass wir den Weg vorwärts für Necro Facility gefunden haben.
BODYSTYLER: Habt Ihr für den Chorus von „Do you feel the Same“ eine 80er Synthpopband aus den Gräbern geholt, oder seid Ihr das selbst? Welche Musik habt Ihr in der Produktionsphase des Albums gehört?
Bäckström: (lacht) Das sind wir selbst, definitiv! Wir hören einen verfluchten Haufen verschiedener Genres. Ich persönlich höre viel Techno, House, Hardcore, Punkrock und Screamo.
Auf Techno steht auch Covenant-Cheffe Eskil, der die Jungs zur Zusammenarbeit lud.
BODYSTYLER: Die Zusammenarbeit mit Covenant hat euch bekannter gemacht. Welche Eindrücke habt Ihr daraus gewonnen?
Bäckström: Ich denke, dass die Kollaboration mit "Covenant" großartig war, für beide. Vielleicht waren die Hörer erstmal ein bisschen verwirrt. Aber insgesamt habe ich nur gute Dinge über "Lightbringer" gehört. So nehme ich an, dass wir es gut gemacht haben.
BODYSTYLER: Auch zum aktuellen Album „Wintermute“ gab es eine limitierte Variante. Die Zusatz-CD bietet jede Menge Bonusmaterial und Remixe. Logisch, dass die Fans danach gieren. Wart Ihr trotzdem überrascht, dass das Ding nach 2 Stunden ausverkauft war?
Bäckström: Aber sicher! Das habe ich so nicht erwartet. Es ist großartig, auf diese Weise die Unterstützung all der guten Leute zu erhalten, die nach wie vor neue und interessante Musik wollen.
BODYSTYLER: Trotzdem, habt Ihr auch Angst davor, dass einige der alten Fans Euren neuen Stil nicht mehr mögen?
Bäckström: Nein, wie schon Lemmy sagte: Du gewinnst manche, du verlierst manche (lacht). Aber ernsthaft. Ich denke, wenn die "alten Fans" dem Album eine Chance geben, und wirklich den Songs zuhören, werden sie bemerken, dass es noch Necro Facility ist. Wir beschlossen lediglich, die Lieder ein bisschen verschieden zu strukturieren und mit einigen Melodien und saubereren Vokalen zu vereinigen. Es ist ja nicht so, dass wir komplett auf einen anderen Dampfer gesprungen sind und unseren bisherigen Sound aufgegeben haben.
BODYSTYLER: Ihr beide werdet ja auch älter und müsst Euch vermutlich folgenreich mit verschiedenen Lebenssituationen wie Arbeit usw. befassen. Nimmt das Einfluss auf Euren kreativen Prozess ?
Bäckström: Es hat wirklich Einfluss. Sowohl Oskar als auch ich haben getrennte Karrieren mit sehr intensiven Beschäftigungsabläufen. Das war wahrscheinlich die größte Herausforderung von allen, als wir "Wintermute" schrieben und aufnahmen. Zeit zu finden im Studio herumzuhängen und dieses Zeug zu erzeugen. Aber dieses Mal arbeiteten wir wirklich viel zusammen. Nichts blieb unkontrolliert. Wir ließen nie einen Song gehen, wenn irgendjemand von uns irgendwelche Zweifel hatte.
Außerdem ist das Leben die größte Quelle der Inspiration für Necro Facility - und ist es immer gewesen. So ist alles enthalten in Musik und Lyrik.
BODYSTYLER: Ihr gebt in Schweden ab und an Konzerte. Warum kommt Ihr nicht für ein paar Gigs nach Deutschland? Habt Ihr Angst, wie in der Vergangenheit, ein Bandmitglied im Hotel zurück zu lassen oder dort wieder einen neuen Teppich zu verbrennen?
Bäckström: Ich würde liebend gern nach Deutschland kommen und noch einige Teppiche verbrennen! Das Vergessen von Band-Mitgliedern überall in Europa ist heutzutage normal, so dass dies kein Problem sein sollte. Sie finden immer ihren Weg zurück, irgendwie (schmunzelt). Aber ernsthaft: Wir würden es lieben nach Deutschland zu kommen. Wir haben ja bereits einige Live Shows hier in den letzten Jahren gespielt. Also, wenn Du ein Booker bist, und nach einer Arsch-kickenden Band suchst, die einige Shows spielt und Teppiche verbrennt, dann weißt Du, bei wem Du Dich melden musst!
BODYSTYLER: Tragt Ihr eigentlich zwischenzeitlich komfortable gestreifte Boxer-Shorts, anstatt tiefschwarzen Slips mit Nieten nach innen?
Bäckström: Ganz ehrlich? Ich weiß nicht, verflucht noch mal, wovon Du redest. Wer macht das nicht?
Unser Chefredakteur BodyHorst zum Beispiel, der trägt nur den blitzblanken Arsch drunter. Die Autoren dieses Artikels verkaufen auf Anfrage übrigens auch ihre getragene Unterwäsche, die da wären: Cat Nordwig, Daniel Theberath und Spider //

Homepage: Myspace.com/NecroFacility
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