Frisch, ja geradezu unbeschwert knüpft man an die großen Erfolge an und sichert sich seinen Platz in der Neuzeit. Wir trafen die beiden Ausnahmemusiker in einer Berliner Nobelherberge und hatten gleich zu Beginn - mit Hilfe von Normans Portrait - die Lacher auf unserer Seite. Sie finden einhellig, dass sie besser als im echten Leben aussähen. Andy entdeckt zudem in der letzten Ausgabe ein Foto von Glen Gregory (Heaven 17), das er geradezu furchterregend findet, da es ihn an Onkel Fester erinnert...
BODYSTYLER: Was ist das für ein Gefühl, nach so langer Zeit wieder mit einem neuen Album in den Startlöchern zu stehen?
Andy: Es ist ein sehr gefährliches Vorhaben, zum jetzigen Zeitpunkt ein neues Album herauszubringen. Der sichere Weg wäre sicherlich, über die alten Alben zu reden und wie toll diese gewesen sind. Es gibt viele Leute, die auf unsere Konzerte kommen und sagen, wie großartig es ist, die alten Songs wie "Enola Gay", "Electricity" oder "Joan of Arc" zu hören, aber nicht möchten, dass wir etwas Neues spielen. Ich verstehe das sogar zu einem gewissen Teil, denn wie oft schaut man sich eine Band live an und bereut es danach. Wäre man bloß nicht auf dieses Konzert gegangen, denn es hat einem die guten Erinnerungen zerstört. Aber wir sind wohl arrogant genug, um zu sagen, dass wir immer noch Songs schreiben können. Und bis jetzt sagen nette Leute wie ihr, dass es eine gute Platte geworden ist.
BODYSTYLER: Obwohl ihr definitiv keine dieser langweiligen 80s-Revival-Bands seid, da ihr viel aktiver, innovativer und mit einer unglaublichen Frische agiert.
Andy: Wir haben seit unserem Split viele Dinge gemacht und waren auf unterschiedliche Weise im Musikgeschäft aktiv. Wir gehören also hoffentlich nicht zu diesen üblen Retro-Bands, die ein Potpourri dessen abliefern, was sie einst ausgemacht hat.
BODYSTYLER: Mit "History of modern" bewegt ihr euch auf neuem Terrain, gleichzeitig hat man jedoch auch das Gefühl, an einen bekannten Ort zurück zu kehren. Mit anderen Worten könnte man sagen, dass die Songs einen gewissen Biss haben, aber gleichzeitig den für euch typischen Pop-Appeal besitzen. Würdet ihr dem zustimmen?
Andy: Wenn man beginnt, neue Songs zu schreiben, weiß man nie, was am Ende dabei herauskommt. Wo wir uns jedoch absolut sicher waren, ist, dass es hundertprozentig nach OMD klingen sollte. Die frühen OMD, um genau zu sein. Es sollte jedoch keine Persiflage werden, indem wir den Produktionsstil schlicht kopieren. Wir wollten die heutigen Möglichkeiten nutzen – es lauter, heller und präsenter machen. Das wichtigste war jedoch, dass wir spürten, etwas zu sagen zu haben. Seien wir doch ehrlich: In der Vergangenheit haben wir Alben gemacht, weil wir sie machen mussten und dabei im Grunde nichts zu sagen hatten. Wenn wir diese Alben aus der späteren Phase hören, finden sich zwar ein paar gute Songs, aber mindestens ebenso viele nicht so gute. Wir wollten demzufolge ein aussagekräftiges Album, das an unsere alten Stärken und die ersten vier Alben anknüpft. Es sollte zudem bewusst wieder elektronischer werden und wir haben dafür neues wie altes Equipment benutzt.
BODYSTYLER: Ihr arbeitet also immer noch mit analogen Synthesizern?
Paul: Ja, natürlich, aber eben auch mit den neuesten Generationen von Software-Synths and Pro-Tools, einfach, damit es nach dem Jahr 2010 klingt.
Andy: Wir sind ja die Jungs, die die ganzen Analog-Synthesizer benutzt haben, als sie erstmals auf den Markt kamen. Jetzt sind wir jedoch sehr froh darüber, dass es die virtuellen Plug-Ins wie M-Tron Pro oder Jupiter gibt. Allerdings hört man all die Kids – und sie könnten wirklich unsere Kinder sein – rufen, dass wir gefälligst die originalen, echten Geräte benutzen sollen.
BODYSTYLER: Das klingt ja nach der Steinzeit.
Andy: Da hast du völlig Recht. Damals haben alle gesagt, dass diese Dinger ach so modern sind und die Zukunft darstellen. Es gab kein MIDI und keine Sequenzer, sprich, du musstest alles per Hand einspielen (er hämmert in irrwitzigem Tempo mit einem Finger immer wieder auf den Tisch). Das war so wenig elegant oder anspruchsvoll, aber alle schrien, dass das die Zukunft sei. Wirklich? (hämmert weiter) Wir hoffen aber doch schon, dass noch etwas Besseres kommt!
BODYSTYLER: Vor ein paar Jahren habt ihr beide wieder zueinander gefunden. War es wirklich die deutsche TV-Sendung, die den Stein ins Rollen brachte oder doch ein etwas längerer Prozess?
Andy: Die Zeit war einfach reif und die Sendung war der Auslöser. Ich rief Paul an und sagte: "Hör mal, da findet diese TV-Aufzeichnung statt. Kannst du dir vorstellen, mal was ohne deine Frau und die Kinder zu machen?" (lacht) Und dann haben wir es gemacht. Sicherlich war das nur die Spitze des Eisbergs, denn es gab natürlich auch andere Anfragen für Auftritte.
Paul: 2004 war das Timing einfach perfekt, alles passte zusammen und wir konnten uns wirklich vorstellen, wieder als OMD aktiv zu werden. Vielleicht hatte es auch ein bisschen von "Jetzt oder nie!", denn wenn wir es nicht gemacht hätten, hätten wir uns später vielleicht zu alt dafür gefühlt.
Andy: Aber keine Bange: Nächstes Jahr werden auch Oasis wieder um die Ecke kommen, um erneut zu behaupten, dass die 60er die Zukunft bedeuten.
BODYSTYLER: Auf der "Electricity"-DVD gibt es eine Szene, in der ihr euch anschaut, lächelt und kurz eure gemeinsame Schulzeit erwähnt. Habt ihr vor 30 Jahren geglaubt oder davon geträumt, dass ihr so eine Karriere haben werdet? Ihr habt Millionen von Platten verkauft und spielt immer noch vor Tausenden von Leuten.
Paul: Wir sprechen regelmäßig über diese Zeit, gerade erst gestern als wir hier in der Bar saßen. Wir hatten so viel Glück, dass wir über 30 Jahre wirklich das ausgelebt haben, was uns Spaß macht. Es gab sicherlich auch viel harte Arbeit, aber die Musik ist schließlich unser schönstes Hobby, was zu unserer Arbeit wurde. Wie cool ist das denn bitte?
Andy: Wir hatten ja auch nie den Plan, Popstars zu werden. Wir waren einfach zwei Jungs – beeinflusst von deutscher Underground-Musik – mit einem Tape-Recorder und spielten in einem Punk-Club. Zudem war die Wahl unseres Namens doch einfach zu bescheuert, wenn du ein Mega-Star werden willst. Keiner war also mehr darüber verwundert als wir, dass diese Reise überhaupt anfangen konnte und die Tatsache, dass sie nach 32 Jahren immer noch andauert, ist schon mehr als merkwürdig. Aber natürlich auch sehr schön (lacht)!

Hotel Riz, Berlin:
»Sie bauen dich auf, um dich fertig zu machen!«
(Paul Humphreys über die englische Presse)
BODYSTYLER: Bereits zu Zeiten von "Universal" gab es Überlegungen, mit einem Orchester zusammen zu arbeiten. Jetzt habt ihr vor kurzem auf den Night of thee Proms und zusammen mit dem Liverpool Philharmonic Orchestra gespielt. Seid ihr ein wenig stolz, dass eure Songs in diesem Kontext so gut funktionieren? Haben diese Kollaborationen eure Art des Komponierens oder das Verständnis für Instrumentierungen beeinflusst?
Paul: Unser Verständnis hat das nicht verändert..
Andy: ...weil wir keines haben (lacht)
Paul: Wir können immer noch keine Noten lesen oder schreiben, obwohl wir mit der Zeit vielleicht etwas bessere Musiker geworden sind. Diese Zusammenarbeit war jedoch insofern interessant, da wir vorher so engstirnig waren, dass wir dachten, es gäbe nur eine Art, unsere Songs zu spielen. Wir dachten, dass die Lieder sehr von den verwendeten Sounds leben.
Andy: (greift Paul ins Haar): Du hast da noch etwas Kokain zu hängen. Ah, sorry – ich hab dich unterbrochen. Fahr bitte fort!
Paul: (lacht) Je älter wir werden, umso gelassener sehen wir das und verstehen, dass man die Songs auch auseinander nehmen kann und sie noch immer funktionieren.
Andy: Wir sehen jetzt, dass man die Basis unserer Lieder auf jedem Instrument spielen kann und anscheinend auch mit einem 75-köpfigen Orchester (lacht). Dieser Prozess hat vielleicht damit begonnen, dass wir Mitte der 80er erkannt haben, dass wir die Welt wohl nicht verändern werden. Wie sollte das auch mit dreiminütigen Songs funktionieren? Außerdem wollten wir für sieben oder acht Jahre die Zukunft elektronischer Musik sein, fanden dann aber, dass wir mit 26 zu alt dafür waren (lacht). Wir lernten Veränderungen in unserem Leben zu akzeptieren und verstehen uns seitdem auch als Handwerker.
BODYSTYLER: Wie sehr setzt ihr euch mit der Meinung der Presse und der Fans auseinander und inwiefern beeinflusst sie euer Leben? Habt ihr zum Beispiel mit der Zeit gelernt, über den Kritiken zu stehen?
Paul: Am Anfang haben wir uns mit den negativen Kritiken sehr schwer getan, aber mittlerweile gehört das einfach zum Geschäft, und wir haben uns ein dickes Fell zugelegt. In Großbritannien spielt die Presse ja sowieso ein Spiel mit dir. Sie bauen dich auf, nur um dich, wenn du dann Erfolg hast, fertig zu machen. Wir konzentrieren uns einfach darauf, unser Ding bzw. das, was wir für richtig erachten, zu machen.
Andy: Nichts desto trotz mögen wir es natürlich, wenn die Leute unsere Alben mögen oder unsere Konzerte gut finden.
BODYSTYLER: Lasst uns wieder auf das aktuelle Album zu sprechen kommen. Bis jetzt ist gar keine Single angekündigt, was sehr ungewöhnlich ist, da ihr bis jetzt zu jedem Album mehrere Singles veröffentlicht habt..
Andy: Es sind doch dreizehn Singles, oder? (lacht, wird aber wieder ernst) Zur Zeit verwirren wir die Leute in England etwas und haben dem einen oder anderen auch einen Schrecken eingejagt. Einige Fans waren sogar richtig wütend auf uns, da unser Duett mit Aretha Franklin gerade richtig oft im Radio gespielt wird (er sieht unsere verdutzten Gesichter...) War doch nur Spaß! Es wird eine Single geben und zwar "If you want it".
BODYSTYLER: Sehr schön. Der erste Teil des Titeltracks wäre doch bestimmt auch ein guter Kandidat, allerdings hat er ja eigentlich keinen Refrain...
Andy: Das stimmt sicherlich, aber wie bitte geht der Refrain von "Maid of Orleans"?
Paul: ...oder der von "Souvenir"?
BODYSTYLER: Das ist zugegebenermaßen eine schwierige Frage, aber damit bestätigt ihr ja eigentlich den ersten Eindruck.
Andy: Interessanterweise haben wir dieses Stück nie als Singlekandidaten gesehen, aber mehr und mehr Leute sagen, dass sie es lieben und mittlerweile denken wir darüber nach, dass das vielleicht doch eine gute Wahl wäre.
BODYSTYLER: Was könnt ihr zu den B-Seiten erzählen, bei denen ihr euch ja immer besonders Mühe gebt?
Paul: Wir sitzen noch an diesen Stücken und in drei Tagen wird hoffentlich das erste fertig. Vor drei Wochen fuhr ich nach Liverpool, um mit Andy in seinem Studio an ein paar B-Seiten zu arbeiten. Am ersten Tag entstand innerhalb von drei Stunden "New holy ground" und als der Song fertig war, waren wir uns sofort einig, dass er noch mit auf das Album muss. Wir riefen die Plattenfirma an, damit sie die Maschinen stoppen konnten und zum Glück passte alles zeitlich noch. Also mussten wir weitere Songs schreiben und hatten viel Spaß dabei. Die anderen haben allerdings noch keine Titel. Es stimmt aber, dass wir den Extra-Stücken immer ein großes Augenmerk schenken. Ich würde sogar behaupten, dass unsere B-Seiten-Compilation zu meinen Lieblingsalben von OMD gehört.
BODYSTYLER: "Sometimes" basiert auf dem Negro-Spiritual-Song "Sometimes I feel like a motherless child", der schon von vielen Künstlern (u.a. Boney M., Martin Gore oder Louis Armstrong) interpretiert wurde. Wo seht ihr eure Adaption und was sagt ihr dazu, dass sie ein wenig wie Moby klingt?
Andy: Also ich würde eher sagen, dass Moby manchmal wie OMD klingt. Natürlich werden die Leute durch den Gospel-Part und die elektronische Musik an Moby denken, aber wir sampeln Gospel-Musik seit, ach, was sag ich, wir sampeln Musik, bevor es überhaupt Sampling genannt wurde. Ich mag einfach unsere Kombination zwischen der melancholischen Gospel-Stimme und meiner melancholischen Stimme.
BODYSTYLER: Bitte erzählt doch etwas zum Song "Sister Mary says", der ja schon etwas älter ist und früher den Titel "Sister Mary Gabriel" trug!
Andy: Dies ist ein weiterer Song, der meine Faszination für unumstößliche, religiöse Thesen widerspiegelt. Ich schreibe generell viele Songs über Kriege und Religion und denke, dass ich vieles nicht nur schwarz und weiß sehen kann. Ich bewundere die Leute, die das können. Schwester Maria Gabriel war diese verrückte, polnische Nonne, die 1993 behauptete, dass der Weltuntergang bevorstünde, aber dann passierte gar nichts. Sie war sich sicher und ich bin mir auch sicher, dass alle, die weiter an solche Dinge glauben, auch wieder an der Nase herumgeführt werden.
BODYSTYLER: Ist es richtig, dass ihr für die Konzerte 2007 eure eigenen CDs sampeln musstet, um die Sounds
originalgetreu wiedergeben zu können?
Andy: Nicht ganz. Wir mussten nicht die CDs, sondern die Multitracks sampeln, aber dafür mussten wir natürlich die ganzen alten Alben anhören. Wir hatten jahrelang nicht auf der Bühne gestanden und dann ging es immer: Das ist jetzt in "h" und danach geht’s weiter in "d", nein in "e" und so fort. Wir haben erneut gelernt, unsere eigenen Songs zu spielen. Aber wie Paul vorhin sagte, leben unsere Lieder oftmals von bestimmten Sounds, die dabei sein müssen. Teilweise hatten wir nicht einmal mehr die Keyboards, um diese zu spielen und haben sie uns bei e-bay ersteigern müssen.
BODYSTYLER: Vielleicht habt ihr eure eigenen ja wieder gekauft...
Paul: Vielleicht. Wir hätten uns mal die Seriennummern aufschreiben sollen (lacht).
BODYSTYLER: Also habt ihr nie darüber nachgedacht, die Songs komplett neu einzuspielen?
Andy: Wir haben das doch gemacht: mit einem Orchester. Der einzige Grund, warum man sie selbst komplett neu einspielen sollte, wäre, damit man die Rechte an den Songs wieder selbst besitzt und zu Richard Branson (Chef von Virgin Records, Anm. d. Red.) sagen könnte: "Sit on that" (streckt den Mittelfinger nach oben). Denn nach 32 Jahren im Musikgeschäft haben wir eines mitbekommen: Er hat definitiv mit unserer Musik mehr verdient als wir.
BODYSTYLER: Gestern habt ihr auf der Fashion-Week gespielt. Wie kam es dazu und wie war es letztendlich? Das war bestimmt nicht euer typisches Publikum...
Paul: Wir haben in letzter Zeit häufiger kleine Gigs auf verschiedenen Veranstaltungen gespielt. Einer der Verantwortlichen der Fashion-Week sprach uns bei unserem letzten Berlin-Aufenthalt an und fragte, ob wir nicht Lust hätten, auf einer VIP-Party zu spielen. So was passiert eher zufällig und wenn wir Zeit haben, sagen wir zu. Das hier war übrigens meine erste Modenschau, auf der ich war. Sehr interessant. Wir haben sogar einen neuen Song "If you want it" gespielt, und er kam ziemlich gut an.
BODYSTYLER: Gab es denn noch andere Gelegenheiten, bei denen ihr neue Songs antesten konntet?
Paul: Letztens haben wir für ein paar Fans gespielt. Das war so eine bizarre Computer Convention und fand lustigerweise dort statt, wo im Zweiten Weltkrieg die Decodierungsmaschine gebaut wurde. Über unsere Webseite waren Tickets erhältlich und so konnten die Fans schon mehrere neue Tracks hören und nahmen sie fantastisch auf. Es waren auch nur ungefähr 200 Leute. Ich mag das wirklich, in so kleinen Clubs zu spielen, da man direkt die Reaktionen des Publikums mitbekommt. Ich kann nicht mehr so gut sehen und da ist es dann schon schön, die Gesichter der Leute zu erkennen (lacht).
BODYSTYLER: Es hat mich schon immer interessiert, wie ihr bei "Enola Gay" diese perfekte Mischung zwischen einem traurigen Thema (Bombenabwurf über Japan, Anm. d.Red.) und dieser klassischen Popmelodie hinbekommen habt? Gerade bei dem Klassikkonzert konnte man wieder beobachten, wie die Leute ausgeflippt sind, getanzt und gejubelt haben, obwohl im Hintergrund erschreckende Bilder zu sehen waren.
Paul: Es ist schon ein wenig schräg, wenn die Zuschauer dieses Lied so feiern, aber letztendlich spiegelt das auf eine Art auch unseren schrägen Humor wider. Natürlich wollen wir uns nicht über diese schreckliche Tragödie lustig machen. Andy und ich mochten noch nie die typischen Rock'n'Roll-Klischees, also haben wir dieses Thema ein wenig in dem Song versteckt. Viele Leute denken, dass es ein Liebeslied ist, und im Grunde geht es auch um unsere Faszination für Flugzeuge, besonders die, die zur Zeit des Zweiten Weltkriegs gebaut wurden. Wir lasen damals viel darüber, schauten uns Dokumentationen an und gingen oft ins Museum. Du wirst einige Songs auf unseren Alben finden, in denen es um Flugzeuge geht. Am Ende ist es jedoch ganz eindeutig ein Song gegen Atombomben, und wir haben versucht, das im Popkontext umzusetzen. Zum Beispiel wird ja nie das Wort "Bombe" gebraucht, dafür aber viele eindeutige Referenzen wie "8:15", die Zeit, zu der damals alle Uhren stehen blieben.
BODYSTYLER: Paul, willst du vielleicht noch ein paar Neuigkeiten zu deinem Nebenprojekt OneTwo erzählen?
Paul: Die Neuigkeit ist, dass wir an einem neuen Album arbeiten und fünf Songs bereits fertig sind. In den letzten Monaten ging es ja hauptsächlich um OMD, aber Claudia (Brücken; ehemalige Sängerin von Propaganda und Pauls Ehefrau, Anm. d. Red.) wird langsam ungeduldig und fragte, ob wir denn nächste Woche weiterarbeiten könnten.
BODYSTYLER: Gibt es denn wieder Überraschungsgäste, wie auf dem Debütalbum?
Paul: Definitiv, aber noch lassen wir die Katze nicht aus dem Sack. Anfang nächsten Jahres kommt hoffentlich das Album und dann wisst ihr mehr (lacht).
Homepage: omd.uk.com
Myspace: Myspace.com/officialomdmyspace
© 2010 // Bodystyler Electrozine // Torsten Pape
OMD in Bodystyler Print #37 »
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