rst langsam gewann es seine Kräfte wieder zurück, das alte Bewusstsein um das Herzensfeuer jedoch erlangte nie wieder die alte Stärke zurück. Eine frische Brise versucht das Dorf aufzurütteln. Eine kleine Gruppe Musiker, darunter eine junge Frau, die soviel Selbstbewusstsein und innere Ruhe und gleichzeitig das fast vergessene Feuer widerspiegelt, tritt auf die große Bühne, setzte mit „Dreams in Formaline“ ihr erstes Zeichen, um nun reifer und vielfältiger, aber auch zynischer und lockerer mit „Kinetik“ ihr Können unter Beweis zu stellen und ein Stück Kroatien weiterzureichen, das Feuer der Herzen weiterzugeben, damit es nicht wieder verloren geht, denn es ist ein bisschen Geschichte, von Hoffnung, Liebe und Sehnsucht und Verlust.

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BODYSTYLER: Hoffe, euch geht’s gut und ihr freut euch über eure neuen Songs. Glückwunsch zum neuen Album!Es ist fantastisch!
Omega Lithium: Vielen lieben Dank! (verbeugen sich)
BODYSTYLER: Wann habt ihr euch das erste Mal getroffen und wann habt ihr entschieden eine Band zu gründen?
Omega Lithium: Bevor wir die Band gegründet haben, waren wir alle gute Freunde. Nach der Formierung wurden wir zu Feinden, hehe.
BODYSTYLER: Das erste Album war sehr düster und kantig. Eure allererste Veröffentlichung – die EP „Andromeda“ - hatte gar einen schizophrenen Hang. Die Lieder zeugten von Tiefgründigkeit, gar Intimität und Nacktheit, die den Hörer frösteln oder emotional werden ließen. Das neue Album spiegelt mehr Reife und eine neue Lockerheit wider. Wie seht ihr eure Entwicklung? Seid ihr zufrieden?
Omega Lithium: Ja, wir sind sehr stolz, was wir mit „Kinetik” geschaffen haben. Es ist ein interessantes und vielseitiges Album und erhielt bereits großartiges Feedback von anderen Leuten. Wir sind uns sicher, dass wir in einer Art und Weise mehr Reife erhalten haben. So ist der Lauf der Dinge – man entwickelt sich weiter.
BODYSTYLER:Welche Vorbilder könnt ihr die euren nennen? Und warum?
Omega Lithium: Beeinflusst wurden wir durch die schwarze Phase von Depeche Mode, Oomph!, Laibach, Nine Inch Nails uv.m. Mit diesen Bands sind wir groß geworden, und für uns veränderten sie die Rock-Geschichte wesentlich.
BODYSTYLER: Myas Stimme ist sehr düster und ausdrucksstark. Mya, hast du jemals Gesangsunterricht genommen?
Omega Lithium: Oh, vielen Dank! Nein, ich habe nie professionellen Gesangsunterricht genommen. Ich hatte lediglich einen guten Mentor.
BODYSTYLER: Auf KINETIK hat Myas Stimme mehr Möglichkeiten ihr Können unter Beweis zu stellen – stand das vorher nie zur Debatte? Oder war das ein Überraschungsei, das gerade jetzt ausgepackt wurde?
Omega Lithium: Ehrlich gesagt, hat das für uns keinerlei Bedeutung. Wir machen Musik und wollen niemanden bewusst akustisch hervorheben. Wenn's funktioniert, dann funktioniert's. Wir sind keine egozentrischen Typen, die zeigen wollen, wie toll sie Soli spielen, wie schnell sie das Schlagzeug bedienen können oder wie groß ihre Stimmtragweite ist. Alles liegt im Song-Schreiben, ohne groß darüber nachzudenken.
BODYSTYLER: Meine Tochter (2) hörte den Song „Dance with me“, während wir Auto fuhren Sie war sehr aufgeregt und erfreut, als sie den Anfang mitbekam und sagte: „Oh, das ist ja HEIDI!“ (Kinder-Animée nach der Geschichte von Johanna Spyri, Anm. des Red.). Ich musste schmunzeln. Was meint ihr zu dieser Begebenheit?
Omega Lithium: HEIDI war und ist ein brutales Animée, voll von Liebe, Ziegen und Bergen. Ich denke, es geht sehr gut einher mit „Dance with me“ und mit der Geschichte dahinter, bestehend aus Drogen und Sex.
BODYSTYLER: Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei? Beim Anblick eures Videos muss ich direkt an Lady Gaga denken. Ich bin verwirrt...bitte helft mir!
Omega Lithium: Heutzutage sind Menschen leicht zu verwirren. Lady Gaga war keine Inspiration. Wenn Mya schwarze Haare gehabt hätte, würde jeder sagen: Hey, das ist doch Marilyn Manson! So weichen die Leute vom eigentlichen Pfad ab. Wir wollten eine künstlerische Annäherung an das Thema und erhielten dieses Resultat.
BODYSTYLER: Zoltan, wo und wie schreibst Du die Texte? Zum Beispiel: „Strip me“. Zuviel Strip-Poker gespielt?
Omega Lithium: Zuviel Strip-Poker ist immer eine Entschuldigung, vielleicht aber bin ich auch ein Fetischist oder aber ein geheimer Traum steht hinter alldem? Was auch immer der Grund für solch unbeholfene Texte sein mag, sehe ich als mein kleines Geheimnis an.
BODYSTYLER: Wie verhält sich die Entwicklung: Aus Kompositionen entstehen die Texte? Oder ist es genau der umgekehrte Weg?
Omega Lithium: Es ist genau der umgekehrte Weg. Wir hören erst die Demo an, schauen, was für ein Gefühl rüberkommt und welches Thema zum Song passt und dann geht’s los. Soft Song, soft Lyriks. Harte Texte, harter Stoff.
BODYSTYLER: Welche Lieblings- (Horror.) Filme habt ihr?
Omega Lithium: Zu unseren Lieblingen gehören eher die Klassiker. Dazu zählen u.a. „Der Schrecken des Amazonas“, „ Shining“, „“Nosferatu“, „Nightmare on Elm Street“, „Friday 13th“. Die neueren Filme sind nicht ganz so gruselig – gefüllt mit 3D-Grafiken und ohne Seele. Wir mögen eher die Plastik- und Gummi-Masken und großartigen Szenarien der 70er und 80er Jahre-Produktionen.
BODYSTYLER: Wann geht’s auch mal auf Tour nach Deutschland?
Omega Lithium: Schneller, als ihr denken könnt. BODYSTYLER: Alles Gute und macht weiter so mit eurer Musik!
Omega Lithium: Danke für die Komplimente! Rockt genauso ab! //

Homepage: Myspace.com/omegalithium
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