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Es ist nicht so, dass es nur eine Klangfarbe in Schweden gibt. Doch der Synthie Pop ist durchaus vorherrschend. Mr Jones Machine bieten in Landessprache eine wirklich sehr verpoppte Variante. Völlig ohne Moll-Attitüde wird hier beschwingt gegroovt. Manchmal werden die Stücke mit zaghaften Gitarrenakkorden gestützt. Und immer wieder gibt es Einlagen, die etwas zum Schmunzeln anregen, aber trotzdem irgendwie funktionieren. Wie z.B. eine opernhafte Frauenstimme oder ein inbrünstiger Männerchor. Dennoch eignen sich die Stücke meistens eher für die schwedische Version des Fernsehgartens als einen Club. Die Ausnahme bilden ab und an minimal gehaltenen Stücke wie "Vit Citroën". Das Album hält sich zwar mit gut ausgearbeiteten Sounds irgendwie immer über Wasser, bleibt letztendlich aber doch stecken. Der Grund ist, sie haben zwar gute Programmierer, aber keinen Songwriter in der Band.
(Spider)
VÖ: 01.04.2011 // Progress Prod.

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mrjones.ollilab.com
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Mit einer Doppelveröffentlichung wartet das australische Dance Pop-Duo Parralox auf. "Metropolism" ist eine Ansammlung von Remixen ihres letzten Albums "Metropolis" und neuer Songs. In beiden Varianten steckt jede Menge Discoattitüde, was unter der Glitzerkugel ganz ok kommt, mich aber nicht aus dem heimischen Sessel zum Tanzen auf die Beine reißt. Das ungenießbare Gebräu aus der schlechtesten Gärung der Pop 80er und Techno 90er, machen nur Iris, die aus "Ancient times" einen schönen Synth Pop-Song werkeln, und Edge of dawn mit einer kraftvollen Variante von "I sing the body electric" schmackhaft. Dieser Song ist auch das Hauptthema der zweiten Veröffentlichung. Diese startet mit fünf weiteren Versionen der Single, die in der Radio und Extended Version eine durchaus hörenswerte Variante moderner elektronischer Musik ist. Und bis auf den House meets EBM-Brei von Angeltheory können alle Remixe überzeugen. Insgesamt offenbart diese EP höhere Qualität auch bei den darauf folgenden Stücken. Sowohl Songwriting als auch die Neubearbeitungen sind wesentlich stärker.
(Spider)
VÖ: 25.02.2011 // Conzoom
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Parralox.com
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Lange, lange mussten wir darauf warten. Und endlich ist sie uns erschienen, hat sie zu uns gefunden: die „Demo-Scope“ von Laudanum! Endlich dürfen wir den natürlichen und sypmathischen Klängen im Original lauschen, den minimal-subtilen Wegen folgen, „moving quietly“ trancig-traumwandelnd entgegenschweben, „forever blind“ fragend, zweifelnd, hoffend gegenüberstehen, nostalgisch den Rhythmen und Gitarren der 80er gehörvoll ehrerbieten. Und auch wenn nicht alles perfekt ist und es hier und da mal kratzt und knarzt, so sollte jeder begeisterte Fan einfach nur hören und staunen über soviel Schönheit und wunderbare Einfachheit. (Manuela Seiler)
VÖ: 2006 // Formalhaut

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Laudanum-music.com
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Nee, Chefredakteur Bodyhorst hat nicht wieder beim Korrekturlesen geschlampt, die Kapelle nennt sich wirklich so und hat damit den Kontext des beklopptesten Bandnamens für dieses Jahr schon für sich entschieden. Was sich jedoch auf dem Silberling abspielt, ist höchst ansprechend, obwohl das eigentlich gar nicht meine bevorzugte Musikrichtung ist. Das klingt ein wenig nach dem Zeugs von Kalkbrenner – nur in gut. Mal House, mal Techno, mal Minimal und ab und zu sogar mit ansprechendem Gesang ausgestattet, bekommt man hier ein sehr homogenes Werk kredenzt, das wunderbar durchgehört werden kann. Auch wenn die Songs teilweise recht lang geworden sind, werden sie nie langweilig, was bei dieser Art Musik normalerweise für meinen Geschmack immer der Fall ist. Wer solchem Kram nicht abgeneigt ist, sollte ein Ohr riskieren.
VÖ: 28.01.2011 // Adrian

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Myspace.com/boeoeskaelstigen
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Beim Hören vom Nackepeter Rummelsnuff kommt mir immer ein Bild in den Kopf: Irgendein Electrokonzert, plötzlich auftretende Heiserkeit beim Sänger und der Securitymann springt ein.
Aber Dank der neuen Veröffentlichung braucht man sich keine Bilder mehr machen, denn die DVD des Doppelpacks ist vollgestopft mit Videoclips und anderem Kram aus Fleischberghausen. Also quasi „Best of the ersten 2 Alben in Bildern“.
Auch die EP weiß zu gefallen, allerdings wird das eingangs erwähnte Electrokonzert hier eher durch eine Hamburger Hafenkneipe ersetzt.
Überraschend in Rummelsnuff's Männerhaushalt kommt das zuckersüß zuckende Serge Gainsbourg- und Brigitte Bardot-Cover „Bonnie and Clyde“, natürlich auch im Duett, und zwar mit der Noblesse Oblige-Sängerin Valerie Renay, die auch letztens erst bei Funker Vogt mitgeträllert hat. Alles in Allem also ein duftes Doppel!
(Daniel Theberath)
VÖ: 21.01.2011 // Out Of Line

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Rummelsnuff.com
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Oft entscheiden die ersten Takte eines Albums, ob sich im späteren Verlauf eine positive Beziehung zum Hörer entwickelt. Die drei Norweger von Substaat gewannen an dieser Stelle sofort meine Sympathien, denn die Art, wie frickelige und doch gewaltige Electrosounds in eine straighte EBM-Nummer übergehen, ist schon sehr gekonnt. Wenn im Anschluss noch Hits wie "Catch me", "Hybrid", "Adrenaline" oder "7th state" im Angebot sind, hat man schnell das Gefühl, es mit einer sehr, sehr geilen Neuentdeckung zu tun zu haben. Wer die unterkühlten Tracks der ersten NEP-Scheiben und die Eleganz von Covenant mag, kann hier wahrlich nichts falsch machen. Allerdings sollte das EBM-Verständnis deutlich über die 4-on-the-floor-und-hau-drauf-Mentalität hinaus gehen. Der Bonus-Remix-Silberling ist übrigens ebenfalls perbonus, wenn nicht gar optimus. (Torsten Pape)

Ist es Fluch oder Segen, wenn eine Band auf ihrem Debütalbum so abwechslungsreich ist, das man denkt, es handelt sich um ein Szenestelldichein? Wenn es wie bei Substaat bei zwei Bands bleibt (einfach mal Album kaufen und selber raten), ist es wohl OK - nur geht die Eigenständigkeit flöten.
Doch es knackt - und das ganz ordentlich. Songs wie „Adrenaline“, „I Want“ oder das schon vorher zum Hit auserkorene „Catch me“ gehen gut ab.
Obendrauf gibt’s noch ein paar Remixe auf die Ohren, die als Bonus-CD kommen.
Nett. Schade nur, daß die Aufnahmen offenbar auf dem Weg ins Presswerk zu doll geschüttelt wurden und so die ganzen Refrains rausgefallen sind. Blöd.
Aber von Staatschwierigkeiten, welch' brilliantes Wortspiel, kann man wirklich nicht sprechen. Klingt, als wären sie schon immer da gewesen. Mindestens so lange wie Nitzer Ebb oder Covenant (Mist, verraten). (Daniel Theberath)
VÖ: 28.01.2011 // Danse Macabre

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Myspace.com/SubstateMusic
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Naghavi drückt sich den Tonabnehmer an die Unterbuchse und heraus kommt eine Scheibe wie ein alter Kamerad. Mit bewährtem Schmäh und neuen Provokatiönchen macht er Peine noch lächerlicher als es Oliver Kalkofe vermochte und erweitert seine „Military Fashion Show“ um eine Hymne, bei der jedem Marinesoldat dieser Tage nicht nur die Brust vor Stolz anschwillt. Einzig „No Song For You“ und die Liveversion von „Mirror In Your Heart“ lassen erkennen, das es nun keine Wehrpflicht mehr gegen Depeche Mode gibt. Löblich ist hier die Reformmaßnahme, den Tourbus als mobiles Einsatz-Studio zu nutzen und dem mitreisendem Producer in Leipzig livehaftigen Radikalhumor meets Synth-Pop plus ein paar belebender Zwischentöne in die Vorratsdatenspeicherung zu drücken. (Ivo Klassmann)
VÖ: 21.01.2011 // Out Of Line

Na endlich, neue Maxi, anstehendes Album... es i.s.t. wieder soweit - ich freu mich! Worüber? Naja, zumindest im Vorfeld schon mal über die Ankündigung, das die Original-Version von „Military Fashion Show“ mit drauf kommt. Und so geht’s los: Zerstörer geht ordentlich ins Ohr, durch den Kopf und kommt hinten wieder raus, knallt also wie'n Espresso mit RedBull-Topping, schade nur, das es danach erst mal wieder ruhiger wird. “Sex Drive“ bleibt ja noch irgenwie hängen, “No Song for You“ kann man indes durchaus wörtlich nehmen. Die drei Liveversionen gehen aber wieder gut ab, allen voran natürlich „Military Fashion Show“. Interresant zu erwähnen ist, das sich die beiden „Bonustracks“ auf dem neuen Album finden lassen, aber nicht der „Zerstörer“! Ich bin zerstört und verwirrt... verrückte Welt, aber da passt das Naghavi-Tanztheater ja genau rein. (Daniel Theberath)
VÖ: 21.01.2011 // Out Of Line

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andone.de
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Sie verbinden Oldschool-EBM, Synth-Pop und 80s-Harmonien mit zeitgemäßen Düster-Electro: die süßen Boys von Nothing To Fear kennen sich seit ihrer verpickelten Schulzeit in Luckenwalde und haben sich in ihrer über 10-jährigen Historie den Ruf der zweitbesten Electro-Band Brandenburgs erspielt. Auf „Prepared Lies“ klingt die Band taufrisch, gewaltig kraftvoll und erstaunlich erwachsen. Wo wir beim Wachsen sind: Die Synthie-Parts erinnern stellenweise an And One, was jedoch nicht beabsichtigt scheint. Bei NTF hat unüberhörbar eine Weiterentwicklung stattgefunden. Das Album macht von Anbeginn richtig Spass. Die Tracks treiben an, greifen zahnradmäßig ineinander und haben im Vergleich zum früheren Album weniger Brüche zwischen Harmonie und Gesang. Der Klavier-Part bei „The Road We Went“ beweist es - dieses Werk schufen Musiker und nicht einfach nur Tastendrücker. Dieses Resultat begeistert. Damit könnten NTF die Könige der Brandenburger Electro-Szene vom Liegestuhl verdrängen. Wer auch immer das ist. (Sir Raze)
VÖ: Feb 2011 // MPM / NTF

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myspace.com/nothingtofearde
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Momente sind kleine Monumente im Leben, die zu erhalten es sich lohnt. Mit Dhyamara, die die Tür ins Land der Zwischenräume öffnen, wo Zeit sich endlos hinzieht und man das Stimmen-und Emotionsglück der modernen Mystik-Hexe genießen kann, gelingt dies mit ihrem Debüt. Schwebend zwischen Elektro-Pop, Darkwave und Etheral spinnen Ninfa (voc) und Luka (key) neue Existenzelfen. Gesanglich erhaben und doch so herzensnah, gelingt es dem italienischen Duo den Hörer zu verzaubern - den Durchfluss des Lebens wiederherzustellen – und das ist gut so.
(Manuela Seiler)
VÖ: 21.01.2011 // Caput Medusae

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Myspace.com/dhyamara
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Da ham wir‘s wieder: guter eingängiger Electropop, der aber leider nicht „gehypt“ wird und somit bei den 13-jährigen Gothicmädels keinen Anklang findet. Endanger ist eine dieser Bands, die man nicht vermisst, aber sich freut, wenn sie mal wieder da sind. Und so kommt es wie erwartet: ein Song, der beim ersten Hören im Ohr hängenbleibt. Leider wird dieser durch diverse Mixe, die alle irgendwie ähnlich sind, sooo langgezogen, das so‘n büsch‘n die Luft raus ist. Da geht sogar der doppelte Bonustrack, der mal weiblich mal männlich daherkommt, unter. Eine flotte Single mit Titeltrack, Extended Version und einem Bonustrack hätte wohl ausgereicht, um sie sich gerne und öfter anzuhören. Bleibt jetzt nur zu hoffen, das auch bei Endanger die Show flott weitergeht, und nicht erst wieder ‘n paar Jahre Ruhe ist. (Daniel Theberath)
VÖ: 25.02.2011 // Infacted

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Myspace.com/eternalizer
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Das EBM-Archiv stampft wieder: Infacteds Klassiker-Reihe hat Aircrash Bureau ausgegraben, ein weiteres Projekt aus der Zoth-Ommog-Füllmaterial-Kohorte, das über eine Maxi kaum hinaus kam. Perlen gab‘s dennoch oft genug. Bei den Aircrashern waren es deren vier: „Machine“ stampft teutonisch, „Exhibition“ trippelt funky (Die Warzau trifft Greater Than One), „Time to Die“ mag kanadischen Industrial (DHIs „New Vision“, aber hallo) und das Bigod 20-eske Instrumental „120 BPM“. Als Bonus gibt‘s die unveröffentlichten „Funktionsraum“ und „On Patrol“ (Nitzer-Ebb-a-gogo). Bittere Pille: die aufgepeppten Remixe und „Mit voller Kraft“, ein Vorgeschmack auf das angekündigte neue Album. Lasst den Scooter-Rave mit EBM-Basis, sorry Dark Electro, doch Konsorten wie Roter Sand und Terminal Choice. EBM war nie mono, weder -ton, -lithisch oder -chrom. Die alten Tracks sind Beweis genug. (Till™)
VÖ: 21.01.11 // Infacted

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Jeder, der schon einmal in Tel Aviv war, bestätigt, dass die israelische Metropole ein unglaublich lebensfroher, energetischer und schöner Ort ist. Und – man mag es kaum glauben – diese Stadt hat eine ansehnliche Historie in puncto Techno/House. Chaim Avital stammt aus Tel Aviv und transportiert mit seinem House-Sound das leicht dekadente Flair und die Entspanntheit dieses Fleckchen Erde. „Alive“ hat einen wunderbaren Fluss. Man riecht förmlich das Meer, spürt die Sonne und das Salz auf der Haut und riecht die schweiß- und parfumgeschwängerten Ausdünstungen der Bars und Clubs. Obwohl vollkommen elektronischer Natur hat diese CD einen sehr organischen Charakter, der bis ins Erotische reicht. Wenn doch nur endlich Sommer wäre und man dieser Musik unter freiem Nachthimmel den nötigen Platz zum Entfalten lassen könnte. (Brunner)
VÖ: 11.02.2011 // BPitch Control

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Myspace.com/chaimavital
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Der Berliner Elias Matt und seine Band (the) Rescue Mission legen mit „Achtung! Alpha“ ein Album vor, das bewusst retrospektiv klingen soll. So hat man sich bei der Produktion jeglichen modernen Einflüssen entzogen und ausschließlich mit analogem Equipment produziert. Herausgekommen ist eine solide Pop-Platte, die zwar eingängig, insgesamt aber etwas zu akademisch und offensichtlich bemüht geraten ist. Elias Matt und Band haben ihre Helden ausführlich studiert, jedoch können sie ihre Songs kaum mit eigenem Leben füllen. Durch die erzwungene Retro-Attitüde und die mangelnde Farbigkeit schaffen es die Arrangements nicht, auf Albumlänge zu überzeugen. Am Ende bleibt „Achtung! Alpha“ ein durchaus ambitioniertes, aber dennoch durchschnittliches Werk, dem es durch seine Gleichförmigkeit und Berechenbarkeit leider an Seele fehlt. (Sally Nope)
VÖ: 11.02.2011 // Wannsee

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EliasMatt.de
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Uwe Kanka gehört zu den Urgesteinen der EBM-Szene. Bereits in den 90ern konnte er mit seinen Armageddon Dildos erfolgreiche Konzerte, Alben und Clubhits vorweisen. Mit „Untergrund“ möchten die „Dildos“ nun an ihre bestehenden Erfolge anknüpfen. Dazu nahm sich Kanka-Gitarrist Ulf Häusgen (Ex-The Fair Sex), Mathias Black (Ton-Meister u.a. Tommi Stumpff, Karl Bartos) und Tochter Denise als Verstärkung. Treibende EBM mit einer leichten Punk-Attitüde sind das Resultat und hauen voll auf die Hundert. So wächst dieses Album von Song zu Song zu etwas Besonderem heran. Das rollende R, welches jedoch nur vereinzelt auftaucht, erinnert leicht an Rammstein. Dieses kann man jedoch als Realsatire verbuchen. Armageddon Dildos liefern hier ein Album, was, ohne als Kopie zu wirken, hörenswert ist und wirklich Spass macht. Zudem sind in der Box ein Miniposter und eine 14-Track Bonus-CD, mit Remixen von Angstfabrik, Digital Factor, Autodafeh, Biomekkanik, Plastic Noise Experience, Inertia, Die Rostigen Löffel, To Avoid, sowie einem Exklusivsong, der mit Myk Jung (The Fair Sex) geschaffen wurde, enthalten. (Sir Raze)
VÖ: 18.02.2011 // Alfa Matrix

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Myspace.com/armageddondildos
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7 Songs präsentieren uns „Liquid Divine“ auf der „Sojourner EP“, die auf 500 Stück limitiert ist. In 3 verschiedenen Versionen ist der hammergeile Titelsong „Sojourner“, gesungen von Frank Spinath (Seabound), vom letzten Album „Autophobia“ vertreten.
Dazu zeigen die verschiedene Mixe der anderen Songs und das (unveröffentliche?) Stück „Die To Meet You (Parasite Remix)“ wie vielseitig die Band aus Sachsen ist.
Ich kann diese EP nicht nur Musikinteressierten, die die Band noch nicht kennen, empfehlen, sondern auch Fans von „Liquid Divine“. 1.) weil limitiert, 2.) weil gute Songauswahl und 3.) weil geil!
Mir persönlich hilft die EP die Wartezeit auf den nächsten Haujobb-Release zu verkürzen und das ist nicht nur wegen dem Remix von Dejan S..
Danke! (Junk Schmidtskatze)
VÖ: 18.02.2011 // Infacted Recordings
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LiquidDivine.de
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Blitzmaschine ist etwas Neues und präsentiert mit der Debüt-Maxi ganz viel Altes. Der Titelsong geht auf das Konto der EBM-Pioniere DAF und erstrahlt nach der Frischzellenkur in neuem, jedoch recht ähnlichem Glanz. „Blute jetzt“ ist einer der besten Songs der verblichenen Collapsed System und wird in zwei neuen Versionen dargeboten. Die Blitzmaschine darf das, denn einer der Protagonisten war Teil besagter Band. Snoob Mix und Danish Dub Mix fetzen und knallen ordentlich. Das einzige eigene Gewächs ist das schmissige „Blondes Mädchen“ (hier im Sex Mix) und klingt so, als ob Görl und Delgado es vergessen hätten zu veröffentlichen. Bei so viel geballter Electro-Power fragt man sich am Ende jedoch, warum das Duo nicht die Eier hatte, sich mit dem ersten Lebenszeichen nicht so vieler fremder bzw. benutzter Federn zu bedienen. (Torsten Pape)
VÖ: 04.02.2011 // Danse Macabre
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Blitzmaschine.com
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Reza Udhin und seine Mannen sind strikte Anhänger der Verstärkerthese. Diese These fußt auf der Theorie der kognitiven Dissonanz, die nicht anderes meint, dass manche nix anderes in ihrer eigenen kleinen Welt suchen als das, was ihnen seit jeher vertraut ist. Mit dieser Einstellung wäre man vor zehn Jahren vielleicht noch Plattenmillionär geworden, heute ist das nur noch das zehnte Album mit dem steten Einerlei aus Electro meets mal mehr mal weniger fette, aggressive Gitarrenriffs auf recht passablem Niveau. Gegen diese These ist auch ein außerirdisch einschmeichelnder „Alien“ machtlos. (Ivo Klassmann)
VÖ: 04.02.2011 // Cryonica
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inertia.gs
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Als gefühlter 1/3-Schwede behaupte ich an dieser Stelle mal ganz pauschal und unverblümt: in Schweden ist alles toller! Die Sonne scheint sonniger, das Wasser ist wässriger, die Luft ist luftiger, die Menschen sind glücklicher (außer bei Herrn Mankell und Co., aber die verdienen mit Bösewichten ja ihr Geld) und dass die Mädels dort nicht nur die Nase vorn haben, lehrten uns schon diverse „Meisterwerke“ spätpubertärer Filmkunst. Musikalisch bildet das Land da natürlich keine Ausnahme und die Herren A und B des Stockholmer Elektro-Projekts „System“ schon mal gleich gar nicht! Skandinavisch leicht, hell und irgendwie gesund klingend, arbeitet sich das Duo in 10 Akten durch sein nunmehr viertes Album, welches kürzlich erschien. Synthetisch einwandfrei und melodiös vielseitig bescheren uns A und B hier ein elektromusikalisches Paket welches an Solidität wahrscheinlich nur von einem 745er übertroffen werden könnte. Kauftipp! (Frank Bentert)
VÖ: 12.01.2011 // Progress Production
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Myspace.com/oursystematic
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Sieben lange Jahre hat es gedauert, bis der Nachfolger zum wunderschönen Album „Blinded“ das Licht der Welt erblickt. Die lange Tragezeit hat sich jedoch gelohnt, erstrahlen die elf Songs doch in einem nahezu perfekten Glanz. Auf synthetischem, mal atmosphärischen, mal beschwingterem Unterbau entfaltet sich eine Mischung aus wohlig wavigen Gitarren, sorgsam ausgewählten Soundschnipseln und Filmsamples sowie einer sehr angenehmen Männerstimme. Alles hat eine Bedeutung, nichts erscheint überflüssig und es macht einfach Spaß, den vielen Details seine Aufmerksamkeit zu widmen. Man kann sich auf dieser stimmungsvollen, oft melancholischen Musik aber auch einfach nur treiben lassen. Bin dann mal wieder weggetrieben. (Torsten Pape)
VÖ: 26.11.2011 // Formalhaut
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Laudanum.info
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Aus dem Licht der Schatten aller Tempel des Electropop herausbrechend, lieferte das polnische Trio Half Light im Dezember 2010 sein Debüt ab. “Night In The Mirror” ist nicht das ganz große Erstlingswerk einer Band, deren Zukunft olympischem Gold entgegen eilt. Aber Half Light stehen für eine Kombination von Synthesizer und Gitarre, die zuvor ungehörte Momente verewigt. Sänger Janiszewski, Keyboarder Skrzypczyk und Gitarrist Marciniak komponieren melancholische Songs, die ebenso als Ballade den Mond begleiten wie sie die Füße auf den Dancefloor tragen. Unterbrochen durch die teilweise psychedelischen Gitarrensoli, die auf den ersten Blick als krasser Gegensatz verstanden werden, siedelt sich „Night In The Mirror“ genau dort an, wo es ohne sie gestrandet wäre.
(Manfred Thomaser)
VÖ: 10.12.2010 // MJM Music
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Myspace.com/halflightpoland
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Popmusik ist scheiße, das wissen wir alle. Trotzdem gibt es immer wieder einige positive Ausbrecher. Ich sage nur Ellie Goulding, die für mich mit „Bright Lights“ genreübergreifend das beste Album des neuen Jahrtausends hingelegt hat. Und auch Frau Sumner kann auf ihrem Debut durchaus überzeugen. Sumner? Da war doch was. Yep, Coco ist die Tochter von STING. Die Musik klingt jedoch völlig anders und ist fast durchweg sehr elektronisch, obwohl Madame immer nur mit Gitarre auf Bildern zu sehen ist. Ihr extrem eigenwilliger Gesangsstil und ihr eigenartiger Akzent, gepaart mit einer seltsam rauen Stimme, passen sehr gut zu den überwiegend eingängigen Popsongs, die sie so geschrieben hat und daher klingt sie auch keinesfalls wie die restlichen austauschbaren Hupfdohlen ala Kate Perry und wie die Schlampen alle heißen. Einen wirklichen Ausfall gibt es bei den 15 Tracks nicht, dafür aber jede Menge Highlights, wobei das grandiose „Constant“ für mich DEN Höhepunkt darstellt. Auch sehr charmant die Coverversion eines alten Neil Young Songs „Only love can break your heart“. "Papa solls ja gefallen", hat sie in nem Interview gesagt. Na dann mal weiter so…
VÖ: 02.11.2010 // Island

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iblamecoco.co.uk
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John von Ahlen, der übrigens diesmal gar selbst zum Mikro greift, produziert auch auf dem dritten Album der Australier einschlägig-eingängigen Synthpop der Marke „süß und saftig“. So richtig veredelt wird die Marke „Parralox“ dann aber erst durch das zuckrige Frontgirlie wie Vocalwunder Amii, die zwischen Madonna, Kylie und sie selbst bes(chw)ingt hin- und herkonvertiert. Dabei benutzen Parralox weiterhin ihr ureigenes Bindemittel, um den Parralox-Sound immer schön süß-klebrig zu halten. So kommen dann auch die letzten Zweifler synthetisch-glasklarer Sounds einfach nicht mehr los davon. Schon schön. (Marshall)
VÖ: 26.11.2010 // Conzoom
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Nyspace.com/parralox
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Gefühlt macht Johan Van Roy seit ca. 30 Jahren dieselbe Musik. Es stimmt schon, dass die Zutaten für den energetischen Suicide Commando-Sound im Laufe der Jahre kaum verändert, sondern eher verfeinert wurden. Dennoch waren Singles schon immer ein beleg dafür, dass der Belgier ein großer Klinik-Fan ist und war und darüber hinaus sehr wohl den ein oder anderen Stilhaken zu schlagen in der Lage ist. „Go Fuck Yourself“, die B-Seite dieser Auskopplung , ist so ein Schmankerl, denn die Nummer hämmert – bar jeglicher Melodie – fast schon Schranz-artig durch den Äther. Der Titeltrack wird clubtauglich vergeremixt. SITD dürfen dabei wieder als Klassenbeste glänzen. Leider hat Johan dieses Mal keinen dieser minimalistischen oder sphärisch-melancholischen Bonustracks spendiert, die seine Maxis sonst immer besonders interessant machten. (Brunner)
VÖ: 26.11.2010 // Out Of Line

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Myspace.com/suicidecommando
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Das Elena Alice Fossi weit mehr als nur optische Sympathieträgerin mit toller
Stimme ist, hat sie als Frontfrau bei Kirlian Camera im Laufe der Jahre zweifelsfrei
belegt. Ihre perfektionistische Handschrift prägt viele Songs und lässt ihr Gespür für Musik deutlich werden. Gleiches gilt auch für die Arbeit bei Spectra*paris, ihrem eigenen Projekt, welches schon 2007 mit dem ersten Album einen Glanzstart hinlegte. Dabei verhält sich der Damenverein zur Masse anderer Bands im schwarzen Umfeld in etwa so, wie Arte zu RTLII, präsentiert sich die Band doch stets stilvoll und musikalisch höchst vielschichtig. So auch auf der neuesten CD, welche zwar mit weihnachtlichem Leitmotiv wirbt und u.a. mit zwei Versionen des Klassikers Stille Nacht aufwartet, sich aufgrund der ruhigen, intensiven Art seiner Songs und ihrer durchweg gelungenen Interpretation aber eindeutig auch für ganzjährigen Hörgenuss eignet. (Frank Bentert)
VÖ: 26.10.2010 // Out Of Line

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SpectraParis.net
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Veröffentlichungen ohne jedwede beigelegten Infos sind öde – da muss der Journalist von heute ja wirklich reinhören, verdammt! Hah!
Allgemeinhin bekannt ist, dass Schweden nicht nur bekannte (und eventuelle) Sexualstraftäter höchst medienwirksam verfolgt, nö, seit Jahrzehnten auch kackt das Land pro Jahr mindestens 96 Synthpop-Combos aus. MONOSTRIP sind eine von denen, die mit diesem Nebenprojekt allerdings nur ihre Pop-Attitüden auf elektronisch ausleben möchten, denn das können sie mit ihrem Hauptdingens I’M FROM BARCELONA irgendwie nicht. Das klingt dann freundlich, manchmal edel, oft elegant, aber nie so, dass man jetzt sofort seinen noch offenen IKEA-Gutschein gegen diese CD eintauschen möchte. Wir halten fest: egal, wie viel Schweden-Pop-Bands noch gebärt werden, die Skandinavier machen immer Musik der Marke „frisch und flott“. Und das muss denen erst einmal einer nachmachen! (Marshall)
VÖ: ? // Wonderland
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Myspace.com/monostrip
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Vom Punk kommend, hätte es mit den Krupps nach diesem Debüt auch schnell in die Avantgarde-Krach-Ecke gehen können. Die Geschichte belegt andere Wege, aber wahrscheinlich hat es diesen Urknall gebraucht, um die Band zu werden, die man heute ist. Mit der neu- und einzigartigen Mischung aus Industriegeräuschen und echten Instrumenten (Schlagzeug; Gitarre, Bass und Saxophon) entfesselte man vor drei Jahrzehnten den organisierten Lärm. Die Neuauflage bietet nun nicht nur den überarbeiteten Sound, sondern ebenso einige Raritäten. Das Ur-Werk klingt noch nicht so kraftvoll und brachial, eher minimal und knarzig. Die Live-Aufnahme von 1981 gab es bereits als Japan-Import und präsentiert u.a. vier Stücke, die auf keinem regulären Album zu finden sind. Für Sammler und Industrialfetischisten gibt es also ein paar Kaufgründe, der Fan der späteren Krupps kommt auch ohne diese Doppel-CD aus. (Torsten Pape)
VÖ: 19.11.10 // Synthetic Symphony
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Myspace.com/diekrupps
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Was hab' ich mich gefreut, als ich von der neuen Krupps E.P. gehört hab', hängen mir doch immernoch Lebenszeichen wie "5 Millionen" und "Der Amboss" mit Client im Ohr. Und jetzt? Ein Gefühl wie Socken zu Weihnachten! Man macht keine Luftsprünge, aber brauchen kann man's trotzdem. Sind ja auch ein paar passable Sachen dabei. Allen voran das Propaganda-Cover "Dr. Mabuse" in zwei Versionen, die beide zu überzeugen wissen, sowie "Als wären wir für immer" und "The Chamelion Man" im Vigilante-Remix, die wenigstens etwas in die oben genannte Richtung gehen. Der Rest ist halt alles irgendwie Krupps, aber knackt nicht so schön. Ach so... und für Mutti ist noch 'n "Abenteuerland"-Remix von Unheilig dabei, das ist doch was, oder? (Daniel Theberath)
VÖ: 19.11.10 // Synthetic Symphony

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Myspace.com/diekrupps
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Die Hamburger Jungs von Herrenmagazin warfen ihr zweites Album „Das wird alles einmal Dir gehören“ auf den Markt. Meine Hypothese zum Tathergang: Die standen an der Nordelbe und überlegten sich einen zusätzlichen Produktaufmerksamkeitshinweis für ihre CD. Da kam ihnen die Idee. Sie fuhren mit der U-Bahn bis Feldstraße (Heiligengeistfeld) und gingen mit den Worten „Wir wollen Remixe“ ins Audiolith Headquarter. Daraufhin wurde bei Frittenbude, Egotronic, Thilo Meyer, Säge und Tante angerufen, die sofort zusagten. Somit war die 4-Track EP im Kasten, wobei Frittenbude mit „Durch die Nächte“ gar einen neuen Song entstehen ließen. Minimalistische Mixe lieferten Säge (Juri Gagarin) und Tante mit dem „Gebrüder Panzerfaust Remix“ von „Gold für Eisen“, sowie Egotronic mit ihrem Remix von „Erinnern“. Der „Thilo Meyer-Tokracks Remix” von “Gespenster” ist hingegen ein chillig-groovender Trip. Ein hörenswertes und zudem glücklich machendes Endprodukt. (Sir Raze)
VÖ: 03.12.10 // Audiolith / Motor
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Herrenmusik.de | Audiolith.net
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Das Duo kommt aus Frankreich. Ein Land, mit einer riesigen elektronischen Szene, die es dort aber genauso schwer hat, wie die bei uns in Deutschland. Musikalisch erinnert das schon recht stark an die ganz frühen Depeche Mode, ohne, dass die Platte aber nun veraltetet klingen würde. Produziert hat das Ganze einer von Celluloide, der vielleicht besten Band dieses Landes im Bereich elektronischer Musik. Insgesamt sind auch die schnellen Stücke nicht aggressiv produziert, so dass das Album einigen dann doch zu soft sein könnte. Besonders in der heutigen Zeit, da die Jugend gerne stupides Gewummer hört. Für alte Menschen wie mich genau richtig, gefällt mir die CD nach mehrmaligem Hören immer besser. Zudem ist der Bandname einfach klasse. Für Oldschooler ein kleiner Geheimtipp, den es bislang aber vermutlich nur im Ausland zu erwerben gibt und ich bezweifle auch, dass diese CD in Deutschland je erscheinen wird. (Chucky)

Auf diesem Silberling findet man viel Licht, aber auch viel Schatten. Auf der instrumentalen Seite ist es hell, da ausgefeilte Synthiemelodien mit deutlicher Affinität zu den Klängen der Jungs aus Basildon oder auch Bietigheim-Bissingen (Camouflage) das Herz erfreuen. Der Schatten indes senkt sich hernieder, wenn es um den Gesang geht und der Labelname wird schnell zum Programm. Auf Maxi-Länge vielleicht noch nett, aber ein gesamtes Album darf von diesem Frontmann einfach nicht bestritten werden. Genau wie bei DSDS und Konsorten stellt sich zwangsläufig die Frage, warum niemand dem Vokalakrobaten mal rechtzeitig gesteckt hat, dass sein Stimmumfang sich im 3-Ton-Bereich bewegt. Also ab zum Gesangsunterricht oder gleich einen neuen Sänger gekauft, und dann das Album bitte noch einmal richtig einspielen, denn die Songs an sich sind toll. (Torsten Pape)
VÖ: 28.06.10 // Boredom
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NeutralLies.online.fr
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Seit fast 10 Jahren schwebt das Projekt Schiller nun durch die Pop-Geschichte – nahezu ohne jegliche stilistische Veränderung. Christopher von Deylen, der hinter dem Namen Schiller steckt, bedient sein dankbares Publikum mit sphärischem Trance-Pop, der durch den Gesang diverser Damen mal mehr, mal weniger veredelt wird. Mit "Lichtblick" werden die letzten "Atemlos"-Tour-Erlebnisse auf zwei DVDs festgehalten. Zusätzlich bietet eine Audio-CD neun neue – und abermals typische - Tracks. Live ist Schiller ein echtes Erlebnis, da die bombastischen Sounds durch beeindruckende Visuals unterstützt werden. Insofern kann man die Daumen für dieses Paket ruhig hochhalten, da mit viel Liebe und Aufwand ein echtes Fan-Tool geschaffen wurde. (Brunner)
VÖ: 26.11.10 // Universal
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Schillermusik.de
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Über die Jahre ist in Frankreich ein Trio gereift, das sich mit ganzem Herzen der synthetischen Tonerzeugung verschrieben hat. Mittlerweile wohl kein Geheimtipp mehr, vermischt man nahezu perfekt die minimale Kälte von Kraftwerk mit warmen Melodien und tanzbaren Beats. Kombiniert mit der zugleich kühlen und doch elektrisierenden Stimme von Frontfrau Darkleti ergibt das auf dem fünften Longplayer eine enorm hohe Hitdichte. Ein Novum ist übrigens die ausschließliche Verwendung der Muttersprache, was die Ausnahmestellung der Band noch einmal unterstreicht. Wer sich beeilt, kommt vielleicht noch in den Genuss einer der limitierten Versionen. Es erwarten ein noch ausgefalleneres Artwork, drei zusätzliche Songs sowie zwei Remixe. (Torsten Pape)
VÖ: 05.11.10 // Boredomproduct
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Celluloide.online.fr
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Die digital erhältliche Single präsentiert einen der vielen Ohrwürmer vom aktuellen Album „Hexagonal“. Das „8-Bit-Herz“ schlägt hier in vier verschiedenen, knackigen Versionen. Den Anfang macht der Mix ISO, der den Song entschlackt und die EBM-Seite betont, was sehr gut funktioniert. Die Variation von The Rorschach Garden arbeitet dagegen wunderbar das minimal-elektronische Element heraus und fügt einige gut gelaunte Blips und Bleeps hinzu. Die Kult-Schweden von Page addieren Pianotupfer und verwenden gekonnt „Speak and spell“-Ästhetiken. Said Fantasy halten den Song am Ende unter Wasser - alles blubbert, zischt und nervt. Zwischendrin wird noch fix ein schöner Remix von „Faire du bruit“ angeboten. Foretaste haben den Song deutlich flächiger und sanfter gestaltet, einige Ecken entfernt sowie eine Computerstimme hinzugefügt. (Torsten Pape)
VO: 27.09.10 // Boredomproduct
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Celluloide.online.fr |
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Unabhängig davon, wie sich der Stil des schwedischen Duos im Laufe der mittlerweile doch zahlreichen Jahre des Wirkens verändert hat - eine Eigenschaft hat die Musik vom ORE nie verloren: sie wirkt geradezu hypnotisch. Durch die eingängigen Melodien und seinen sonoren Gesang zieht Tomas Pettersson den Hörer schnell und vor allem tief in eine dunkel-erotische Parallelwelt. Zwar hat der Mastermind die sakrale Zeitlupenschwere der frühen Tage gegen teilweise luftige Folkrhythmen eingetauscht, die den Charakter von "S4H&D" ausmachen. An Ausstrahlungskraft kann diese CD jedoch kaum überboten werden. Das Album ist eine einzige düstere Orgie. Und ich bin mir sicher: wenn Stanley Kubrick diese Formation gekannt hätte, er hätte deren Musik zur Untermalung des phantastischen Maskenballs in "Eyes Wide Shut" gewählt. (Brunner)
VÖ: 29.10.10 // Out Of Line

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Ordo-Rosarius-Equilibrio.net |
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„Ein bisschen wie frühe Project Pitchfork klingt das“, meinte neulich meine allwissende Nachbarin Renate, die Pitchfork aber noch nie mochte. Was will sie uns damit sagen? Ich werde sie bei Gelegenheit mal fragen.
Mit dieser Aussage hat sie allerdings schon das Bemerkenswerteste zusammengefasst. Und ich füge noch fragweislich an, warum bei einem seit 1997 existierenden Projekt alles so billig klingen muss? Aber billig lockt ja immer! (Ho. Bo.)
VÖ: 15.10.2010 // Echozone
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Myspace.com/thedarkunspoken
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Tags darauf traf ich sie am Rand der Stadt. Stets und immer hatte sie sich für die zweite Wahl gehalten. Die Frau, die jeder erst wahrnimmt, wenn einen die Traumfrau krass abgeschossen hat. Und jetzt hatte Janosch Moldau diesen einen Song für sie geschrieben: „Second Best“. Die Beats verzerrt und tanzbar zugleich, die Gitarre gezupft, die Synths in nicht enden wollender Trauer hinzugefügt und gesungen, als habe man das Ende der Menschheit vor Augen. Moldaus Single-CD ging unter die Haut, schließlich hatte nicht nur sie sich jahrelang als Ausschussware betrachtet. 2011 sollte das neue Album des Künstlers erscheinen. „Second Best“ und „Into This Life“ gaben einen Vorgeschmack, der all jenen gefiel, deren Melancholie längst nicht zerbrochen war an der Folter des Alltags. Das Leben ging weiter. Ich drückte die Repeat-Taste und fuhr in die Stadt zurück… (Manfred Thomaser)
VO: 26.11.10 // Janosch Moldau/Conzoom
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JanoschMoldau.com
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Jon Russell, aka Jonteknik, ist ein Oldtimer unter den Synth-Poppern, der trotz seiner Arbeiten mit Paul Rutherford (Frankie Goes To Hollywood), Martin L. Gore und Paul Humphreys (OMD, Onetwo) immer irgendwie jenseits des Abblendlichts auf der Aufmerksamkeits-Trasse blieb. Er beschäftigt sich lieber mit dem Entdecken von Talenten in sozialen Netzwerken und mixt denen was. "Hollow" ist eine späte Auskopplung seines letztjährigen Longplayers “Sounds from the Electric Garden”, welche es garantiert nicht nur wegen der beseelten Schottin Blue-Jean Muir auch auf das aktuelle Conzoom-Gut "electropop.5" geschafft hat. Acht weitere Mixe davon gibt's nun in allen gangbaren Variationen elektronischer Auffassung als EP, wovon nur die vom Urgestein People Theatre, von den Fatal Eggs aus Mailand, und der um 22 h 55 erstellte Mix, dem an sich schon hervorragendem Stück noch etwas mehr an Sehnsucht hinzufügen können. (Ivo Klassmann)
VO: 01.11.10 // Jonteknik Music
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Jonteknikmusic.com
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„Es gibt so viele Weicheier auf diesem Planeten“, stieg er in die Diskussion mit ein, „die “Electropop”-Reihe musste ein Erfolg werden.“ Im Oktober 2008 gestartet, legen Conzoom Records rund zwei Jahre später bereits Volume 5 ihrer Reihe vor. Und die ist verträumt, leicht, melancholisch und verspielt, ganz so, wie guter Electropop klingt. Das gilt für Christopher Anton und Coloured Tears nicht weniger als für Haberdashery oder Hyperbubble. Hinzu kommt: elf der 13 Songversionen waren zuvor unveröffentlicht. „Es muss ja nicht immer die harte Tour sein“, gab ich zur Antwort. „Laut werden kann jeder. Stille aber vertragen nur die wirklich harten Typen.“ Gehörst Du dazu? Dann leg Dir „Electropop 5” auf die Ohren und verlier Dich außerhalb der Startbahn des konzentrierten Chaos. Anspieltipp: „Hollow“ von Jonteknik.
(Manfred Thomaser)
VO: 05.11.10 // Conzoom
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ConzoomRecords.de
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Erst Anfang des Jahres erschienen mit "Fettes " und "Brot" zwei großartige Live-Alben der norddeutschen Sprechsänger. "Aus 2 mach1" dampft diese beiden CDs zu einer zusammen. Eine Quintessenz also. Ob der Grund dafür nun tatsächlich die zur Neige gehenden Restbestände des ursprünglichen CD-Pärchens oder doch die nahenden Weihnachtstage sind – keiner weiß es. De fakto macht auch diese Platte enorm Spaß. Fettes Brot sind live unschlagbar und bieten hier alle großen Hip Hop-Hits ("Schwule Mädchen", "Nordisch By Nature" oder "An Tagen Wie Diesen") und die neue Single "Amsterdam", die wieder einen schön melancholischen Unterton hat. Dieser charmante Querschnitt-Charakter sorgt dafür, dass sich "Aus 2 mach 1" bestens auf dem Gabentisch machen wird. (Brunner)
VO: 29.10.10 // Fettes Brot Schallplatten
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FettesBrot.de
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"Discography" hat es vor 19 Jahren in die Top-10 der ewigen Best-Of-Liste der Best-Of-Alben gebracht. Ein Schicksal, was dieser neuerlichen Compilation ultimativ nicht widerfahren wird. Hier fehlt fast alles, was Ecken und Kanten hatte, gleichfalls das, wofür sie als einzige ElectroPop-Band auch im eigenen Mutterland abgöttisch verehrt werden. Der formidable Spagat zwischen Hochkultur und Italo-Disco nebst tagespolitischer Ironie ist kaum noch erkennbar, die Track-Auswahl verbreitet lediglich den Charme einer auf Hochglanz polierten Kanüle nach mehrfachem Gebrauch mitsamt den Ausdünstungen einer durchzechten Nacht. Wer ihr respektables Überleben im Popzirkus, und das man aktuell noch ganz nett "Together" ist, demonstrativ feiern mag, der sollte sich die Deluxe-Version - mit chronologisch sortierten BBC-Aufnahmen von '85 - '06 plus der Pandemonium-Tour-Performance vom diesjährigen Glastonbury-Festival auf DVD bewilligen. (Ivo Klassmann)
VO: 29.10.10 // Parlophone/EMI
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Petshopboys.co.uk
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Wer kennt sie nicht, die gepressten Best-Of-The-Best-Of-The-Best-Jubiläums-Eintöpfe diverser Bandveteranen. SE-Fans müssen hier aber netter Weise nicht den üblichen Einheitsbrei löffeln, haben sich die Jungs doch die Mühe gemacht, zu ihrem 15. Bandgeburtstag eine CD herauszubringen, die zwar so ziemlich alle ihre Hits in Anthologie bietet, diese allerdings in durchweg neuem Gewand. Und weil alleine feiern ziemlich dröge ist, haben sich auch noch so illustre Kollegen wie z.B. E-Craft und Wumpscut an der Zerlegung und Neuinterpretation der Solitary-Filetstücke beteiligt. Dass bei solchen Remix-Orgien nicht immer nur das Gelbe vom Ei rauskommt, ist sicher auch bekannt. Es überwiegt aber glücklicherweise die gute Seite der Macht, auch wenn die Songbasen unerreicht bleiben. Geboten wird dafür ein schönes Stück Erinnerung, für alle, die sich gerne erinnern. In diesem Sinne, Guten Appetit! (Frank Bentert)
VO: 22.10.10 // Out Of Line
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Solitaryexperiments.de
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Vor über zwanzig Jahren brachte ihr Song "Poison" die Belgier und den Namen Susanna Stammer in aller Ohren und Munde. Die Band sagt selbst, dass sie mit diesem Lied ihre 15 Minuten des Ruhmes hatte. Wer weiß jedoch schon, was danach geschah? Mit der vorliegenden CD gibt es - außer 6x "Gift"- auch einen repräsentativen Querschnitt des oft durchgeknallten, dann wieder coolen, aber auch düsteren Backkatalogs (1986-2007). Belgische Electro-/Wave-Tradition trifft auf schrägen Humor à la Fad Gadget. Es gibt keine weiteren Hits, dafür einige Liebhaberstücke sowie Rares und Unveröffentlichtes. Ich bezweifle, dass "Poison" heutzutage neue Fans finden kann, aber das muss es ja auch nicht unbedingt. Zwei der Versionen sind übrigens komplett überflüssig, aber dafür ist das 2000er Remake der Hammer, weil es die Geschichte der stalkenden Susanna brüllend komisch weiter spinnt. (Torsten Pape)
VO: 22.10.10 // Infacted
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Weathermen.net
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Selten habe ich in der letzten Zeit einen so coolen Beginn eines Albums gehört. Mit "Calm the weather" steht unverzüglich das Versprechen eines großen Werkes im Raum. Im Folgenden wird gepflegt an ferne 80er Zeiten, wavige Hymnen und grandiose Synthie-Melodien erinnert – und sogar Namen wie Human League, Kissing the Pink oder Icehouse kommen einem in den Sinn. Selbst hin und wieder auftauchende Dissonanzen wirken irgendwie schick. Spätestens mit dem vierten Song beginnt die Glorie jedoch merklich zu bröckeln. Man hat immer mehr das Gefühl, dass die Kanadier gegen die tollen Melodien arbeiten und unnötige Stolpersteine einbauen. Aber auch der Gesang wird auf Dauer zum nervigen Geknödel. Der Tiefpunkt ist das soulige "Better believe this". So driftet die Scheibe leider unweigerlich ins Mittelmaß ab. Schade. (Torsten Pape)
VO: 15.10.10 // Danse Macabre
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Delica-m.com
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Regelmäßig, wie die aufgehende Morgensonne, küsst uns das Bielefelder Minimalelectro-Projekt mit einem neuen Album wach. Das vorliegende Werk kommt quirliger und mit höherer Beatzahl daher als die Vorgänger. Dadurch verlieren die Songs etwas an Atmosphäre, aber es ist unmöglich beim Hören stillzusitzen. Zu sehr drücken die analogen Klangspielereien auf die Dur-Tasten und somit auf den Gute Laune-Knopf im Gehirn. Ab und zu tanzen ein paar Dandys in coolen 80er Jahre-Silberglitzerjacken durch das Gefüge der Songs. Beim Hören des Albums blitzen viele große Namen jener Dekade auf, doch richtig greifbar sind sie in der künstlerischen Eigenständigkeit von The Rorschach Garden nicht. Diese haben schon bessere Minimal Wave-Alben geschaffen - ein so gutes Synth Pop Album aber noch nicht.
(Spider)
VO: 05.11.10 // Ant-Zen
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Myspace.com/TheRorschachGarden
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Wer sich schon immer fragte, wie z.B. Demis Roussos in 'ner Takashi Murakami-Galerie ausschauen könnte, dem kann hier geholfen werden. Und wer die Packung aufmacht, findet drin nur bunte Glasur aus den 80ern - mit lustigen Gesichtern drauf. Es sind klebrige Bonitos statt knackig zeitgemäßer M&M’s. Martin Lister hat leider die alte Rezeptur vertont & beendet abrupt die bandeigene Abkehr vom Popkontext mittels ner belanglosen Hymne, die wie geschaffen für Brautmode-Outlets und Vorabendserien ist. Mit "You built me beauty and took it all away..." fand ein Outsider die angemessenen Worte & Marian Gold wie immer den richtigen Ton für jenes suizidale Comeback im Süßwarenregal. (Ivo Klassmann)
VÖ: 22.10.2010 // We Love Music
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Alphaville.de
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Dependent-Chef Stefan Herwig ist seit gefühlten 150 Jahren im Geschäft und hat ein sicheres Händchen für qualitative elektronische Musik. Das beweist auch der neunte Septic-Sampler. Namen wie Dismantled, Edge Of Dawn oder Front Line Assembly sind eine sichere Bank, wenn es ans Kompilieren einer solchen Zusammenstellung geht. Und Stefan Herwig wäre nicht dieser Electro-Nerd, wenn er nicht den ein oder anderen unbekannten Act auf die Setlist geholt hätte. Dennoch will dieser Sampler nicht ganz so überzeugen wie seine acht Vorgänger. Was fehlt, ist dieser große Moment, der einem die Ohren öffnet und für einen Augenblick den Atem raubt. Vielleicht war einfach nicht die Zeit für so einen Übersong. Oder Herwig hat ihn dieses Mal schlichtweg nicht gefunden. Macht alles nichts, denn im nächsten Jahr gibt es den zehnten Septic und dann werden die Karten neu gemischt.
(Brunner)

Der Brunner hat Recht. Hier fehlt eindeutig ein Krachersong wie z.B. "Maurerradio" von Patenbrigade: Wolff. Das wären die 2 fehlenden Punkte gewesen... (Bodyhorst)
VÖ: 24.09.2010 // Dependent
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Dependent.de
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So produktiv, wie dieser Tage, hat man Claus Larsen aka Leaether Strip wohl selbst zu seinen Anfangstagen kaum erlebt. Mit der Doppel CD "Dark Passages + Seasons Change - I don't" lässt er gleich 23 Songs auf die Fans einprasseln. Ich muss sagen, das mich das Album echt fasziniert. Claus schafft es zu alter Stärke zurück und so sind die Songs auf dieser Doppel-CD so ausgefeilt, düster und vielschichtig, wie schon lange nicht mehr. Konzipiert als Soundtrack für den Cesar Cruz-Film "Dark Passages" verwirklicht sich Claus einen lange gehegten Wunsch, indem er die komplette Film-Musik für einen Film schreiben durfte! Mit "Serenade for the Dead" konnte er in seinen Anfangstagen schon einmal eine Art Soundtrack für einen imaginären Film konzipieren, liess sich diesmal aber von einem vorhandenen Film-Skript leiten und inspirieren. Im Gegensatz zu "Serenade for the Dead" gibt es hier aber kein reines Instrumentalalbum, sondern eine Mischung aus Filmscores und durchaus clubtauglichen, typisch Leaether Strip-artigen Soundgebilden. Ich denke, dieser Cd sollte jeder echte Electro-Fan etwas abgewinnen können - ob nun "die hard"-Fan oder nicht. Hier werden alle Tugenden vereint, die ein wirklich gutes, atmosphärisches Electro-Album ausmachen. Meine Lieblingssongs: "Dark Passages", "Everything Dies", "The end of the road" oder "Door with no handle". Anhören und für gut befinden, lohnt sich! (Torben Schmidt)
VÖ: 12.11.2010 // Alpha Matrix

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Myspace.com/leaetherstrip
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Auf den Titel des Albums möchte man mit „Oder was?“ reagieren. Natürlich mit der Annahme verbunden, die Antwort würde „...oder nie mehr Disko“ sein. So passt der Song „Ihr wollt ja doch nur pogen“ sehr gut auf das Album der Züricher M.T. Dancefloor und DJ Flumroc, die die Musik von Saalschutz verschulden. Vor Jahren verpassten die beiden Spackos ihrer Musik das Genre Techno-Punk. Das passt durchaus. „Ravepunk für eine bessere Welt“ wäre auch eine schicke Sparte, so ist es eben ein Song geworden. Fette Gitarren moschen am Anfang von „In Deiner Nähe sein“, aber nicht nur da. Viel versteckte Wahrheiten beinhalten die Texte und wir erfahren, dass ein Mensch gut brennt und ein Fred vom Jupiter heutzutage wohl einfach Laserboy heissen würde. Es fetzt, dieses elektronische Pendant der Sportfreunde Stiller. Und es verspricht knarzig-verpogte Stunden inner Disse. Vielleicht sogar mit blutigen Nasen. Ob die dann ausschließlich vom wilden Pogo kommen, zweifel ich an. (Sir Raze)
VÖ: 29.10.2010 // Audiolith

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Myspace.com/saalschutz
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Seit 1999 geistert Brendan Angelides unter dem Namen Eskmo durchs Universum, erst jetzt aber veröffentlicht der Mann sein Debüt-Album. Und das hat es in sich. Unangepasst zelebriert Eskmo einen elektronischen Mix fernab der Dancefloors und des Pop, der griffig genug ist, um ein Massenpublikum zu finden. Schräge Beats erinnern an Interpreten der Marke Aphex Twin und Funkstörung. Sphärische Elemente schweben wie Planeten durchs All. Hier und da geht Eskmos Stimme um, überlässt das Album aber vielfach einer ebenso experimentellen wie instrumentalen Klangverschiebung. Und so wie Massive Attack oder Aphex Twin einstmals Alben fernab des Mainstream schufen, die zum Verkaufserfolg avancierten, so bewegt sich Eskmo auf dem schmalen Grad zwischen Experiment und Erfolg.
(Manfred Thomaser)
VÖ: 15.10.2010 // Ninja Tune

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Myspace.com/eskmo
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Die Meeresbrise aus Brighton bläst mit den Mirrors eine frische Brise New Romantic in den heimischen CD Spieler. Die synthetischen Klänge schlängeln sich auf der Suche nach der immer guten Welt in sehnsuchtsvollen Melodien, ohne dabei zu sehr in Pathos zu verfallen und ganz ohne Spuren vom Wandel der Trends. Nur im Gesang schwebt ein Hauch von späteren Epochen englischer Indiepop-Geschichte. Dieser zeigt sich ab und an als kleiner Schwachpunkt. Immer dann, wenn er eine Nuance zu hoch angesetzt ist. Das die Band demnächst als Support für OMD auf der Bühne steht, passt. Genau wie diese haben sie die Gabe, mit kleinen Mitteln große Melodien zu zaubern. Allerdings auch die Parallele, dass dies nicht einheitlich und gänzlich über die gesamte Albumlänge gilt. Trotzdem dürfen die Tanzflächen wieder schwarz-weiß gekachelt werden. (Spider)
Nach dem Cover meinend, die Herrschaften möchten hier Kraftwerk imitieren, klingt die CD dann eher nach der letzten OMD und ein paar anderen Sachen aus den 80ern. Der Sänger hat, insbesondere wenn er die Stimme erhebt, eine ziemliche Ähnlichkeit mit Harry Mc Veigh von den White Lies. Jedenfalls legt das Quartett hier ein wirklich sehr schönes Debut vor. Zwar haben die Jungs nicht die absoluten Killerrefrains am Start, aber das ganze Drumherum stimmt und die vielen Instrumentalpassagen, die dann doch ein wenig an Kraftwerk erinnern, sind ungewöhnlich für Popsongs und mal richtig gut geworden. Abgesehen von zwei (kleinen) Durchhängern ein wirklich cooles Album, das Fans von De/Vision oder Erasure gefallen sollte oder allgemein Menschen, die eher auf synthetische Popmusik stehen, denn auf Knicklichtgebretter. OMD können jetzt endgültig in den wohlverdienten Ruhestand gehen, die Mirrors werden das Erbe weiterführen. (Chucky)
VÖ: 18.03.2011 // PIAS

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Myspace.com/mirrorsmirrorsmirrors
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Chassagnard, eine Hälfte des französischen Downbeat-Ambient Projektes Ab Ovo, nippt ordentlich an Tangerine Dream. Sehr verträumte Kosmos-Diashows. Nur mit kratzigem, verkrusteten Diafilm. Gefällt ungemein. Da schlurft der Beat, und torkelt die Fläche. Und dennoch bleibt es organisch, melodisch und groovend. Blubbernde Space-ismen treffen auf verwaschene Stimmfetzen und rumorendes Dronen. Mit Gummi überzogen prallen metallene Beats an allerlei Klangfetzen ab und scheinen sich im Drall des Rückstosses fröhlich einen zu kichern. Hippietronik trifft auf IDM ohne ins Naiv-Kitschige abzugleiten. Krautbient der besten Sorte. Und nun schon zum zweiten Mal auf Albumlänge eine richtig feine Sache. (Tilltm)
VO: 04.03.2011 // Hymen
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Hymen-records.com
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Es ist eine Binse, aber es muss in Anbetracht dieses Albums mal wieder gesagt werden: Die Genre-Ränder sind verdammt ausgefranst. Das Vermuscheln von Stilen hat echte Ausmaße angenommen. Den Schweizern ABS6, je zur Hälfte aus den Netzlabelaktivisten Gerbem und Piouk! bestehend, gebührt hohe Anerkennung etwas zu komponieren, das die Rezensenten in Beschreibungsnot bringt. Irgendwo zwischen The Black Dog auf Breakcore, Drum'n'Bass'n'Lustmord oder Somatic Responses in Zeitlupe. Es ist von Track zu Track spannend. Macht wirklich Spaß. Der Nachteil der Elektronikmelange: Wie ein rundgeschliffener Kiesel im Sog der Gezeiten fehlt dem Ganzen das Profil. Wenn man so will der Markenkern, der einen beim Hörer in Erinnerung bleiben lässt. Man hört's fluffig durch und hat's sofort wieder vergessen. Zurück bleibt nur ein diffuses war-schon-irgendwie-gut. Eigentlich schade bei so viel Potenzial. (Tilltm)
VO: 26.11.2010 // Hymen
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Hymen-records.com
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Tympanik-Records (USA) presents
(by Dr. Junk, das Panikorchester):
Mit zerstörerischer Harmonie präsentiert autoclav1.1, der Richard Clayderman der Elektro/EBM-Szene, seinen neuen Silberling. Seine Pianoklänge werden mit voller Stimmgewalt von Claus Larsen (Leæther Strip), Martin Bowes (Attrition) und anderen begleitet. Xotox leihen autoclav1.1 ein paar Sounds aus und machen so den Silberling rund.
Nix Natur und Öko, mit derben Electrosounds und –breaks kommen Famine da aus der Jutetüte. Besonders gefallen hat mir die Phase, als meine Frau den Dyson angemacht hat, aber das ist ja auch Geschmackssache. Wer meine Frisur kennt, weiß, dass ich davon wenig hab.
Leicht noisig angehauchten Elektrosound mit rhythmischen Beats präsentieren uns C.H. District. Verspielt und abwechslungsreich, aber teilweise auch etwas langatmig kommen die Songs aus den Boxen. Bis auf ein Song sind nur instrumantale Stücke auf dem Album. Leider, denn mehr Titel wie „Like A Human“ (feat. Tomtylor) würden das Album aufpeppen.
Elektronische Soundspielereien an denen man sich nicht satt hören kann, denn das Album wird auch nach dem x-ten hören nicht langweilig. Breakbeats, Loops und schöne Melodien paaren sich auf der CD, wie verliebte Pärchen im Frühling.
Durch und durch ein eingängies Album, Anspieltipps: „Tolopea“ und „Plankton“.
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Tympanikaudio.com
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Der einst mit Front Line Assembly kämpfende Krieger Rhys Fulber ist schon seit einiger Zeit musikalisch ruhiger geworden. Erst im Delerium und nun mit seinem Projekt Conjure One erhebt er sich zum Exilarch der Liebhaber chilliger elektronischer Musik. Dabei kommen ihm Sängerinnen zu Hilfe, deren Stimmen so mächtig sind, wie das altertümliche Babylon. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern verlässt er öfter die Pfade klar strukturierter Songs und reist durch eine Wüste endloser Klangweiten. Seiner Karawane folgen arabische Musikanten, Melodien aus 1001 Nacht und Trip Hop-hörende Abenteuer-Touristen. Nicht immer wiegen sie sich in perfekter Einheit. Doch die ausbrechenden Spuren finden stets doch eine gemeinsame Route, auch wenn man ab und an der Monotonie der Wüste anheim fällt. So sind die letzten Schritte zum Ziel nicht mehr so kraftvoll und die Oasen nicht mehr gänzlich erfrischend.
(Spider)
VÖ: 02.2011 // Nettwerk

Leser des Bodystylers rollen für gewöhnlich verliebt die Augen sind Namen wie Front Line Assembly und Delerium erst einmal gefallen. Die Industrial-Ikone auf der einen Seite, wie auch die Electro-Weltmusik-Legende auf der anderen, wurden bislang neben Bill Leeb vor allem durch Rhys Fulber geprägt. Conjure One ist Fulbers Solo-Projekt, “Exilarch” das dritte Album. Sphärische Arrangements, engelsgleiche Stimmen sowie groovige Beats und filmische Instrumentals prägen das Fundament. Hinzu kommen Elemente aus Weltmusik und Industrial, die einen Mix ergeben, wie man ihn in dieser Güte neben Conjure One nur von Delerium kennt. Den großen Unterschied machen vor allem die Bassmelodien aus, die bei Conjure One weniger präsent sind. Fazit: „Exilarch“ ist bestens geeignet für die Nacht. (Manfred Thomaser)
VÖ: 02.2011 // Nettwerk
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ConjureOne.com
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So nobel der Plan ist, in Form dieser Compilation eine Art Lehrstunde in Sachen Remix-Kultur zu geben – er (der Plan) will nicht ganz aufgehen. Blank und Jones lassen auf "RMX – CbBJ" ausnahmslos die ganz großen des Musikzirkus' zu Wort kommen: Depeche Mode, Pet Shop Boys, Robbie Williams, OMD, Kat Perry, Blur, Moby, Goldfrapp. Und doch wirkt die Zusammenstellung leblos und hölzern. Woran das liegt, vermag ich nicht genau zu sagen. Vielleicht ist es das Zusammenfügen unterschiedlicher musikalischer Epochen, vielleicht die Auswahl an sich (die Remixe der phantastischen Tracks "We Are The People" von Empire Of The Sun oder "Go" von Moby nerven einfach nur) – vielleicht liegt es aber auch schlichtweg daran, dass die Herren Blank und Jones diese Form der Veröffentlichung durch eine wahre Sampler-Flut zu sehr ausgereizt haben und sich am Ende selber überflüssig machen. (Brunner)
VÖ: 25.02.2011 // EMI

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blankandjones.com
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Wie großartig der Dependent-Katalog einmal war, zeigt diese Zusammenstellung. Vor ca. einem halben Jahrzehnt veröffentlichte – bis auf ganz wenige Ausnahmen – jede hörenswerte Electro-Kapelle bei der Gelsenkirchener Plattenbude. Labelchef Stefan Herwig bewies ein ums andere Mal ein goldenes Händchen, bot unbekannten Acts eine Plattform und ebnete nicht wenigen davon den Weg zum Erfolg. Und so kann man mit dieser Compilation und Hits von Acts wie VNV Nation, Covenant, Suicide Commando, Dismantled, Interlace, Pride And Fall, Rotersand oder Seabound bzw. Mind.In.A.Box oder Fractured noch einmal zurückreisen in diese tolle Zeit, in der Gelsenkirchen der Nabel der Electro-Welt war. Was mich nur wundert, lieber Dr. Herwig: weshalb fehlen die phantastischen Ivory Frequency? (Brunner)
VÖ: 25.02.2011 // Dependent

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Dependent.de
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Angesichts eines Preises von unter 10,- Euro stimmt das Preisleistungsverhältnis auf dieser Compilation. Wie gewohnt stellt "Dependence" eine runde Werkschau der Plattenfirma aus dem Ruhrpott dar. Mit ausschließlich unveröffentlichtem Material zeigen die Dependent-Bands, womit sie im Jahr 2011 das Publikum begeistern wollen. Das gebotene Programm kann dabei gut unterhalten. Verglichen mit den früheren Ausgaben dieser Zusammenstellung, vor allem aber im direkten Vergleich zu den "Club Anthems", fällt auf, dass der Labelkatalog lange nicht mehr so homogen und hochwertig ist. Sicher, die bekannten Namen (Stromkern, Edge Of Dawn) können das gewohnte Niveau halten. Gerade die neuen Signings jedoch lassen diese Qualität missen, sodass der 2011er "Dependence" als lediglich mittelmäßiger Jahrgang gewertet werden muss. (Brunner)
VÖ: 25.02.2011 // Dependent

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Dependent.de
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Das Projekt Egoamp ließ sich für dieses Album stark von dem Stummfilmklassiker "Das Kabinett des Dr. Caligari" inspirieren. Ihre Coverversion "The Cabinet" beweist sehr eindrucksvoll, dass man diesen Film durchaus mit treibenden, dunklen, elektronischen Dark Wave-Melodien unterlegen kann. Dazu passt die kalt temperierte Stimme, die dennoch wohlklingend über den Inhalt des Films referiert. Auf Albumlänge variiert man stilistisch, um den Zuhörer nicht in eine somnambule Starre zu versetzen. Dieser Jahrmarkt diverser Synth Pop-Variationen ist unterhaltsam. Allerdings muss man erst am Einlasser "Holstenwall" vorbeikommen, der mit verkaterter Stimme seinen Text nöhlt. Doch dann entwickelt sich streckenweise durchaus Magie, bei der die Musikanten mehr Beifall erhaschen. Ob sich alle Synth Pop Mädchen, nach dem Hören der CD diesen Film anstatt Sex & the City anschauen, bleibt abzuwarten. Die Jungs warten auf die 18er Variante.
(Spider)
VÖ: 22.02.2011 // Ionium

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Ego-Amp.com
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Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein. Zum Glück, denn in diesem Fall hat das kleine Norddeutsche Label Anna Logue Records eine Minimal-Perle gefischt und veröffentlicht, die bereits zwischen den Jahren 1979 und 1983 glänzte. Der Engländer Paul Chambers ist ein Pionier der Dark-Minimal-Electronic Musik. Sein Sound, u.a. vom Roland SH-1, Korg MS-20 und dem Boss DR-55 erzeugt, katapultiert die Hörerschaft in das düster-schillernde Flair der Achtziger Jahre. Eine grell erklingende Gitarre verfeinert die Szenerie, einer nicht unerheblichen Anzahl von berauschenden Instrumentals. Bei „The Appointment With Fear“, „You Are Time“, „Take A Ticket“ oder „Steering Solo“ greift der Meister dann zum Gesang und hat damit den wiederkehrenden Schauer auf der Haut fest im Griff. Freunden von Absolute Body Control, Suicide, Gary Numan, John Foxx, The Normal oder Cabaret Voltaire sei dieses LP-und CD-Set wärmstens ans Herz gelegt. (Sir Raze)
VÖ: 02.2011 // Anna Logue

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Myspace.com/paulchambers7
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Die zweite Single aus "Indicator" ist einer dieser Midtemposongs, die man einfach sofort ins Herz schließen muss. Es ist schlicht alles dabei, was der Fan an der Band über die Jahre zu schätzen gelernt hat und nur zu gern gibt man sich der schwelgerischen Stimmung hin. Das frei übersetzte und nur vom Piano begleitete Pendant "Bei Nacht" kann im Folgenden die romantische Verklärung sogar noch potenzieren. Perfekt und genial! Genau wie das vollkommen anders gelagerte "Young 2010", das man schon von der limitierten Bonus-Disc des Albums kennt. "Manic" geht titelgerecht in die hektische, ja panische Richtung, überrascht jedoch mit eingeschobener 80er-Ästhetik. Ruhig und grandios lässt die akustische Live-Version von "Away" den gelungenen akustischen Nachtisch ausklingen. (Torsten Pape)
VÖ: 11.02.11 // Chrom

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Deine-Lakaien.com
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Niemand wird bestreiten können, dass 1993 mit dem vorliegenden Album ein Meilenstein des Electro-Gitarren-Crossovers erschien. Dieses Werk knallt bis heute gewaltig und punktet zudem mit enormer Hitdichte. Keine Frage also, dass die Wiederveröffentlichung mit aufpoliertem Sound und tollem Layout/Booklet mehr als gerechtfertigt ist. Obendrauf gibt es einen Bonus-Silberling, dessen Hauptanteil aus den Stücken der 1994 folgenden "The final Remixes"-CD besteht. Hier wird der Crossover-Gedanke auf die Spitze getrieben, und nicht alles ist folglich für jedes Ohr gut hörbar. Allein jedoch die Tatsache, dass es sonst kaum Remixarbeiten von Andrew Eldritch oder FM Einheit von den Neubauten gibt, ist schon wieder ziemlich cool. Fünf damals enthaltene Versionen von älteren Songs wurden übrigens konsequenterweise durch vier rare Remixe von "Final option"-Tracks ersetzt. (Torsten Pape)
VÖ: 11.02.11 // Synthetic Symphony

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Myspace.com/diekrupps
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Man sollte kaum glauben, dass man bei ewiger und eisiger Kälte kreativ und energiegeladen, ja gar feuerspuckend vor treibender physischer wie psychischer Frische sein kann. Die seit 2005 exsitierende finnische Band BLD beweist dies mal wieder auf's Neue, das es doch geht. Schier unbegrenzt liefern sie einen Cocktail verschiedenster Stilmischungen, die jedoch im Labelinfo grob als Elektro-Metal zusammengefasst werden. Seh ich nicht ganz so, denn es ist für jeden etwas dabei. Ein bißchen Jay Gordon (Orgy), ein bißchen Ville Valo (HIM), eine Prise PAIN, vermischt mit OOMPH, 69 Eyes, Krupps und Static-X. Es wirkt verspielt und doch professionell, erfrischend und melancholisch zugleich- und auf alle Fälle tanzbeinschwingend. Also: ab auf die Tanzfläche, Jungs und Mädels! (Manuela Seiler)
VÖ: 04.02.11 // Danse Macabre

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Myspace.com/blackld
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Mit ordentlich viel Lichthupe düsen Waves Under Water auf ihrem zweiten Album auf der Überholspur. Im Gegensatz zum eher melancholischen Debüt "Serpents and the tree" wurde wesentlich mehr Druck auf die Keyboards gepumpt und die Songgebilde auf absolute Tanzfreundlichkeit getrimmt. Gewachsen ist auch der Gesang von Angelica Segerbäck, der selbstbewusst und betörend die Stücke leitet. Geblieben ist das Gespür von Johan Svärdshammar, absolut schmeichelnde Ohrwürmer zu kreieren, die auch im Tempo reichlich Melancholie bieten. Bezeichnend dafür die fetzende Single "Red Red Star". Dennoch wird das größte Kino des Albums bei der Gänsehaut-Ballade "My judgement day" geboten. Der Autor dieser Zeilen entlässt Euch mit einem wohligen Seufzer. (Spider)
VÖ: 18.02.11 // Danse Macabre

Es gibt zwei Fenster, aus denen wir gerade schauen: das eine zeigt uns den kalten und ungemütlichen Februar in seiner ganzen Schwerfälligkeit, das andere lässt uns gefühlsmäßig unter Wasser tauchen und gleichzeitig traumwandlerisch abheben in andere Gefilde – begleitet von technisch-maschineller Unterkühlung und romantisch-barocker Anmut. Das schwedische Duo lässt uns wohlig tanzend zwischen Synthie-Pop und Darkwave zu ihrem mittlerweile zweiten Album in die neue Atmosphäre katapultieren, um den Mann im Mond zu besuchen. Bis auf die letzten beiden leider etwas stilbrechenden Remixe eine tolle Raumwasserschifffahrt.
(Manuela Seiler)
VÖ: 18.02.11 // Danse Macabre

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Myspace.com/wavesunderwater
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Dass Berlin nach wie vor die (heimliche) Hauptstadt des Techno ist, liegt nicht zuletzt daran, dass Leute wie Ellen Alien auf ihren feinen Labels regelmäßig hochkarätige Acts zum Zug kommen lassen. „Werkschau“ – anlässlich des 12. Label-Geburtstages zusammengestellt und veröffentlicht – präsentiert 17 BPitch-Akteure mit unveröffentlichten Tracks. Zugpferde sind dabei natürlich Label-Queen Ellen herself (großartig minimal mit „The Kiss“) und der durch den großartigen Film/Soundtrack „Berlin Caling“ gehypte Paul Kalkbrenner („Plätscher“ könnte eben von dort stammen). Es gibt viel zu entdecken auf „Werkschau“, wobei die eigentlichen Stars die eher unbekannten Acts sind. Techno ist schon lange nicht mehr nur Bummbumm, sondern enorm vielschichtig und spannend – dank Leuten wie Ellen Alien, aber das hatten wir ja schon. (Brunner)
VÖ: 31.01.11 // BPitch Control

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bpitchcontrol.de |
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Da will man gerade wieder mit all den überschwänglichen Gefühlen abschließen und dann haucht dir plötzlich Suzy On The Rocks mit filigraner Raffinesse jegliches Trübsal nebst Rationalität aus dem Hirn. Euphorisch verstärkt werden die Gefühlsturbulenzen durch JBAG‘s Hot Pop-Remix, für noch mehr Kontraktionen sorgen das A.G.Trio und Pola-Riot. Der Ex-Schweizer Seelenluft macht letztlich noch seinem Vornamen Beat alle Ehre, er findet den perfekten vom Reiz hin zum Impuls. Diese Army ist auf dem Vormarsch in die Clubs, es ist nun dein Song und zwischenmenschliche Neurosen werden ab sofort auf der Tanzfläche geschmeidig mit Füßen getreten! (Ivo Klassmann)
VÖ: 28.01.11 // Universal

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BunnyLake.net |
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"Music for the Cold & Rainy Season" - Die Schönheit der Melancholie wollten die Herren Blank und Jones mit dieser Compilation einfangen. Prominent unterstützt von Depeche Mode, Moby oder Trentemöller. Und dennoch will der Funke hier nicht richtig überspringen. Statt Melancholie tritt oftmals – nämlich immer dann, wenn eben nicht die erste Garde musiziert - blanke Langeweile in den Vordergrund. Als genehme Untermalung für entspannte Tätigkeiten kann man „Chilltronica No. 2“ getrost heranziehen. Wenn es dann aber ans Eingemachte gehen soll, geht dieser Zusammenstellung schnell die Puste aus. (Brunner)
VÖ: 26.11.2010 // Soundcolours

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Blankandjones.com |
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Minimal und organisch präsentiert sich „Ballet Mechanic“ von Pleq, dem Projekt des Warschauer Philosophie Studenten Bartosz Dziadosz. Es ist purer Ambient. Man könnte die Musik auch als magisches Kopfkino beschreiben. Jedoch sollten die Klänge nicht darauf reduziert werden. So rauscht, fiept, flirrt, wabert und knistert es sich auf 6 Tracks. Dazu gesellen sich Geräusche, die von einer laufenden Turbine stammen könnten. Es ist positiv verstörende und gleichzeitig negativ faszinierende Musik, die von einigen Menschen als durchaus belastend empfunden werden könnte. Mitsummer haben hier keine Chance, denn es existieren keine vernehmbaren Melo-Läufe. Die Ausnahme bildet „Good Night“. Hier wurde eine abendliche Stimmung gekonnt vertont. Abschließend kann man sagen, dass es, wie bei jeder anderen Musik auch, um das Einfangen von Emotionen geht. Dafür entwickelte Dziadosz ein geschicktes Händchen. (Sir Raze)
VÖ: ? // Basses Frequences

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Myspace.com/pleq |
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Zugegeben, ich hatte noch nie zuvor was von Ejaculator... tschuldigung... Escalator gehört. Klingt, als ob die alten Evils Toy über Welle Erdball „funken“, und dabei manchmal einen 80er Jahre Sender streifen - nur anders.
Mir ist allerdings nicht ganz klar, was die neue CD mit nur 8 Songs sein soll. Eine zu lang geratene EP oder ein zu kurzes Album?! Allerdings hat man es so leichter den Ohren genau in der Mitte eine Pause zu gönnen, um dann die restlichen 4 (keine neue Serie über Superhelden im Altenheim!) durch die Gehörgänge rumpeln zu lassen.
Denn rummsen kann sie ordentlich, und wenn in dem Krach noch Melodie und ein ordentlicher Refrain zu erkennen sind, ist alles gut.
Escalator wird sicher seine Zielgruppe haben und erreichen, meine eingangs erwähnte Unwissenheit würde mich aber auch weiterhin nicht stören.
(Daniel Theberath)
VÖ: 24.01.2011 // EKProduct

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Myspace.com/escalatorebm |
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Doc Benecke ist nicht zu bremsen. Ein mal Blut geleckt und schon hat er sich im Patenbrigade-Studio festgesaugt. Grell, großspurig, aber doch auch vieles mehr ist sein Konterpart zu den mirakulösen Leidensgebärden der Sara
Noxx, welche einen windelweich in der linken Brust klopfen. Niedrige Instinkte und hohe Erwartungen, die Beiden haben das gesamte Impressions-Spektrum auf Lager und niemand hätte wohl ahnen können, dass es nach den Chicks on Speed noch irgendwem gelingt, mit drei Schippen Galgenhumor mehr diesen Schmachtfetzen zu karikieren. Der exaltierten Synth-Phantasie folgt die Nonvoxx-Version nebst einer für nimmermüde Tanzboden-Vampire. Der Feindflug-Remix unterstreicht erneut die Notwendigkeit einer explizit sensiblen Frontfrau und das Video der Aufnahmesession dürfte wohl schon die Nominierung für den Comedypreis in der Tasche haben! (Ivo Klassmann)
VÖ: 28.01.2011 // Prussia

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saranoxx.com | benecke.com |
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Hinter diesem Projekt verbergen sich Weathermen Jimmyjoe Snark III und Seabound- und Edge of dawn-Sänger Frank M. Spinath. Das Album ist eigentlich mehr eine Zusammenfassung von bereits auf EP veröffentlichten Stücken und Remixen und anderem bekannten, aber eben auch neuem Material.
Genug der Klugscheißerei. Die CD ist nämlich total knorke. Denn schließlich hat sich Jimmyjoe schon immer abseits aller EBM-Trampelpfaden bewegt und auch für Ghost & Writer hat er höchst melodische und pulsierende Kleinoden erschaffen. Die Bandbreite reicht von beschwingt tanzbaren Songs bis zu tiefgründigen musikalischen Roadmovies, denen aber allen eine lyrische Tiefgründigkeit zugrunde liegt. Durch die unverwechselbare, großartige Stimme von Spinath werden diese stark wie Popeye. Kein Wunder, dass die Creme de la Creme der elektronischen Szene wie Iris, File not Found oder Edge of dawn deshalb hörenswert die Remix-Olivia mimt. (Spider) VÖ: 28.01.2011 // Dependent

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Myspace.com/GhostAndWriter |
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Beschränkte sich Unsereins noch darauf, die Arbeiterklasse in der Form zu ehren, dass wir in Kindertagen Briefe und Bilder an die fleißige Kranführerin schickten oder uns allenfalls ein paar Jahre später selbst im blauen Gewand ins Tal der Werktätigen wagten, entschloss sich die Patenbrigade: Wolff schon vor geraumer Zeit dem Arbeiter per se mit ihrer Gründung ein musikalisches Ehrenmal zu setzen. Ob dies nun daran lag, dass die Aktivisten der Brigade weder malen noch schreiben können oder einfach nur keine Kranführerin kennen, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden, da die Hintergrundinfos fehlen. Fakt ist allerdings, dass der Produktionsplan erfüllt wurde und nun zum Jahresbeginn ein (fast) neues Werkstück vorliegt — Verbundstoff. Fast neu deshalb, weil es sich um ein Remix-Album handelt. Kennern der Brigade werden die Stücke, trotz Neuinterpretation, in ihrer Grundform also schon bekannt sein. Allen anderen sei gesagt, dass das real existierende Bild des 3-B-Arbeiters (Bockwurst, Bier & Bild) mit Schnauzbart und Spiegeleierbauch beim hören komplett reformiert wird, passt zum fluffig-technoiden Wohlfühl-Elektro, der sich in 15 Episoden durch die Boxen ergießt, doch eher die Szenerie, von durchtrainierten Schönlingen, die sich, schweißgebadet und oben ohne, gegenseitig in elfengleicher Leichtigkeit die Stahlträger zuwerfen. Wäre die Spezies „Arbeiter“ nur halb so attraktiv, wie sie hier in musikalischer Form präsentiert wird, würden wir wohl an keinem Baugerüst mehr vorbeikommen ohne uns die Lippen blutig zu pfeifen. Einziger Wermutstropfen ist, dass nicht alle Stücke auf gleich hohem Niveau bestehen können. Dies wird im kollektiven Bewusstsein aber vom überwiegend exquisiten Teil des Albums ohne Weiteres übertönt.
(Frank Bentert)

Schweißtropfen auf Bauarbeiterhaut, durch den Raum schwebende BHs, Beats und Bässe,… Wer zur „Ü - Patenbrigade: Wolff“ Fete in den Club geht, den treibt nur eine Sorge um: „Bin ich stark genug für diese Nacht?“ Und wer sich als DJ Gedanken übers Programm macht, der hat den „Verbundstoff“ zu Hause vergessen. Dieses Album legt sich von alleine auf und läuft ohne Unterbrechung durch. Electro-Pop, Dance, Trance, ein bisschen Techno und Kraftwerk schieben diesen Tag cleaner Wutbürger dorthin, wohin das Leben gehört: niemand geht irgendjemandem auf den Sack. Bestückt mit krisensicheren Schutzhelmen wandeln die Patenbrigade: Wolff-Bosse umher, den Weltfrieden genießend. Wieder wurde ein Planet gerettet, zusammengehalten vom einzigen „Verbundstoff“ unserer Zeit. (Manfred Thomaser)

Nachdem die fleißigen Bauarbeiter der Patenbrigade Wolff ein beachtliches Gebäude aus solidem Baustoff erschufen, dürfen nun die Architekturstudenten daran werkeln. Nicht jeder hat dabei Examensreife. Denn Beispiele wie die Akustik Version von "Fehler 404" oder der Zungenbrecher House Remix von "Neverland" gehören in den Sandkasten der unnötigen Belanglosigkeiten. Überzeugender sind da die Neuaufbereitungen der Songs, die wenig am 1A-Grundmaterial geändert haben, wie z.B. bei den wunderbar poppenden Rohrlegern. Und ganz klar: wie der Meister kann es keiner. Das beweisen die famosen neuen Stücke zum Abschluss des Werks, die moderne, kreative und dennoch sofort heimelige Klangbaukunst darstellen. Bei der Abnahme lässt sich also sagen: bis auf einige Baumängel, wurde der Verbundstoff ordentlich verarbeitet. Das wohl bekannte Arbeitsmaterial wurde überwiegend kreativ im Betonmischer durch - und Neues locker aus dem Ärmel geschüttelt.
(Spider)

Der Bodystyler beschäftigt sich nur dann mit niveauvoller Musik, wenn, wie bei dieser VÖ, harte Arbeit erkennbar ist. Letztendlich arbeiten die Redakteure selbst sehr hart und können mit geschulten Ohren eine Leistung gebührend einschätzen. Als ich mich beispielsweise heute Morgen in aller Frühe um 11:00 Uhr mit einer Tasse peppigen Kaffee hoch peitschte, lag plötzlich diese CD in meiner To Do-Ablage. Meine Sekretärin stand mit isländischer Capelet Kutte in Weiss mild lächelnd daneben. Ich hörte also mal nicht Merzbow zum fit werden, sondern befasste mich erstmals intensiv mit Wolffs Patenbrigade. Zwei Versionen von „Voyage“ feat. Antje Dieckmann, die einst bei der Band Mortalia sang, begrüßen sogleich den Hörer recht dance-dominant. Bis Lied 7 bleibt es tanzlastig und clubkompatibel, aber trivial. Danach entfaltet sich, beginnend mit dem „Goja Moon Rockah Remix“ von „Popmusik für Rohrleger“, eine gewisse Vielfältigkeit. Die hochgeschätzten 80s-Einflüsse früherer P:W-Alben greifen wieder, sogar akustische Gitarren kommen zum Einsatz. „Fragrance“ meine ich schon einmal unter anderem Titel gehört zu haben, jedoch entfaltete das Lied in der ursprünglichen Instrumentalversion weitaus mehr Charme. „Blitzschlag“, „Heimweg“, „Nachtschicht“ und „Schlusslicht“ sind mit ihrem sphärischen Klangbild und traumhaften Melodien die Filetstücke dieser CD, bei der alle Lieder ineinander gemixt wurden, also Verbundstoff sind. (Sir Raze)
VÖ: 04.02.11 // Zweieck Recordings
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Myspace.com/PatenbrigadeWolff
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Tympanik-Records (USA) presents
(by Junk, das Panikorchester):
Im Presseinfo steht über diese CD „…melding Industrial-like rhythms with enormous atmospheres and tribal beatwork…”, tut mir leid, Industrialrhythmen kann ich hier keine hören, aber um so mehr atmospherische Sounds mit Tribalbeats und dazu sehr viele orientalische Klänge. Klingt eher nach „Gabriel Le Mar“ als nach Industrial, macht das Album aber nicht schlechter.
Sven Väth würde sagen „Gude Laune Alder“, denn das was Candle Nine hier als Debütalbum abliefern ist viel zu geil für diese Welt. Candle Nine ist das, was ich als typischen „Tympanik“-Sound definiere, Rhythmus, Noise, Electro, Breakbeats und damit es nicht langweilig wird, auch noch eine Brise Chill(i). Gehört für mich mit zu den besten Releases von Tympanik.
Da ich schon bei den besten Releases bin, was Totakeke mit ihrem letzten Album „The Things That Disappear…“ abgeliefert haben, war auch so ein Hammer. Das neue Album ist anders, wesentlich härter, weniger ruhige Elemente. Wem das letzte Album zu verspielt war, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Totakeke prägt weiter den Sound von „Tympanik“.
„…all tracks produced then destroyed by Zeller…”, steht auf dem von Salt gestalteten Cover. Die Aussage trifft den 9 Zoll Nagel auf den Kopp, ziemlich zerstörerisch und krachig. Klingt wie Autechre auf einem AntZen Trip, Electro trifft auf Rhythm Noise. Zeller war mal bei Hymen, erklärt einiges.
Ein Kessel Buntes wird uns hier auf der DoppelCD präsentiert, denn jeder Song ist in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern entstanden. So wundert es nicht, das sich Electro, Noise, Breakbeat mit Gesang, Rap und Tekkno paaren.
Sehr abwechslungreich, aber auch gewöhnungsbedürftig.
Fractional machen es einem nicht einfach. Man fühlt sich wie nach einer Behandlung von Jigsaw (Saw), nach der man (aber auch Frau) mit süßem Honig wieder zusammengeklebt wurde. Jeder Song verbindet diverse Fragmente zu einer Einheit, klingt für mich wie „Science Fiction Industrial BreakCore Chill Out“. Keine Ahnung was ich meine? Stück 5 „Thear“ hören und sich auf einen Besuch von Jigsaw freuen (und natürlich den Honig).
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Tympanikaudio.com |
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Neben der „Septic“-Reihe zählen die „AE“-Sampler definitiv zu den anschaffenswerten Compilations im alternativen Sektor. Das ändert sich auch mit dieser Ausgabe nicht und die Qualität der meisten präsentierten Songs ist überzeugend, wobei ich mich besonders über den lobenswert geringen Hellectro-Anteil gefreut habe. Das musikalische Spektrum ist gewohnt breit gefächert und viele Tracks sind exklusiv oder wenigstens rar, obwohl man über die letzte Begrifflichkeit manchmal gut streiten könnte. Meine persönlichen Hochlichter sind: Covenant, Amgod, Supershirt, Encephalon, Skold vs KMFDM und Decoded Feedback. Die wenigen totalen Durchhänger sind Lacrimosa und (leider) Fractured sowie einige der Videos auf der DVD (oftmals nur live oder musikalisch fragwürdig). Am Ende liegt somit nicht der beste, aber ein guter „AE“-Spross vor. (Torsten Pape)
VÖ: 03.12.10 // SPV
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Myspace.com/advancedelectronics
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Seit ein paar Jahren schwirrt der Name Stereomotion durch den elektronischen Äther. Als Beobachter muss man attestieren, dass das Soloprojekt von Florian Jäger mit der Zeit an Vielschichtigkeit gewonnen hat. Eigenständig ist dabei jedoch nur ansatzweise die Mischung der Einflüsse, denn mit der Erwähnung der Bands Suicide Commando, VNV Nation, :W: und SITD landet man einen fast hundertprozentigen Treffer. Auf der Remix-CD „Stolz und Demut“ wird nun ein neues Bandmitglied präsentiert und mit ihm das neue „Anthem“, das echte Hitqualitäten besitzt, aber die schon damals nicht neuen Pianosounds des Tracks „Forgiven“ recycelt. Ansonsten wurden sieben Songs des letzten Albums und ein ganz altes Stück von diversen, eher unbekannten Bands durchaus hörenswert bearbeitet. Wer nach Alternativen zu den genannten Bands sucht, wird hier ordentlich bedient. (Torsten Pape)
VO: 10.12.2010 // Danse Macabre
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Stereomotion.de
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Wer hat, der kann! — sagt der Volksmund. Angewendet auf die schwedischen Dancefloor-Hymnen-Designer, könnte diese Aussage als Beschreibung der Qualität, die sie seit so vielen Jahren liefern, treffender nicht sein. Auf Modern Ruin wird dies deutlicher denn je. Gesanglich zwar zurückhaltender als frühere Werke, dafür musikalisch und kompositorisch aber umso voluminöser, ausgeklügelter und schlicht weg fantastischer, präsentiert sich das neue Album. Ob und inwiefern dieser qualitative Zuwachs auch der Mitwirkung von Daniel Myer zu verdanken ist, der nun auch bei Covenant agiert, mag an dieser Stelle unbeurteilt bleiben. Der versonnene, fast schon meditative Charakter der Songs, lässt sich jedoch durchaus auch als für ihn typisch interpretieren. Aber egal warum, wieso und weshalb, Modern Ruin ist der Aufbruch in eine neue musikalische Zeitrechnung - nicht nur für Covenant. Wer hat, der kann! (Frank Bentert)

Covenant sahen schon immer älter aus als ihre Genrekollegen - und sie klingen auch auch so. Erwachsenenelectro, der cool daherkommt, aber manchmal jugendlich ausbricht, wie zum Beispiel auf der Vorabsingle „Lightbringer“ oder bei „Get On“. Um aber allerdings das komplette Album für sich zu entdecken, muss man es wohl öfter hören. Doch wer hat in diesen Tagen noch die Zeit, sich ein Album, das einen nicht sofort vonne Socken haut, mehrmals anzuhören, bis man Kafferänder unter den Augen hat? Von moderndem Urin..., äh, Modernen Ruin kann man aber wirklich nicht sprechen. Steht halt Covenant drauf, ist also auch drin. Das limitierte Album ist sicher auch interessant und auch erwähnenswert (obwohl sie dem Tester-Ohr nicht vorlag). Da gibt’s nämlich den (echt guten) Titeltrack des Kinofilms „Wir sind die Nacht“ als Maxi obendrauf. Dufte! (Daniel Theberath)
VO: 14.01.11 // Synthetic Symhony
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Covenant.se
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Depeche Mode - was für ein Name - noch nie gehört. Meine erste Vermutung war: das sind Spanier. Schließlich wurde dieser Konzertmitschnitt in Barcelona gemacht. Denkste, die kommen aus England. Eine dieser neuen Bands, die auf der HURTS-Erfolgswelle mitschwimmen wollen. Eingängiger Synthipop, musikalisch haben sie durchaus Potential. Ob es zum großen Durchbruch reicht, wird man sehen. Depeche Mode orientieren sich sehr am Sound von Bands wie De/Vision, And One oder Camouflage. Gerade beim Song „Wrong“ hört man, das hier brutal bei „Rage“ von De/Vision geklaut wurde. Neben vielen eigenen Nummern gibt es auch 2 Coverversionen (Rammstein‘s „Stripped“ & Manson‘s „Personal Jesus“). Als Bonus kommt das Konzert gleich auf einer Doppel-CD. Das Ganze gibt’s auch als BlueRay -
was auch immer das schon wieder ist... (Norman Winter in Bodystyler #39)
VO: 11/2010 // Mute
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DepecheMode.de
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Lange, lange hab ich gezögert den neuen Output der oder einiger ehemaliger SABOTAGE Q.C.Q.C.-Mitglieder mit Play zu bedienen, zu sehr steckt mir noch der Krempel im Ohr, den das Team unter dem Auftrag Musik in den 90ern sabotierte. Warum? Weiß ich nicht mehr. Mit „Basic Guerilla Moves“ machen die sich aber nun nackig und vollführen einen Akt bigger Beat-Kunst, auf dem Sounds und Songs zu hören sind, die so sicherlich “niemand erwartet hätte“. Genau das versprechen Nude selbst, die sich im auch „wenig um Genrekonventionen scheren“, was sie mit diesem 15-teiligen Move-Puzzle auch recht ansehnlich demonstrieren. Ist dieses fertig gesetzt, erkennt man ein fetziges Klangbild mit Einflüssen aus der Prodigy-Renaissance bis rüber zu den barocken Chemical Brothers. Schwitziger Dance-Punk mit viel Tempo von Leuten, die ihr Handwerk verstehen, aber an einer richtig „phatt“en Produktion vorbeigeschrammt sind. (B. Horst)
VÖ: 22.10.2010 // Sabotage Concept
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Myspace.com/basicguerillamoves
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Relativ lange hat es gedauert bis ein neues Lebenszeichen von F.O.D vorlag, wobei ich nicht wirklich weiß, was der Name bedeutet. Vielleicht heißen die Fritz Otto und Dietmar. Musikalisch hat sich nicht viel verändert, man hält sich weiterhin im straighten Electro-Pop Bereich auf und verleugnet die Nähe zu AND ONE auch gar nicht, was auch ziemlich unsinnig wäre. Mir gefallen die deutschen Songs meist am besten, weil ich eh finde, das die deutsche Sprache zu eher kalter elektronischer Musik besser passt, als die englische. Außer dem eher mauen Auftakt mit "Dirty Pop" gibt es eigentlich nahezu keine Aussetzer, wobei mir "Jung und stolz" und "Maschinentanz" am besten gefallen. Höhepunkt ist aber doch ein Song in englischer Sprache: "Distance", der definitiv eine Hitchance hätte, wenn er massenkompatibler arrangiert wäre. So wird die Band wohl der Geheimtipp bleiben, der sie sind, aber ich denke damit können die Herrschaften ganz gut leben. (Chucky)
VO: 26.11.10 // Fear Section
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Fod-Band.de
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Das Weniger an Aggression, das sich auf diesem vierten Haus Arafna-Album bemerkbar macht, zieht ein Mehr an emotionaler Perfektion nach sich. Die Arafnas schaffen auf "You" eine großartige Atmosphäre, in der Themen wie Tod und Schmerzen in einem friedlich emotionalen Dämmer- oder besser: Zwielicht erscheinen. Der scheinbare Widerspruch, der sich aus Thematik und Darstellungsweise ergibt, verschwimmt in den analogen Angstpop-Hymnen dieses in Braunschweig beheimateten Duos zu einer Art emotionalen Anti-Ambivalenz. Ich behaupte jetzt mal, dass "You" das beste Industrial-Album ist, das in diesem Land jemals aufgenommen wurde. Und wenn irgendwann irgendjemand einmal die Geschichte dieser Musikrichtung mit ihren wichtigsten Protagonisten niederschreibt, wird er neben Namen wie SPK oder Throbbing Gristle auch den Namen Haus Arafna erwähnen müssen. (Brunner)
VO: 01.12.10 // Galakthorroe
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HausArafna.de
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Bei Formalin passt auf den ersten Blick vieles nicht so zusammen, wie es das vorurteilsgeprägte Menschlein gerne hätte. Das jugendlichere Aussehen von Sänger Tominous nicht zu seiner Stimme, das Etikett „Debüt“ nicht zur „War-ich-schon-immer-Fan-von-Stimmung“, die beim Hören aufkommt und auch bekleidungstechnisch bieten die Jungs Raum für Vermutungen, die sich nicht mit dem decken, was am Ende stilistisch geboten wird. Abseits aller Voreingenommenheit wird auf Bodyminding etwas serviert, von dem ich dachte, dass es das im Zeitalter stupiden Rumgebumses nicht mehr geben wird. Die nahezu perfekte Mischung all der guten Dinge, die die schwarz geprägte Elektromusik bis heute hervor gebracht hat oder anders gesagt, eine volle Packung: Geil! Formalin lassen Vergangenheit und Zukunft unmittelbar aufeinander prallen und kreieren ihr eigenes Jetzt.
Aber was sind schon Worte? Also, nicht lesen: hören! (Frank Bentert)
VO: 29.10.10 // Out Of Line
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Myspace.com/Formalin
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„Ganz schön abgefahren, was Du da hörst.“ Sie sprach ihre Worte ohne Überraschung, denn der schwedische Produzent Jacques C schien ihr längst ein Begriff zu sein. Seine Musik erklang beeinflusst von minimalistischem Elektro, den frühen 1980er Jahren, französischem House und psychedelischen Momenten der Marke „Psychocandy“ (The Jesus And Mary Chain). Sie war zu ungerade für den Mainstream, aber eigenwillig genug, um die Indie-Elektro-Szene aufzumischen. Dabei versank ich in einer Melancholie, deren Beats den Herbst malten. Instrumental-Stücke wie „An Evil Night“ und „Grow And Prosper“ unterstützten diese Laune als Soundtrack einer ‚lost generation‘, die gerade das Licht der Welt erblickte. Gleichzeitig umhüllten die Vocals bei „Goddess“ und „Fame’s Way“ den blauen Planeten in seiner ureigenen Verlorenheit. Sie drückte die Repeat-Taste und verließ das Haus… (Manfred Thomaser)
VO: 18.09.10 // Funk Noir/Conzoom
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Myspace.com/jacquescmusic
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Neulich, das Christkind zog sich gerade vor meinen Augen splitternackt aus, fiel schwarzer Schnee vom Himmel herab. Ich weiß leider nicht mehr, welcher Anblick mir gerade lieber war, aber schwarzer Schnee ist echt abgefahren. Und gar nicht so selten. Immerhin zum zweiten Mal taucht er jetzt wieder in Deutschland auf. Mit im Gepäck führt er Künstler wie Tyske Ludder, Feindflug, Leather Strip, Digital Factor und Nude. Von Klassik über Dark Wave, Rock und Drum'n'Bass ist bis hin zu EBM, Electro und Industrial fast alles geboten, was man in der Weihnachtsnacht unter den Baum legt. Der Mix aus Coverversionen und Eigenkompositionen ist gleichzeitig aber auch sehr gewöhnungsbedürftig, schließlich steht nicht jeder besinnliche Mensch auf harten Stoff – und nicht jeder Song kickt. Videos von Dandelion Wine ("I Want A Hippopotamus For Christmas") und The Pussybats ("A Wish") runden das Paket ab.
(Manfred Thomaser)

Keine Frage, das die Spielzeugfabrik vom Santa am Nordpol beheimatet ist, sein Label für Töne, die geeignet sind, um feuchtfröhlich Rentiere anzurotzen oder Christkinder auf die Idee zu bringen, sich das für Geschenke notwendige Kleingeld durch sexuelle Gefälligkeiten zu generieren, residiert jedoch in der Stadt, welche nach einem anderen alten Sack mit Bart benannt wurde: Chemnitz. Wiederholt empfiehlt sich dessen vielschichtiger Sampler als echte Alternative zu in buntem Papier eingewickelten Socken. Reliquary und Leaether Strip nehmen es vielleicht ein bissel ernst mit der Besinnlichkeit, CeDigest verweigern sich demonstrativ, ElectroXcentric beflügeln zwischenmenschliche Aktivitäten bei Kerzenlicht und Feindflug feat. Sara Noxx lassen altgediente Erzgebirgler zu einem Mix wie von Laibach feat. The Little Drummer Boy träumerisch aufmarschieren. Tyske Ludder sind auch wieder voll (!) bei der Sache, werden aber trotz schwarzem Humor abermals nur die Rute abbekommen. (Ivo Klassmann)

Wer hat sich nicht als Kind darüber beschwert, alljährlich bei der Oma für 'ne Belohnung ein Ständchen unterm Weihnachtsbaum zum Besten geben zu müssen. Glücklicherweise sorgte das anerzogene Schamgefühl damals schon dafür, dass diese eigenwilligen Darbietungen auch wirklich nur einmal im Jahr, im privaten Rahmen, Gehör fanden, so dass die meisten ihr Weihnachtsliedtrauma im Alter überwinden konnten. Leider gibt es aber auch Menschen, die daraus nichts gelernt haben oder aber in ihrer Kindheit nicht in den Genuss solch prägender Erfahrungen kamen, wie der "Black Snow II"-Sampler leidlich unter Beweis stellt. Unter dem weihnachtlichen Leitmotiv präsentiert Black Rain hier die Ergüsse eigner Bands in Form verwursteter Klassiker und thematischer Eigeninterpretationen, angesiedelt irgendwo zwischen "Na ja" und "Lass ma'". Und ich dachte immer, George Michael hält das Monopol als Weihnachtsnervensäge...
(Frank Bentert)
VO: 12.11.10 // Black Rain Media

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BlackRain.de
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Fast wie aus dem Nichts präsentiert dieses sächsische Duo sein offizielles Debütalbum. Schnell wird beim Hören der 16 Stücke klar, dass hier ein enormes Potential an Kreativität vorliegt. Vom Erschaffen eines eigenen Begriffes (Monestirea) bis hin zur Einbindung verschiedenster musikalischer Spielarten – es gibt fast keine Berührungsängste zu allem, was einen Song noch schmackhafter machen könnte. Rund um einen Kern aus solidem, elektronischem Stoff reicht das Spektrum von vielseitiger Gitarrenarbeit bis hin zu variablen Gesangsarten, wobei die vielen Gastmusiker/-sänger(-innen) nicht unwesentlich zum bunten Gesamteindruck beitragen. Kleine Schwächen im sprachlichen und gesanglichen Bereich werden durch eine Menge Herzblut sowie das Vorhandensein von Inhalten und echten Hits („We are cloned“, „Frequency“, „I never...“ oder „Drifting away“) wettgemacht. (Torsten Pape)
VO: 24.09.10 // Echozone

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Versus-Music.de
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Nichts, was dieser Tage strahlend aus Frankreich rüberkommt, bleibt ohne Gegenargument. Und so könnte man Nouvelle Vague partout ankreiden, das auch ihrem vierten Album gleichsam, wie schon bei den drei Alben vorher, eine lukrative Assimilierung von Wave-Klassikern mit Easy Sounds und heavenly Voices anhaftet. Doch diesmal trällern maximal ein paar Saarländer unbeschwert die populäre Begleitmusik ihrer Adoleszenz mit. Skelett der neuen Scheibe ist das rebellierende Paris der 80er und alles, was uns der ehemalige Pariser Piratensender Radio NRJ hierzulande vorenthielt. Abermals wurde eklektisch abstrahiert und zum Sterben schön arrangiert. Für jazzy Klimawechsel in Sachen Coldwave sorgt Charlie Winston, Piratenherz Béatrice bestäubt die 30 Jahre alten Strophen von Gamine mit dem Parfüm der Unschuld, noch einen Hauch zarter geht Vanessa Paradis der 84er-Hit von Etienne Daho durch die Zahnlücke, Camille indes ist Manns genug für Songs über Bordsteinschwalben... Nichts passt dieser Tage besser zu ein paar Gläsern in der l'Heure verte. (Ivo Klassmann)
VO: 12.11.10 // Barclay

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Myspace.com/nouvellevague
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Nach einigen tollen, aber von der breiten Masse wenig angenommenen Alben in den 90ern, einer wohltemperierten Remix-Attacke 2001 und den opulenten Fan-Release "Dreamscapes" (8 CDs) und "Crazyshow" (4CDs) meldet sich Marian Gold im Jahre 2010 mit einem komplett neuen Album zurück. Hier möchte es noch einmal jemand wissen und damit ohrenscheinlich auch ins Radio. Die Mission wird mit Stil, vielen tollen Melodien und einer immer noch einzigartigen Stimme angegangen. Optisch, aber auch textlich agiert Herr Gold mit viel Charme, Skurrilität, Humor und teilweise sogar vollkommen überzogen. Das nenne ich superben Pop mit Gesicht! Wer nicht schon anhand des Vollbarts des Frontmannes den Wolf im Schafspelz erkennt, der wird hier wohl nur eine weitere Kommerzscheibe hören. Soll er doch, ich habe meinen Spaß und genieße das Comeback, das eigentlich keins ist. Alphaville waren nämlich nie wirklich weg. (Torsten Pape)
VÖ: 19.11.10 // We love music/Universal

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Alphaville.de
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Wenn man älter wird, wird man ruhiger.
Und wenn man dann die letzte CD „the inner realm“ von Zero Degree mit dem Neuling „Probe“ vergleicht, trifft diese Aussage zu, denn bei „Probe“ sind weniger Noise-Elemente zu hören. "Probe" klingt sphärischer und spaciger, wie frisch aus dem Weltallsupermarkt, bietet keinen typischen Haudrauf-Noise wie Scooter, sondern chillige Spacesounds à la Space Night (bekannt aus Funk und Fernsehen).
Besonders sticht der Song „full of stars“ hervor, der für mich zwischen Genie und Wahnsinn liegt. Die hypnotische Eintönigkeit von dem Song ist einfach derbe.
Im Presseinfo steht „…ageless sounds composed with patience, knowledge and creativity…”, recht haben die bei Ant Zen. (Junk - die Null)
VÖ: 10/2010 // Ant-Zen
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Myspace.com/nullgrad
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So prägnant der musikalische Stil der mexikanischen Elektrowüter auch sein mag, so homogen ist er auch durch die meisten Songs, ihrer meisten Alben hinweg. Tiempos De Furia bildet da keine Ausnahme. Auch auf der neusten VÖ des Duos wird mehr oder weniger scharf serviert, wonach sich eingefleischte Fans sehnen, was das restliche Publikum allerdings ziemlich schnell in eine lethargische Grundhaltung versetzen dürfte. Scheinbar endlose, gleich arrangierte Klangstrukturen treffen auf ein allgegenwärtiges, düsteres Grundrauschen und bilden gemeinsam mit der (zu) stark verzerrten und (zu) monotonen (Gesangs) Stimme eine einzige Fläche innerhalb der Songs. Dies mag vielleicht im Club, nimmt man einen einzelnen Song, gute Stimmung und Alkohol, in gewisser Weise dynamisch und bewegungsfördernd wirken, kam beim Hören der gesamten Platte aber ähnlich aufregend um die Ecke wie eingeschlafene Füße.
(Frank Bentert)
VÖ: 01.10.2010 // Out Of Line

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Myspace.com/hocicoh
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Wir drehen uns alle im Kreis... obwohl das ungefähr so viel Sinn macht wie Leggins. Vielleicht der Grund für Eddy & Sid es mal als Karussellbremser zu versuchen, um beim Zweitwerk wenigstens namentlich mit Silbermond im Einklang zu stehen. "Von allem zu viel" empfanden sie ihr animalisch- hedonistisches Wundertüten-Debüt und tünchen nun mit melancholischer Unverbindlichkeit das Palais Schaumburg auf halsbrecherisch. Purple Rain war gestern, der Pop-Esotheriker in Dir findet sein Heil heuer im "Regen aus Rosenquarz". Aber "Solange du atmest" kannste deinen Arsch drauf verwetten, das hier abermals beharrlich billige Beats wie von Investmentbankern zu dadaistischen Wertanlagen gebündelt wurden, welche die weltweite Partymaschine am Laufen halten. Dafür gibt's hier vollzählig "Alle Sterne". (Ivo Klassmann)
VÖ: 29.10.2010 // Tapete Records

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Schwefelgelb.de
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Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum. Dies kann man von dieser Band jedoch nicht behaupten. Wenn man EF beschreiben müsste, so wären einfallslos, ordinär und unausgegoren die passenden Worte. Auf- und abgetragen wirken Sound und Stimme, die vergeblich versuchen Acts wie Xotox gleichzukommen, sodass der größte Aha-Effekt ein lautes Gähnen beinhaltet. Die gebürtigen Spanier sollten lieber die Finger von elektronischem Schnickschnack lassen, denn das ihnen vorauseilende Temperament geht hier völlig flöten. Die Texte sind nicht der Rede wert- warum es hier ein Textbooklet gibt, weiß ich nicht - ich sage nur: blow, fu**, motherfu**er. Auch wenn es ein, zwei tanz- bzw. sogar hörbare Songs gibt, so werden diese vom wahrhaftigen Müllkoloß übertrumpft – die (eigene) Zerstörung ist vollkommen. (Manuela Seiler)
VÖ: 03.09.2010 // Danse Macabre

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Myspace.com/ExtinctionFront
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Vergiss den Sommer und die Euphorie vom Junior. Die norwegische Herbstkollektion des Lebens trägt Nierenwärmer statt Nietengürtel und bedient in quälenden Klangexkursionen so ziemlich jede Stereotype über die biologische Uhr, inklusive der Parkinson-Attacke "The Drug" - ganz ohne die Vorschädigungen oder den Nachgeschmack an das frühere Röyksopp's night out. "The Alcoholic" klingt gar nach Bionade Quitte... Verzweiflung pur und nichts was bleibt, außer dem Anrecht auf kreative Pausen auch für Musiker, welche gleichwohl nicht durch Herausgabe von Betäubungsmitteln missbraucht werden sollten. (Ivo Klassmann)
VÖ: 10.09.2010 // Wall Of Sound

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Royksopp.com
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Ein bisschen „Bullet“ steckt in der neuen Covenant-Single (sic!). Soll heißen, dass „Lightbringer“ – ganz wie der erwähnte Vorvorvorgänger – keiner dieser High-Speed-Tracks, sondern ein Song mit einem gemäßigten Groove ist. Neu an dieser EP ist, dass sie die erste Veröffentlichung darstellt, auf der Daniel Myer mitgewirkt hat. Zudem arbeitet die schwedisch-deutsche Formation erstmalig mit einer anderen Band, nämlich Necro Facility, zusammen. Covenant klingen trotzdem immer noch wie Covenant. Vielleicht ist das ja gerade die Überraschung? Fans können blind zugreifen, sie finden hier, was sie hören wollen. Und der olle Myer stielt mit seinem „The Beauty And The Grace“ den skandinavischen Kollegen am Ende fast noch die Show.
(Brunner)
VÖ: 22.10.2010 // Synthetic Symphony

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Myspace.com/Covenant
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Rund 20 Jahre sind vergangen, seit die Coldcut-Musiker Jonathan More und Matt Black ihr eigenes Label gründeten. Unzufrieden und gefangen in der Welt der Major-Label brach das Duo aus und brachte Ninja Tune zur Welt. Den unter Vertrag stehenden Musikern sollte Unabhängigkeit garantiert werden … und 20 Jahre später gibt es sie immer noch. Ein Grund zu feiern, was Ninja Tune mit “Ninja Tune 20 Years Of Beats & Pieces” trefflich machen. Ob als doppelte Doppel-CD oder in der limitierten Box (6 CDs, 6 Vinyl-Singles und ein Buch), für die Ohren wird ordentlich was geboten. Als Künstler treten Coldcut, Amon Tobin, Eskmo, Bonobo, Mr Scruff, Floating Points Ensemble und viele mehr in Erscheinung. Fans sollten sich definitiv auf die limitierte Box konzentrieren.
(Manfred Thomaser)
VÖ: 17.09.2010 // Ninja Tune

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Ninjatunexx.net
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Es soll Menschen geben, deren Vorstellung zu den kommenden Jahren bunt und farbenfroh ist. Hierzu zählen auch Iris, deren Farbenvielfalt sich allerdings ausschließlich zwischen Schwarz und Anthrazit ausdrückt, genau dort aber in allen Schattierungen. Ihr Regenbogen sieht wahrlich anders aus. Und irgendwie wirken sie dabei auch noch glaubwürdig. „Blacklight“ ist ein Electro-Pop-Album zwischen Dancefloor und Melancholie, einer Laune der Natur also, deren bedeutendste Werke größtenteils den 1980er Jahren entstammen. Diese Atmosphäre greifen Iris auf, vermischen sie mit den eigenen Ideen und kreieren das Bild verlorener Seelen im Ringen mit der Dekadenz. Fazit: Mit “Blacklight” veröffentlichen Iris einen schönen und atmosphärischen Longplayer, der Fans des Electro-Pop gefallen wird.
(Manfred Thomaser)

Die Iris im Schwarzlicht ist einfach nur heiß und gleichzeitig so tiefgründig. Bietet sie doch so viele reizvolle Pop-Einlagen und hat dabei auch noch Freude am Experimentieren. Von wegen reine Synthienarsstellung: elektrische Toys in Form von Gitarre und Bass haben reichlich Platz beim Liebesspiel. Aber Achtung, hier ist kein Platz für blütenweiße Gefühlsduselei. Die Liebe schwingt nicht nur im fröhlichen 3/4 Takt, sie zieht dich manchmal tief ins Tal der Melancholie und ist doch immer romantisch. Niemand erzählt davon so eindrucksvoll, wie unsere Iris. In manchen Situationen sollte man einfach nicht zu viel sabbeln, sondern reinschieben, zurücklehnen und genießen. Meine Fresse, ist die geil. (Spider)
VÖ: 17.09.10 // Infacted Recordings

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IrisMusic.com |
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Das hat ja eine gefühlte Ewigkeit gedauert bis "amGod" alias Dominik van Reich uns endlich seinen neuen Longplayer "Dreamcatcher" präsentiert. Ich will nicht sagen, dass sich das Warten gelohnt hat, denn ich hab nicht mehr wirklich mit einem neuen Album gerechnet. Umso erfreulicher ist das Ergebnis! Ich finde es ja nach wie vor sehr bedauerlich, das es "yelworC" in der Urbesetzung nicht mehr gibt und die Delinquenten nun unter zwei Bandnamen, zugegebenermassen beide sehr gute Musik produzieren. Doch zurück zu "Dreamcatcher", ein Album, das Zeit braucht und sicher nicht für den schnellen Musikkonsum oder den Clubeinsatz konzipiert ist. Hier wird Ruhe gefordert und die Auseinandersetzung gesucht. Dominik schafft es hervorragend, Stimmungen einzufangen und immer wieder sorgfältig ausgewählte Noise- und Sprachsamples in bedrohliche Soundstrukturen zu integrieren. Mich erinnert der Sound stark an die alten Meister der belgischen Schule, was ich durchaus als Kompliment verstehe. Meine Highlights sind Songs wie "Pain & Desire", "On The Hunt" oder "Fight!". Ein Album, das sich 2010 in der inflationären Masse der Veröffentlichungen sicher schwer tun wird, aber auch seine Fans finden wird, da es erfrischend anders klingt als der derzeitige Trend. Einzig "Soulhunter" (von yelworC) hätte ich in der vorliegenden 2010er Version nicht unbedingt gebraucht! Fazit: Unbedingt Zeit in dieses Album investieren, dann entfaltet es seine komplette Wirkung, Zeit die leider wohl die Wenigsten haben werden. (Torben Schmidt)
VÖ: 11/2010 // Alpha Matrix

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Myspace.com/amgod1
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Was hat diese Electro-Band aus Kassel mit Döner zu tun? Rein gar nichts. In meinem Hirn hat sich jedoch der Name Pitch Black Inc mit diesem Erlebnis in Kassel fest verlinkt. Damals hat mich der Dönermann in dieser Fussgängerzone eiskalt abgezockt, indem er 6 Euro für einen Döner nahm. Erst im Auto bekam ich den Beschiss mit. Ich bin halt nicht der Schnellste. Apropros schnell: Die ersten Lieder des Albums haben mächtig Geschwindigkeit drauf, wirken aber leider etwas beliebig. Die Texte sind größtenteils auf Deutsch, wobei Ideals „Erschiessen“ ein neues Gewand bekommt. Ab dem elektronisch-minimalen „Retro Adam“ wird es interessant. „City lights“ ist ein sphärisch-ruhiger Song, „Nothing else to say“ sowie „Who cares“ können mit feinem Gitarrenspiel begeistern und der gezupfte Bass fügt sich gut in das Klangbild der Lieder. So ist es am Ende doch noch ein schickes Album geworden. Damit ist dann auch schon alles gesagt. (Sir Raze)
VÖ: 01.11.2010 // Ionium

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Pitchblack-inc.de
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Im Stroboskoplicht tanzend, den harten Beats zwei vor uns eins zurück folgend, tauchen sie ins Vergessen ein, die Sinne. Und genau dort gehören sie hin, wenn der aktuelle Tag verlief wie der gestrige. „Repeat & Follow“ setzt an, wo der Ärger am meisten schmerzt und haut alles aus der Erinnerung heraus, was einen im Leben nicht weiter bringt. Vor Veröffentlichung ihres elften Albums „Deworlded“ gibt „Repeat & Follow“ die Marschroute Inertias durch. Lange gefackelt wird hier nicht. Ihr Sound bezieht seine Kräfte aus EBM, Industrial und Techno. Für meinen persönlichen Geschmack könnte „Repeat & Follow“ etwas abwechslungsreicher gestaltet sein, im Club aber wird dieser Song überzeugen. Neben der Album-Version enthält die MCD sechs Mixe und den Bonustrack „Fallout“. (Manfred Thomaser)
VÖ: 20.08.2010 // Cryonica Music

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Myspace.com/inertia001
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Wenn chillige Housemusik den Herbst begrüßt, ist die Designerplattform stilwerk nicht weit. Lifestyle ist ein Gesamtkunstwerk, das präsentiert werden will. Und stilwerk liefert neben den passenden Produkten für Haus und Hof den Sound gleich mit. Unterstützung findet die Design-Drehscheibe wieder beim Hamburger DJ Sinan Mercenk, der bereits Vol.1 bis 3 zusammenstellte. Wer sein neues Schlafzimmer den Liebenden unter den Gästen überlassen möchte, kann den anderen gleichzeitig die neue Küche zeigen. Parallel berauschen die Klänge auf „Sounds Like Stilwerk Vol. 4” die Besucher in allen Zimmern in der gleichen Qualität. Die von Sinan Mercenk mit einem Remix versehenen Blank & Jones („Relax – Your Mind“) und Levthand („Cadillac Track“ im Club Edit) fehlen da ebenso wenig wie 12 Fingers oder Doomwork. Natürlich steuert Sinan Mercenk auch eigene Tracks bei, so z.B. das betörend groovige „Curiosity“ mit Gastsängerin Pat Appleton (De-Phaazz). Unterm Strich weiß das Album zu überzeugen, nicht alle Songs aber können mit der Klasse eines Sinan Mercenks oder der Blank & Jones Gemeinde mithalten. Macht nix, d.h. solange man vollständig auf das neue Inventar oder die Person neben sich in der Kiste konzentriert ist. (Manfred Thomaser)
VÖ: 24.09.2010 // Idee Deluxe

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Stilwerk.de
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Ganze 13 Stücke lässt der gute Dennis auf uns los. Dies ist für eine Ep quantitativ äußerst spendabel. Traditionell macht die lange "Extended Version" des Titelstücks den Anfang. Guter Auftakt, aber die Power des besten Stücks vom Album "La Parade Monstrueuse" wird teilweise etwas ausgebremst. Und auch Rhys Fulber kann das normalerweise besser als auf seiner Version.
Die Piano Version von "Set me free" geht gesanglich total in die Hose. Monozelle ziehen "My despair" ebenfalls den Zahn. Dann wird bei "One drop" auch noch belanglos gefuturepoppt. Die Patenbrigade: Wolff bearbeitet dieses Stück besser und ruhiger. Danach folgen eine ganze Reihe Remixe, die man getrost unter den Tisch fallen lassen kann. Mühe gegeben haben sich nur noch Parralox, die "My despair" in ein dunkles Disco Pop- Gewand kleiden... Eine überwiegend durchschnittlich bis langweilige Neubearbeitung toller Originale. Wieso denn bloß?
(Spider)

Schon vorneweg kann man sich über den Erwerb der neuen ISC–EP den halben Hintern abfreuen, bekommt man doch für'n normalen Preis echt und ehrlich Extended Play. So gut so weit. Ein Blick auf die Tracklist überzeugt genauso, weil sich hier nämlich nicht nur der Titeltrack, sondern einige mehr zur Brust genommen wurden. Und endlich klingen sie mal wieder (fast) wie früher: zackig, rotzig, düster. Schade nur, das dafür die jeweiligen Remixer nötig waren. Diese sind glücklicherweise auch so verschieden, wie die Remixe, die dabei hinten rauskamen: Rhys Fulber, ASP, Samsas Traum oder die hochgeschätzen Weltstars von Patenbrigade Wolff. Also fassen wir zusammen: Die Strickkonferenz hat hier auch für jemanden, der die Gruppe die letzten Jahre so'n büschn links liegen lassen hat (also für mich), 'ne echt dufte Platte hingelegt. (Daniel Theberath)
VÖ: 25.03.2011 // Minuswelt

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instrictconfidence.com
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Bei der Überwachung von Pain Machinery stellt man folgendes fest: In Schweden lagern noch frei zugängliche und gar nicht so geheime Informationen zur Erstellung elektronischer Musik. Man nehme eine knochentrockene, aber harmonische Melodieführung, unterlege sie mit tanzbaren, aber nicht zu monotonen Beats und setze einen markanten, aber nicht zu sehr böse brüllenden Shoutgesang darüber. Dann bekommt man ein paar wirklich ordentliche EBM-Nummern. Aber nur dann, wenn man sich nicht zu sehr darin verpfriemelt, diese mit Noise- und Schranz-Elementen zu kombinieren. Aus den Protokollen dieser Remix-CD zieht die Band hoffentlich die richtigen Schlüsse. Schließlich sind die enthaltenen Songs Vorboten auf das in Bälde erscheinende Album "Surveillance Culture". Bitte das Old School-Gewand beibehalten, denn die gesamten hippen Techno/Schranz-Remixe gehören wegen akuter Kopfschmerzgefahr in die Gifttonne. (Spider)
VÖ: 17.03.2011 // Complete Control

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thepainmachinery.com/
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Die kanadischen Elektroniker von Fractured steigen auf ihrem zweiten Album erst mal getragen zeremoniell und mit Orchesterklängen aus der Asche. Doch das Intro wandelt sich in einen krachenden Opener mit verzerrtem Gesang, treibender Melodie und Dampfhammer-Beats. Was danach folgt ist ein wahrer Vulkan an ertragreichen Elementen. Da werden Synthesizer-Harmonien gekonnt verschachtelt und mit ständig variierenden, pulsierenden Beats unterlegt. Währendessen agiert der Gesang in allen Facetten von klar und wohltönend bis aggressiv und entstellt. Zu Mitte des Albums kühlt dieses Gemisch etwas ab und auch wenn einzelne Ströme noch lodern, vermisse ich die euphorisierende Hitze etwas. Doch man darf sich im Terrain dieser CD nie sicher fühlen. Sonst wird man zum Abschluss noch von den Electrobang-Orkanen weggepustet. Unter der Asche bleibt ein Album zurück, das durch seine Vielfältigkeit immer wieder in den Player wandert und seine Fruchtbarkeit behält. (Spider)
VÖ: 25.03.2011 // Dependent

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Faithisfractured.com
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Machen wir es kurz: Diese Band war in den Achtzigern für mich und die elektronische Musikwelt unglaublich wichtig und enttäuscht nun über weite Strecken. Jeder Pups macht heutzutage elektronische Popmusik - mal mehr, mal weniger erfolgreich. Insofern müssen sich The Human League einer nahezu unermesslich großen Konkurrenz stellen. Im Vergleich mit dieser schneidet die Formation zumindest teilweise gar nicht so schlecht ab. Zwar klingt etliches auf „Credo“ ein wenig kurzatmig, was die Song-Ideen angeht – hin und wieder jedoch blitzt das große Können der Briten beeindruckend auf. Was „Credo“ schließlich das Genick bricht, ist die Vergangenheit, ist der Kultstatus von The Human League, der einen gewaltigen Schatten wirft, aus dem diese neue CD nicht heraustreten kann. (Brunner)
VÖ: 11.03.2011 // Wall Of Sound

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Wallofsound.net
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Kritik am Schaffen von Chris Corner verbietet sich fast per se. Schließlich ist der Wahl-Berliner so etwas wie das letzte Einhorn, das – in der Tradition eines Marc Almond oder Brett Anderson (Suede) - Dandytum mit genialer Kreativität verbindet. Seit seinem Weggang von den Sneaker Pimps hat sich Corner mit jedem IAMX-Album in noch höhere Indie-Electro-Pop-Sphären gespielt. "Volatile Times" ist nun das erste Werk, das keinen ganz so großen Entwicklungsschritt mehr erkennen lässt. Ich würde diesen Status jedoch nicht mit Stagnation, sondern mit Vertiefung beschreiben: Corner greift einige seiner Ideen erneut auf, spielt mit ihnen, kombiniert sie neu, verfeinert Details und schafft letztendlich doch wieder eine Platte, an der man aus den bekannten Gründen nichts aussetzen darf – an der aber auch einfach nichts auszusetzen ist. (Brunner)
VÖ: 18.03.2011 // BMG

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iamx.eu |
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Den Vorboten "Krank" zum kommenden Album der Industrial-Rock-Pioniere KMFDM gibt's hier in dreifacher Ausführung. Das Original schmettert in gewohnter Manier forsche Selbstbeweihräucherungsparolen zu harten Gitarrenbrettern, während im Hintergrund die Elektronik forsch pulsiert. Der Kommor Kommando-Mix lässt das Ding noch fetter aus den Boxen dröhnen, ohne Grundlegendes zu ändern. Tim Skold ist in seinem Remix etwas experimentierfreudiger mit ein paar Spielereien. Mit diesen übertreibt es Bill Rieflin mit seiner Variante, zum zweiten Song "Day of light" gewaltig. Das dürfte nur Modern Jazz-Freunden gefallen. Und auch die Meister selbst machen es nicht besser. Klarer Fall von Licht und Schatten.
(Spider)
VÖ: 11.03.2011 // Dependent

Krank... genau, treffender kann man die Musik von KMFDM nicht beschreiben. Das Gute bei dieser Band: man weiß nie, was einen erwartet. Das Schlechte: man weiß nie, was einen erwartet. So wird einem auch dieses Mal wieder ordentlich vor den Kopf geknallt. Es beept, es rumpelt und beißt - ein Song, wie eine Rauhfasertapete: – je öfter du dich damit beschäftigst, umso mehr Details erkennst Du. Unterstützt wird die Band von Skold und Komor, die beide knackige Remixe beisteuern, ohne sich zu weit vom Original zu bewegen. Der einzige Ruhepol dieser Maxi, der Rieflin Mix von Day of Light, ist allerdings Kein Mix Für Die Mehrheit, aber er macht durchaus Sinn – so kann man die CD weiterlaufen lassen und in der Zeit die Dinge tun, die man beim Blockbuster in der Werbung macht. Danach geht’s zwar nur noch mit einen Song weiter, dem KMFDM Mix von Day of Light, der allerdings stimmt schon wieder versöhnlicher.
(Daniel Theberath)

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kmfdm.net |
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Im Moment ist die Wiederkehr aus den 80ern schwer angesagt. Nach Alphaville, OMD, Red Box, Kim Wilde und demnächst Human League dachten auch Neil Arthur und Stephen Luscombe, sie müssten die Welt mit einem neuen Album beglücken. Allerdings waren die Herrschaften in Deutschland nicht wirklich bekannt, hatten aber in England mit Sachen wie „Don't tell me“, „Living on the ceiling“ oder „Waves“ recht viele Hits. Das neue Werk ist stark gewöhnungsbedürftig. Das waren die alten zwar auch, aber hier versucht man an manchen Stellen doch ein wenig arg hip zu klingen, wobei das Album bei mehrmaligem Hören deutlich besser wird. Typische Blancmange-Songs wie „Im having a coffee“ sind trotzdem eher die Seltenheit. Sehr schön auch „Radio therapy“, das an Kraftwerk erinnert und die fetzige Abschlussnummer „Starfucker“. Alte Fans wird diese CD jedoch völlig abschrecken und wieso Arthur seine tolle Stimme ständig irgendwie verfremdet, wird wohl auch sein Geheimnis bleiben. Die abschließende Benotung erfolgt wie erwähnt erst nach mehrmaligem Hören. (Chucky)
VÖ: 11.03.2011 // Proper

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Blancmange.co.uk
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Macht euch bereit, denn die Blitzmaschine lebt und sie kommt nach gelungenem Maxi-Debüt nun auch im Langspieler-Modus auf Touren. Die beiden Maschinisten haben das EBM-Erbe (DAF, NEP, alter Machinery-Katalog etc.) reichlichst inhaliert, resp. verinnerlicht und am Ende ihren eigenen Schuh daraus gebastelt. Dieser stampft die Tanzfläche ordentlich platt und neben dem fetten Rhythmusgewitter ist sogar bisweilen Platz für eine unterkühlte, aber stets prägnante Melodie. Die Mischung macht jedenfalls ordentlich Spaß und die punktgenaue Produktion lässt zum Glück die staubtrockenen Akzente manch anderer Genre-Scheiben vermissen. Abzüge gibt es von mir nur für den ein oder anderen (deutschen) Text, so z.B. haben schon andere festgestellt, dass 'hast' und 'hasst' akustisch gleich sind. (Torsten Pape)
VÖ: 11.03.2011 // Danse Macabre

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Myspace.com/Blitzmaschine |
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Keiner benutzt mehr den Begriff Electroclash, aber Ladytron haben den Trend, den sie mitbegründet haben, unbeschadet überstanden. Nach zehn erfolgreichen Jahren, die uns vier Alben beschert haben, ist es nun an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Diese fällt sehr umfangreich aus, denn die Zusammenstellung umfasst 15 Klassiker sowie zwei neue Songs. Mehr geht nicht, obwohl man trotzdem das Gefühl hat, dass immer noch ein paar Songs fehlen. Angesichts der neuen Single „Ace of Hz“ ist das jedoch sehr schnell vergessen, denn in dieses Lied ist man sofort bis über beide Ohren verknallt. Fluffig, poppig und charmant verzaubert es einem den trübsten Tag. Die größte Überraschung stellt jedoch das ebenfalls brandneue „Little black angel“ dar, das nichts Geringeres als eine Death In June-Coverversion ist. Wie geil ist das denn! (Torsten Pape)
VÖ: 25.03.11 // Nettwerk

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Ladytron.com |
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Für das Projekt "Binary Park" hat Infacted-Labelchef Torben Schmidt mal wieder seine Beine vom Schreibtisch genommen und selbst Hand an die Synths gelegt. Zusammen mit Alfred Gregl und dem Sänger Huw Jones lässt er es weltmännisch krachen. Naja, nicht nur, denn die Altersweisheit lehrt, dass man eine gute elektronische Platte, die eine längere Haltbarkeit als ein Erdbeer- Joghurt haben will, nicht nur mit Tanzflächenklopfern füllt, sondern auch mit wunderbar verfriemeltem Mid-Tempo verziert. Gut, wenn man dafür auch noch einen Sänger hat, der tatsächlich eine charismatische Sangesstimme besitzt und auch durch den Vocoder wie ein waschechtes Electrobärchen klingt. Erfreulich, dass man sich auch bei den schnelleren Songs, die überwiegend instrumental sind, der ganzen Schaltkreise und Tasten des Equipments bedient. Ja, man kann durchaus auch mit Intelligenz ballern und samplen - und somit kurzweilige Stücke erschaffen. (Spider)
VÖ: 18.03.11 // Infacted Rec.

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Myspace.com/BinaryPark |
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Da ist es wieder, das Weltall. Und beinahe schwebend rasen wir an Sonnensystemen vorbei und hindurch. Die Musik dazu liefert The Empath mit „Meanwhile“, dem allerdings ausgesprochen bewusst ist, dass es neben herrlich farbigen Planeten auch finstere schwarze Löcher gibt. Entsprechend reichen die zwölf Songs auf dem neuen Album von Ambient und Hypnose bis hin zu verzerrten Beats, Soundpassagen im Stil der Einstürzenden Neubauten und Trümmerfragmenten explodierter Satelliten. Und so, wie Träumer zwar Musik nicht aber gesprochenes Wort im All hören können, bedient sich The Empath menschgewordener Stimmen nur dann, wenn „Meanwhile“ kurz an der Erde vorbeirauscht. Kein Geniestreich, für Klangtüftler aber eine Quelle der Inspiration. (Manfred Thomaser)
VÖ: 22.10.10 // Hymen

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Myspace.com/theempath2 |
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Selbstbewusst sind die 2 Dresdner, das muss man ihnen lassen. Im Info werden schwere Worte wie „Meisterwerk“, „innovative Ideen“ und „Eigenständigkeit“ benutzt – alles Buchstabenkombinationen, die einen immer spannend auf DAS ultimative Erlebnis machen. Doch das „Erlebnis“ ist eine Mogelpackung, bei der das eigentlich Spannende lediglich die vielen, mehr oder weniger bekannten, Featuring-Gäste sind, die zu solider, aber an Überraschungen armer Musik ihr ebenso mehr oder weniger markantes Stimmchen ausborgten und von denen, nebenbei bemerkt, einige immer noch nicht singen können… noch nie singen konnten.
Legacy Of Music verlassen sich zu sehr auf die „co-operierte“ Starpower und vergaßen dabei, ihr durchaus vorhandenes kompositorisches Potenzial auszureizen. Vielleicht ist es aber auch einfach nur begrenzt. So bleibt am Ende lediglich ein bunter Teller Rohkost, halb durchgedünstet, bei dem irgendwie nur das Dressing schmeckt. (B. Horst)
Übel: „Die Welt feat. Plastic Noise Experience“
Genial: „Tragedy feat. Mesh“
VÖ: 22.10.10 // Legacy Of Music

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LegacyOfMusic.de |
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18 Jahre nach dem letzten Lebenszeichen meldet sich eine belgische Band zurück, die hierzulande leider nie über den Status eines Geheimtipps hinausgekommen ist. Poesie Noire – der Name steht für zahlreiche Veröffentlichungen in den 80ern und viele musikalische Gesichter. Mit dem neuen Album knüpft man nun an die elektronische Frühphase an und verbindet diese mit einem unglaublichen Gespür für tolle Melodien. Intelligente und oft humorvolle Texte setzen den neun aktuellen Songs die Krone auf. Eine neue Version der kultigen The The-Coverversion „Uncertain smile“ ist dann fast zuviel des Guten, aber doch nur fast. Fans werden angesichts dieses Geniestreichs jubilieren, Neugierige dürfen natürlich gern mal probieren. Zur Orientierung: Es schmeckt ein wenig nach den melodiösen Seiten von Anne Clark und Kirlian Camera. (Torsten Pape)
VÖ: 08.10.10 // CNR Records NV

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PoesieNoire.com |
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Kaum habe ich das Debütalbum der Neutralen Lügen inklusive der bescheidenen Vokalakrobatik verdaut, da schiebt das Duo prompt eine digitale Single hinterher. „Commuters“ ist sicherlich nicht die beste, aber eine durchaus gute Komposition und siehe da, auf einmal stört mich der Gesang nicht mehr. Schuld ist die Bearbeitung der genialen Signal Aout 42, denn im Breitwand-EBM-Gewand passt der limitierte Stimmumfang einfach deutlich besser. Sehr geile Version! Der zweite Remix des Titeltracks (Commuter’s Remix, hä???) nervt dafür schnell durch sein Gezirpe. So klingt ein vertontes ADS-Syndrom! „Between glasses and rewards“ im U-Mix und „SX Girls“ im Buzz-Mix (Bass-Mix?) überzeugen musikalisch durch Referenzen an frühe Anne Clark, wenn da bloß nicht die Stimme wäre. Aber ich wiederhole mich... (Torsten Pape)
VÖ: 06.12.10 // Boredomproduct
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Neutrallies.online.fr/
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Mit der Anzahl ihrer bisherigen Veröffentlichungen gewinnen Edge of Dawn wahrscheinlich keinen Blumentopf, mit der Qualität ihrer Songs hingegen heimsen die Jungs immer wieder reichlich Lorbeeren ein. Es muss schon ein schweres Los sein, so viel musikalisches Talent in sich zu tragen, aber einfach keine Zeit zu finden, um es in Songs manifestieren zu können. Doch genug des Mitleids, denn 2010 war ja bekanntlich musikalisch wieder ein gutes Jahr für Band und Fans. Nach dem neuen Album liefern EoD in gewisser Tradition nun wieder eine EP hinterher. Die stellt neben sehr abwechslungsreichen und harmonischen Mixen auch noch zwei bisher unveröffentlichte Songs bereit. Ist dies vielleicht als indirekte Entschuldigung an die Fans zu deuten, weil neues Material so lange auf sich warten ließ? Wir wissen es nicht! Auf jeden Fall sagen wir danke und erkennen, dass die Warterei manchmal eben doch lohnt.
Anspieltipp: Capsized (Frank Bentert)
VÖ: 03.12.10 // Dependent

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EdgeOfDawn.de |
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Kauft eigentlich jemand so was? Eine Single, eine Maxi, die mit 7 (!) Mixen von ein und den selbem Song bestückt und darüber hinaus auch noch mit „Fake“ betitelt ist? Schade um den „besten Song“ (Zitat, Info) des immer noch aktuellen Albums ‚Soul Ecstasy’, der hier 7 mal trivial remixed wurde und nun auf Synthpop-Fans losgelassen wird, bis dieser denen aus den Ohren quillt. Wenn’s für mehr nicht reicht, spricht das für eine Band, die vielleicht auch nicht mehr kann, als andere zu beauftragen, ihre Songs zu remixen. Ach ja, hatte ich schon gefragt: Kauft eigentlich jemand so was? (Ilse, keener will’se)
VÖ: 26.11.10 (nur digital) // Conzoom
Ohne Wertung
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MySpace.com/DualDensity |
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Das erste Album erschien 2008 bei dem Düsseldorfer Label „le petit machiniste“. Jetzt, 2010, erscheint das 2. Album bei Ant Zen, Respekt!
Frl. Linientreu bleibt mit dem neuen Album „Lebenslinien“ ihrer Linie treu und nutzt auch hier keine Sprachsamples von kölschen Karnevalhits.
Trotzdem besitzt das Fräulein Humor, nicht anders ist sonst so ein Stück wie „Licht an!“ zu erklären. Auch wenn es wahrscheinlich nicht beabsichtigt ist, klingt dieses Stück wie eine Hommage an die Band „Juniper Hill“.
Das Album ist es Wert über jedes einzelne Stück einen oder mehr Sätze zu schreiben. Allerdings bekommt man als Schreiber nicht so viel Platz beim Bodystyler, nur Rum und Ehre.
In Kurzform: das Album bietet Noise, Elektro und Abwechslung, also gleich drei Dinge in einem.
Anspieltipps: „Spiel mal Minimal ey“, „Lifelines“ und „Licht an!“. Wieder drei Dinge, welch Überraschung. (Junk das Männlein)
VÖ: 05.11.10 // Ant-Zen
Ohne Wertung
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Myspace.com/frllinientreumusic |
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Man kann Dominic Hein anstandslos bescheinigen, dass er ein Tausendsassa ist. Fast im Alleingang spielte er sein Debütalbum ein und übernahm dabei Gesang, Synthesizer- und Gitarrenarbeit. Ist es Rock? Ist es Pop? Eigentlich egal, denn es sind stets gute Songs, die sofort ins Ohr gehen und im besten Sinne vielschichtig sind. Die meisten von ihnen haben einen eher sanften Grundcharakter und beinhalten schöne Stimmungsbögen. Ein Paradebeispiel hierfür ist sicherlich der Titelsong. So entwickelt sich mit der Zeit ein wirklich angenehmer Hörgenuss im Spannungsfeld einiger hochkarätiger Acts. Hin und wieder hätte es vielleicht nicht geschadet, noch ein paar (mehr) Grenzbereiche auszuloten, wie zum Beispiel beim Cover geschehen, das ein echtes Schaf im Wolfspelz ist. Sic! (Torsten Pape)
VÖ: 01.10.10 // Echozone

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Moon74.de |
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"Ich leb so gesund, und Drogen nehm ich auch. Ich zähl die Jahre..." und genau in der Hälfte findet dann die Nena, einst noch feuchter Traum aller Vorstadtjungs, eine Single, die '85 irgendwie untergegangen ist. Löblich, das sich diese nun nicht nur auf einer Amiga-Best-Of wiederfindet, sondern just auch auf einer, die ganz nach ihren Vorstellungen kompiliert wurde. Kann man mit 50 ja mal machen. Heute ist sie besser epiliert und singt auch lieber mit Peter als mit dem Marcus. Der Peter hat das verstaubte futuristische Ding dann erstmal zusammen mit Lothar Manteuffel (Rheingold) und Dirk Riegner (In Strict Confidence, Minerve u.a.) einer retrospektiven Verjüngungskur unterzogen. Nun, so wundervoll unkompliziert, passt es besser zum neuen Video mit englischem Strandkiesel und würde auch auf der "Get Ready" von New Order keineswegs negativ auffallen. Warum da noch zwei weitere Produzenten - die gleichen, welche Peters Solo-Album mitverbrochen haben - für nen deutlich nervigeren Radio-Edit gebraucht wurden, weiß vielleicht nur die Nena, die lebt ja nicht nur gesund. (Ivo Klassmann)
VÖ: 05.11.10 // Starwatch

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Nena.de |
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Was für ein Herbst! Erst die Briten O.Children mit ihrem Hammer-Debüt und nun das: Ein Quintett aus San Fransisco spielt einen Crossover aus Shoegaze und New/Cold Wave und das in einer Manier, die einem fast die Sprache verschlägt. Alles ist, wie es sein muss. Komplett schwarz gekleidet macht der Fünfer aus San Fransisco einen auf gelangweilt. Nur Sänger Keven Tecon – dem jungen Pete Townshend von The Who wie aus dem Gesicht geschnitten – tänzelt mit seiner Gitarre in der Gegend herum. Ein Bild für Götter, ein Sound für die Ewigkeit. Irgendwo zwischen frühen The Cure, The Chameleons und Bands wie My Bloody Valentine spielen Veil Veil Vanish Tracks, die jetzt schon wie monumentale Denkmäler wirken. Unglaublich, wo soll das enden?
(Brunner)
VÖ: 05.11.10 // Dependent / Cellar Door

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Myspace.com/veilveilvanish |
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Das Ant-Zen als Garant für qualitativ hochwertige Musik steht, würde ich ebenso wenig zu den Geheimnissen der Menschheit zählen, wie den Umstand, dass die dort vertretenen Acts zumeist abseits stilistisch ausgetretener Pfade agieren. In dieser Hinsicht weiß auch Nin Kuji nicht zu überraschen. Umso überraschender aber ist, wie Norman P., Klangdesigner hinter dem Industrial-Projekt, es auf „Sayonara“ immer wieder schafft, den Hörer in ein paralleles Elektroniversum zu befördern und dabei sämtliche musikalische Orientierungspunkte außen vor lässt. Wir wissen nichts, wir haben nichts je zuvor gehört, alles beginnt mit dem Druck auf die Play Taste! Ausgeglichen und feinfühlig, doch zugleich hart und bedrohlich, umhüllt von sphärischen Flächen und angetrieben von Bässen und Drums, nimmt uns das Album mit auf eine Reise in die Tiefen der klanglichen Vielfalt. Sayonara! Anspieltipp: „Tamashii“ (Frank Bentert)
VÖ: 10.11.10 //
Ant-Zen

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Ninkuji.de |
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Achtung, diese Ambient-EP ist experimentell! Sie gleicht einer Brandrodung im Märchenwald mit anschließender Wiederaufforstung. Die Bassdrum tastet sich durch den ersten Song, ähnlich eines Kettenfahrzeugs, was verschlammte Pfade fährt. Der Fahrer fährt erstmalig durch das Märchenwäldchen. Links und rechts des Weges stehen Fliegenpilze und glotzende Bäume. Er erreicht sein Ziel. 9:50 Min Mittagspause. Dann werden Stämme, sie sind noch jung, samt Wurzel aufgeladen. Währenddessen wird mit Zwergen gequatscht. Aus der Ferne sind Hunde und Sägen zu hören. Erst nach mehreren Versuchen gelingt ihm das Fahrzeug zu starten. Zurück geht es einen anderen Weg, durch bereits gerodetes Gebiet, vorbei an weinenden Märchenfiguren. Er überlegt kurz. Dann steigt er von seinem Fahrzeug, lädt die Stämme ab und pflanzt sie wieder in den Boden. Alle tanzen. Khalija erschuf mit dieser EP ein geniales Kopfkino mit Happy End. Die Video- bzw. Kurzfilmrechte gehen an mich. (Sir Raze)
VÖ: 24.09.10 // Force Int./Mille Plateaux

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Soundcloud.com/khalija |
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Trotz gutem Spiel in der vergangenen Ära des Future Pop konnten die Spanier von Culture Kultür in den obersten Ranglisten keine Trophäen einheimsen. Nach 5 Jahren meldet man sich mit neuem Optimismus zurück. Der "Spirit" richtet sich eher nach den Hörgewohnheiten schwarz gekleideter Mallorca-Touristen, die auch im Urlaub am Buffet Hausmannskost bevorzugen. Der einst positiv aus dem Rahmen fallende dunkle Gesang ist einer Retorten-Synthpop-Stimme gewichen. Wenn auch ab und an schmeichelnde Harmonien aufblitzen, können die Melodien nicht überraschen. Das schafft dafür die Cover-Version des Joy Division-Klassikers "Love will tear us apart". Wer hätte gedacht, dass dies noch schlechter geht, als der Murks unzähliger Acts bevor. Wer dem Genre Future Pop den Rücken gekehrt hat, drehe sich bitte für dieses Werk nicht um. (Spider)
VÖ: 11.10.10 // Caustic Records

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Myspace.com/culturekultur |
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Es ist wahrlich kein Geheimnis mehr, das Pizza in Berlin eine viel rundere Sache sein kann als in Florenz. Warum also nicht auch gleich sein Debüt dort auf den Tisch packen, wo bisher nur Käse und Schinken in Sachen Vollsynthetik punkten konnten?! Minimalistischer Klang, Verträumtheit und gedankenverlorene Attitüde, Rhythmen, die vor Emotionen nur so knistern, die hypnotisieren, überraschen können und in "No Train No Plane" dazu noch einen Bass so fett wie Tiramisu drauf haben. Giorgia Angiuli und Piero Fragola haben ein unwiderstehliches Album gebacken bekommen, das ihre Vorliebe für längst vergessene schwedische Indie-Electronic keineswegs verbirgt und welches wohl nicht so schnell von unserer Tageskarte verschwinden wird. (Ivo Klassmann)
VÖ: 13.09.10 // BPitch Control

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Lovewelove.com |
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Achtung! Dienstanzug ordnen, Stiefel putzen und Ohren spitzen, es wird wieder gefunkt!
Das neue Studioalbum der Funker Vogtler steht in den Startlöchern und wird in wenigen Tagen der Truppe übergeben. Thematisch ist Blutzoll dabei genau da angesiedelt, wo man es erwartet und wo es eigentlich auch nur hingehören kann, will man sich nicht Authentizitätsprobleme vorwerfen lassen. Dass sich aber trotz aller Tradition auch Altgediehnte weiterentwickeln können, beweisen die Jungs auf dem nunmehr achten Longplayer dennoch eindrucksvoll. Die Tracks klingen soundtechnisch allesamt gereifter und griffiger. Und was bei der Bundeswehr schon seit ein paar Jahren erfolgreich erprobt wird, hält nun auch hier Einzug: nämlich die holde Weiblichkeit in Form der Gastsängerin
Valerie Renay. Aber keine Angst, die Funker sind auch nach wie vor nichts für Schnuffeldeckenschmuser. So viel Tradition muss sein!
(Frank Bentert)
VÖ: 22.10.10 // Synthetic Symphony

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FunkerVogt.de |
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MIM sitzen in jeglicher Hinsicht bereits seit Jahren und einigen Alben zwischen allen Stühlen. Die Band ist der Inbegriff der Verschmelzung verschiedenster (elektronischer) Stile und ein Garant für schräge Wortkonstrukte/Songtitel sowie merkwürdige, oft hässliche Covergestaltung. Vieles wirkt auf den ersten Blick billig, manches ist es (gewollt?) auch auf den zweiten, aber trotzdem können all jene, die nicht sofort verschreckt werden, einige Kostbarkeiten entdecken. Klingt komisch und ist es auch, aber irgendwo zwischen Techno, Nonsens, Synthiepop, NDW und EBM besitzt dieser mischmaschige Wirrwar eine eigenartige, wahnwitzige Substanz. Dark Rave eben. (Torsten Pape)
VÖ: 07.10.10 // Advoxya / Artfoffact

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Massiv-in-Mensch.de |
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Veronika, der Lenz ist da und jetzt kommt die Angelika! Wenn man das Latein nicht im Alltag verwendet, kann einem der Refrain des Titelsongs dieser limitierten Maxi schon ein kleines Schmunzeln entlocken. Spätestens nach dem zweiten Durchlauf schreibt der Amtsarzt dann aber das Attest mit der Diagnose Ohrwurm aus. Böse Sache das, aber der geschmeidigen Elektronik und dem prägnanten Einsatz von Gesang bzw. gedudelten Säcken entkommt man einfach nicht so schnell. Stimmlich gibt es übrigens Unterstützung vom Mono Inc.-Martin, der bekanntlich schon so manchen Song in die Erinnerung gebrannt hat. Neben drei Versionen, die die Songelemente recht unterschiedlich gewichten, gibt es noch den Bonustrack "Nichts ist unvergänglich", der mich ein wenig an das letzte Girls Under Glass-Album erinnert. Es gibt schlechtere Referenzen. (Torsten Pape)
VÖ: 24.09.10 // Infacted Recordings

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Heimataerde.de |
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