rundsätzlich kommt von Whore die harte und dreckige Nummer. Was bietet Ihr dem Käufer zusätzlich und was geht gar nicht?

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Jim Wicked: Wir bieten dem Hörer, was wir in Bezug auf eine traditionellere Perspektive der Industria-l und Electro-Musik fühlen. Mit Whore versuchen wir, den älteren Geist des Industrial zu erschließen, wo es keine wirklichen Grenzen gab. Ich schätze und genieße den vorherrschenden Dancefloor-Industrial-Stil ebenso wie jeder andere. Aber wir fühlten uns durch den "Takt auf die vier"-Ansatz dieser Musik ein bisschen eingeschränkt. Wir versuchten unsere Musik vielfältiger und phantasievoller zu gestalten. Letztlich wegen unserer Metal-Hintergründe kreierten wir etwas, was als Gefühl einer Moshpit-Hymne funktioniert, sowie die verschiedenen Stile unserer Vorgänger erschließt. Daraus sollte eine träumerische Klanglandschaft entstehen, mit einer Stimme von persönlich- und oberflächlichem. Die einzige wirkliche Grenze, die wir uns selbst gestellt haben, ist, dass wir keine Software-Instrumente nutzen. Im Zeitalter der Laptop-Musiker verstehen wir die Bequemlichkeit, die ein virtuelles Studio gewährt. Jedoch so archaisch wie unser Studio ist, finden wir, dass unsere musikalischen Ambitionen am besten durch analoge Synthesizer angeheizt werden.
Inspiration wird auch durch einen pulsierenden Austausch innerhalb einer Szene angeheizt. Aber der einzige Ansatz einer schwarzen Szene scheint in Las Vegas der Black Jack Tisch zu sein.
BODYSTYLER: Gibt es in Las Vegas so etwas wie eine Underground-Kultur oder seid ihr allein in der Glitzerwelt?
Wicked: Es gibt hier ein bisschen Underground-Kultur. Keine sehr große, aber sie existiert. DJ´s kommen und gehen, aber an Musikern gibt es soweit ich weiß nur "Whore" und eine andere Band namens "Corruptdata" in der Stadt. Las Vegas hat nicht wirklich viel von einer Live-Musik-Szene oder Kultur im Allgemeinen.
Von Las Vegas nach Vancouver sind es 1600 Kilometer Luftlinie. Das ist ne Ecke, aber mit Lichtgeschwindigkeit schnell zu meistern.
BODYSTYLER: Wenn ich Euer Albumcover betrachte, hegt sich in mir der Verdacht, ihr wurdet schon mal gemeinsam mit Skinny Puppy von Aliens entführt?
Wicked: Das könnte sehr gut wahr sein. Ich denke, es ist eher wahrscheinlich, dass wir beide einige wunderbare Besuch beim schaurigen Todesbiest hatten. So oder so gab uns die Regierung zu viele Drogen, um sich an die genauen Details zu erinnern.
So mancher Leser ist sicher auch ein bisschen aufgrund des schaurigen Bandphotos erschrocken.
BODYSTYLER: Ihr tragt auf Euren Photos Tücher vor dem Mund und dunkle Sonnenbrillen. Übertragt ihr Viren oder macht Euch nur der Wüstenstaub zu schaffen?
Wicked: Eigentlich ein wenig von beidem. Sie sollen uns vor dem Staub schützen, der hier häufig heran geblasen wird. Aber auch darüber hinwegtäuschen, dass wir hässliche Menschen sind und somit nicht wirklich zu den glamourösen Gesichtern von Las Vegas passen.
So manches Antlitz trägt auch Zornesröte in Gedanken an wahllos schnackselnde Mitmenschen. Berechtigterweise?
BODYSTYLER: Es gibt in Amerika eine große Bewegung die "kein Sex vor der Ehe" propagiert. Würdet ihr das unseren Lesern empfehlen?
Wicked: Das Konzept "kein Sex vor der Ehe" ist einfach eine schreckliche Propaganda-Methode. Durch die Regierung in Bewegung gebracht und festgelegt, um Schwangerschaften und Übertragung von Geschlechtskrankheiten zu reduzieren. Es ist ein Spiel mit der "Abstinenz ist die beste Versicherung"-Denkweise und zeigt nur, wie prüde die amerikanische Kultur wirklich ist. Die ganze Sache ist lächerlich, weil Jugendliche sowieso Sex haben. Stattdessen müssen wir die Werbung für Safer Sex fördern und anstatt das Thema als ein Tabu zu behandeln, müssen wir unseren Kindern die schreckliche Wahrheit über Sex lehren: Es ist nur eine Funktion des Körpers und als solche nicht mehr magisch, als Wasser lassen oder Stuhlgang.
Also, bei mir auf Klo herrscht schon eine gewisse Magie, aber lassen wir es gut sein für heute. //

Homepage: WhoreSound.com
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