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Releases:  =  Beschissen    //       =  Nicht beschissen    
     
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Hundreds "Hundreds"

 

// VÖ: 30.04.10 // Sinnbus
Es ist ja immerhin schon August, ich leg’ mich mal fest: was Electrofrickelpop als Genre angeht, ist das hier meine Platte des Jahres, also, wird es gewesen sein in nur wenigen Monaten. Aber es ist eine Spätsommerplatte, eine astreine Barbara-Morgenstern-eske Platte, die lässig ist und angenehm wie eines dieser Mixgetränke, die man in Strandbars beim Sonnenuntergang nur zu schätzen weiß, also vor allem unaufdringlich und melancholisch zur gleichen Zeit. „Solace“, „Machine“ oder „Song For  A Sailor“ wird man auf dem Heimweg von Wochenenden am See hören, im Auto, und dabei an seine verlorene Jugend denken und trotzdem lächeln. So ist das nämlich. Zuckersüße, grandiose Mädchenmusik, die auch bei Jungs funktioniert, wenn sie ein Herz haben, selbst wenn sie’s nie zugeben würden. Ungeeignet vielleicht für Bürstenhaarschnit-EBM-Golfclub-Mitglieder, aber ALLE anderen kaufen sich bitte sofort diese Platte. Mehrfach. 9 von 10 Cocktailschirmchen. (Frank Lachmann)


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HundredsMusic.com

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Greie Gut Fraktion "Baustelle"

 

// VÖ: 18.06.10 // Monika Enterprises
Heidewitzka! Auf die Idee, aus Baustellengeräuschen eine Platte zu machen, muß man ja auch erstmal kommen. Aber Ernst beiseite: auf die Idee kamen schon die Neubauten und ein paar Trillionen anderer Nachwuchs-Klanginstallateure, bei Greie Gut Fraktion (Antye Greie & Gudrun Gut) klingt das Resultat aber doch irgendwie stimmiger: kein Haudruff-Krach mit Presslufhammer-Aufnahmen, sondern einigermaßen filigran eingesetzte und nur die Stimmung von Baustellen erzeugende Rhythmen und Klänge. Das läuft alles so subtil ab, dass man beim Hören zwar hin und wieder an Bargelds Blixa und alva noto denkt, nie aber über das „EY! BAUSTELLE!“-Schild stolpert, das da so im Raum herumsteht – sondern sich eher wie bei einer Baustelleninstallationsvernissage vorkommt. Und, ja, das „hat irgendwas“, auch wenn’s auf Albumlänge als „Masche“ dann ein wenig Effekt verliert. 7 von 10 Schutzhelmen. (Frank Lachmann)


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GreieGutFraktion.com

 
 
   
   
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Ashbury Heights "Take Cair Paramour"

 

// VÖ: 02.07.10 // Out Of Line // Universal
Also, wenn ich mir so die Kritiken ansehe, die bei amazon über dieses Album stehen, muss ich mich wirklich fragen, ob die jemals die alten Sachen gehört haben. Insbesondere das Debüt war eine absolute Granate in Sachen modernem Electro-Pop. Das hier vorliegende Album ist nicht wirklich schlecht, driftet aber teilweise in dermaßen seichte Gefilde ab, dass ich nicht einen einzigen Track entdecke, den man in einer Gothicdisco als DJ spielen könnte, ohne mit Gläsern beworfen zu werden. Sicher gibt's einige wirklich nette Songs, insbesondere im zweiten Teil der CD, aber gegen das Debüt hat diese CD keine Chance. Eher widerwillig höre ich mir normalerweise Remixe und Bonustracks an, weil die meistens eh Mist sind, doch diesmal sind hier große Überraschungen zu finden, denn insgesamt ist die Beilage stärker als das eigentliche Hauptalbum. Und mit dem Bonustrack "Dark Clouds" kommt gleich noch das beste Stück des kompletten Albums. CD 1 ok, CD 2 überraschend gut. Aber dennoch: mit schwarzer Szene hat das hier gar nichts zu tun und so gerät der Song "Ordinary" zum Boomerang, denn das ist das Album leider über weite Strecken. Zudem ist die neue Sängerin um Welten schlechter. Eine kleine Enttäuschung. (Chucky)


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Myspace.com/AshburyHeightsMusic

 
 
   
   
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Mika Goedrijk "Looking-Glass World"

 

// VÖ: 21.06.10 // Ant-Zen
Das Sonderbare an dieser Platte ist, dass sie sich nicht entscheiden kann, wo sie hingehört: ein bisschen Snog, ein bisschen 4tothefloor-Industrial, ein bisschen IDM, ein bisschen Hawaii-Gitarre(nsamples), ein bisschen Microwave-Gefitzel à la raster-noton (mit wunderbar knackigen Samples übrigens), ein bisschen Beefcake und Breaks und ein bisschen Trompete(nsamples) noch rhythmisch zwischenreingeschoben. Versteht man nicht, muß man vielleicht auch nicht, aber ganz schön fahrig und weird klingt das dann schon, am Stück gehört. Looking-Glass World rollt gewissermaßen einmal Querbeet durch alle Stile und Ideen, die nicht bei drei auf dem Baum waren: im Resultat kommt das nicht ganz an Aphex Twin heran, ist aber doch mit jedem einzelnen Track für sich interessanter ist als vieles, was sonst gern an Aphex Twin herankäme. Und das ist ja wohl echt mal die schlüssigste Argumentation seit Bestehen des Bodystylers! 6 von 10 Richard-D-James-Gedächtnisfratzen. (Frank Lachmann)


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Myspace.com/mikagoedrijk

 
   
   
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Bettina Bormann "IMAGO - für immer Dein"

 

// VÖ: 21.05.10 // Danse Macabre
"Manche Leute beschäftigen sich mit Dingen, die so klein sind, dass man sie... kaum erkennen kann." Bettina Bormann jedoch befasst sich mit mehr – der immer währenden, unteilbaren, unbefleckten Liebe. Eine Frau, die früh sich und ihren Vater verlor und durch Zufall alles und mehr wiederfand. So makaber, brutal offen und pervers, so grandios ist dieses Debüt. Was mit ihrem Musikprojekt ::OT:: begann, entfaltet sich nun zu voller Größe. Macht neugierig auf mehr! "Du wolltest, was ich wollte... Du kamst mir zu nah." (Manuela Seiler)


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Bettina-Bormann.de

 
   
   
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Roman Rain "Roman Rain"

 

// VÖ: 25.06.10 // Danse Macabre
Bühne frei, die Freakshow kann beginnen. "Sing mit mir ein kleines Lied" scheint der geheimnisvolle, gediegene Fremde aus dem fernen Sibirien aufzufordern. Sein musikalisches Werk beinhaltet eine imposante Zusammenstellung verschiedenster Musiksparten, mal kommt er elektronisch daher, mal konkurrieren Musicalart und Gothrock, Pop wie Alternative. Erstaunlich ist es, wie dieser Gnomenhafte mit den adeligen Zügen fantasievoll, vielschichtig und eindringlich diese neue Leichtig-, gar "Luftigkeit" auf die Zuhörerschaft überträgt. Jedoch kann diese dadurch für manchen schwer verdaulich sein, da die leicht atonale, recht bizarre Musik nicht Jedermanns Sache ist. Wer sich dennoch neugierig gemacht fühlt, dem empfehle ich einen kostenlosen Album-Download als Appetithappen – aber Vorsicht: nicht verschlucken! (Manuela Seiler)


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Romanrain.spb.ru

 
   
   
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Nouvelle Vague "Best Of"

 

// VÖ: 12.07.10 // Peacefrog
2004 war das Jahr der vielleicht erstaunlichsten Erfolgsgeschichte, was die französischen Outputs betrifft. Ausgerechnet im Mutterland der Waver startete ein in jeder Hinsicht doppeldeutiges Wiederaufbereitungsphänomen, welches Lebenslust & Totentanz alliierte. Ein regelrechter Fetischismus begegnet seit dem der aparten Auswahl akzentuiert hauchender Mademoiselles‘ um Marc Collin & Olivier Libaux. Und auf der hierzulande nur als Import erhältlichen Scheibe werden nun die Highlights aus 3 Alben Transformationsarbeit in Sachen Bossa Nova & Lounge zusammengefasst. Wer nach der Intensivierung von Joy Division, The Clash, Depeche Mode, oder den The Psychedelic Furs noch Lust auf U2, The Stranglers oder Siouxsie in schwebender Balance hat, sollte zur Limited Edition greifen, welche gleichwohl den "Eisbär" vergaß. (Ivo Klassmann)


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NouvellesVagues.com

 
   
   
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Compilation "Hymns Of Sex"

 

// VÖ: 16.07.10 // Machineries Of Joy
Wer die Freuden des Unterleibs wie ein Mel Gibson oder Kachelmann angehen mag, der verlangt nicht zwingend nach Barry White. Grund genug für Sven Lauwers & Andy De Decker auf ihrer zweiten Lobgesänge-Compilation einfach mal das Thema zu wechseln, 19 Jahre alte Dildos aufzupolieren & sich beim Masturbieren von ein paar Belgiern zur Hand gehen zu lassen. Claus Kruse ist derjenige mit der meisten Erfahrung beim Gangbang mit der alten Hure EBM und die schwedischen Extremsportler EkoBrottsMyndigheten beweisen richtig Kondition... als DAF-Doppelgänger. Aber auch der Rest macht sicher nicht nur in Dessauer Freudenhäusern Lust. (Ivo Klassmann)



Porno, Erotik, Sex, Leder, Latex und der ewige Traum lustvoll zubereiteter Schmerzen … Wer sich nicht in diesen Welten und ihren Phantasien bewegt, der hebe die Hand. Richtig: Wir alle wollen es mal zeigen bzw. ordentlich gezeigt bekommen. Und „Hymns Of Sex“ bietet nichts weniger als den Soundtrack zum Leben hinterm Vorhang. Und das 19 Mal. Armageddon Dildos und Leaether Strip, Ekobrottsmyndigheten und Ionic Vision sind nur vier der auf dieser Compilation vertretenen Akteure, die ihre Botschaft anstatt ins Ohr direkt in den Po schieben. Du praktizierst S/M ohne diese CD? Dann versuch es mal mit. Du lässt Dich ohne diese Musik auspeitschen? Mach es mit ... Schmutzige elektronische Klänge, Industrial-Sex-Core, Leder-Vibratoren: Tu nicht so, als wüsstest Du nicht wovon die Rede ist. „Hymns Of Sex” bringt lüsterne Anarchie ins Bett. (Manfred Thomaser)


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Machineries-Of-Joy.com

 
   
   
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Inertia "Interpret"

 

// VÖ: 20.09.10 // Deathwatch Asia
Reza Udhin & seine Mannen verkörpern wohl all das, was die einen am Electro mögen & was andere schaudern lässt. Egal: Für die Eier, nach ihrem Fulltime-Cover-Album mit einer Japan-Version der ebenso langen Remix-Orgie ihres Vorgängeralbums hier aufzuschlagen, gebührt ihnen Respekt. Erst recht, wenn das Ganze mit einem potenten Remix der Armageddon Dildos beginnt, sie selbst "The Preacher" neu interpretieren und Die Krupps noch eine Schippe drauflegen. Den Rest davon muss man nur in Japan kennen, da mögen sie Dinge mit etwas fadem Nachgeschmack. (Ivo Klassmann)


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Inertia.gs

 
   
   
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Mind.Area "Stagnation/Death EP"

 

// VÖ: 05.07.10 // Ionium Records
Mit drei neuen Songs und drei Remixen lässt mind.area seinen Fans keine Zeit, einen Ort der Ruhe zu finden. Im Februar erst erschien das Album „long-distance side trip“, jetzt folgt die ep „stagnation/death“. Und dieser Mix aus Industrial, Trance, Electro-Psycho und Ambient verwirrt seine Hörer wie ein vor den Augen hin und her pendelndes Skalpell. Gut möglich, dass sich der Folterknecht im Traum als Nivek Ogre (Skinny Puppy) entpuppt. Im Gegensatz zu SK aber bewegt sich mind.area weniger aggressiv durch die Endzeit. „No Chance“ verwirrt mit schnellen Beats und einer dennoch ruhigen Grundstimmung, „Lowdown“ ist hypnotisch-druckvoll und „Deadlock“ zieht über ein Schlachtfeld, dem Tod die neuen Kunden reichend … mind.area ist eine willkommene Alternative zum puren Industrial, nicht genial aber gut genug, um Gehör zu finden. (Manfred Thomaser)


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Myspace.com/MindArea

 
   
   
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Hocico "Dog Eat Dog"

 

// VÖ: 25.06.10 // Out Of Line
Keine großartige Weiterentwicklung oder gar nennenswerte Ideen, einfach wieder Hocico und für viele ist das wahrscheinlich auch gut so. Solitary Experiments geben dem Ganzen obendrauf noch etwas mehr Biss und differenzieren sich damit erfreulich deutlich vom Rest der Remixer, welche sich dem Gesetz des freien musikalischen Falls unterwarfen und hier jämmerlich vor die Hunde gehen. (Ivo Klassmann)

Erscheint auch als 666 Stück limitierte 7" in weißem Vinyl mit der exklusiven B-Seite „Breathe Me Tonight“ »


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Hocico.de | Out Of Line-Shop

 
   
   
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Squaremeter „Heliogabal“

 

// VÖ: 14.06.10 // Ant-Zen
Nach einem Ausflug in die griechische Mythologie auf dem Vorgänger „Nyx“, setzt sich Mathis Mootz nun mit dem römischen Kaiser Elagabal auseinander. Dunkel und mystisch ziehen dabei die Soundscapes durch den Äther. Sie wirken bedrohlich, werden immer wieder von Stille oder obskuren Geräuschen unterbrochen. Als Vergleich wollen dazu spontan Werke von „Raison D’Etre“ einfallen, die mit ähnlichen Stilmitteln hantieren. „Heliogabal“ ist dabei allerdings ungleich schwerer zu fassen, da keine Melodien oder Rhythmen als Anhaltspunkte dienen. Zudem hat dieses Werk nichts mit Melancholie oder anderen warmen Emotionen zu tun und wird somit hauptsächlich Industriemusik-Hardliner ansprechen. (Brunner)


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PositionChrome.com

 
   
   
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Operation Mastermind "Too Much Is Enough"

 

// VÖ: 27.08.10 // Hi-Hat Records
Wer bei diesem sommerlichen Trip zu den Rändern der Popkultur glaubt, dieses Trio gäbe sich konservativ, der irrt. Das ist vintage und man gedenkt schwerpunktmäßig mit sanftem Groove nebst schleppendem Beat irgendwo zwischen Bar-Jazz versus exotisch verbrämten Soul - den einzig wirklich guten Tagen. Als Männer mit  behaarter Brust noch aufrecht sexistisch sein durften und die Musik banal. Einzig  fürs Afterhour-Besäufnis und zum Kette quarzen arrangiert. Die Frage, gerührt oder geschüttelt, lässt sich indes nicht wirklich beantworten. Tracks wie "Paradise" & "Blue Curtains" entschärfen den mürben Alltag und bilden das perfekte Sujet für Bunny Bonebreakers' Lippenbekenntnisse. Man sehnt sich jedoch des Öfteren nach mehr Abwechslung à la Groove & Meetz. (Ivo Klassmann)


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Myspace.com/OperationMastermind

 
   
   
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Andreas Akwara "Erwachet"

 

// VÖ: 16.07.10 // Scare-Records // iM Electronic
Der in Kleve geborene Andreas Akwara ist in der amerikanischen Ambient-Szene kein Unbekannter mehr. Sein Debüt-Album „Solar Eclipse“ ging ebenso in die Top Ten der US-Ambient-Charts wie das nachfolgende “Pathos”. In Deutschland kennt man Akwara vor allem als Vertreter christlich-konservativer Ansichten. „Erwachet“ greift diese auf und ist laut Info-Text von der Sorge um den Verlust der Harmonie des Menschen mit Natur und Gott geprägt. Die ersten sieben Songs klingen wie man es aus Dokumentationen kennt, wenn die Geburt einer Galaxie mit synthetischen Klängen untermalt wird. Bei den letzten beiden Stücken scheint Akwara mit orchestralen Arrangements in eine Schlacht zu ziehen. Selbige aber verliert er, denn nicht nur hier gestaltet sich „Erwachet“ als zu gefällig. Die Musik bleibt distanziert und schwebt am Ohr vorbei. (Manfred Thomaser)


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Andreas-Akwara.de

 
   
   
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Saima & Elasto "Tec-Mec"

 

// VÖ: 19.07.10 // A. Zima Production
Vorab: Mit Unterstützung der 16jährigen Rebecca Brosch (aus Hüllhorst!!) wurde „Tec-Mec“ von Jeff Saima (aus Bad Oeynhausen!!) schon Ende 2009 produziert.
Jetzt: Saima ist in seiner hauptberuflichen Freizeit Musiklehrer, 36 jung, „experimentiert und produziert nicht nach Schemata, orientiert sich auch nicht nach typischen Produkten dieser Sparte“ (Zitat Presseinfo). Vielleicht hätte er genau das aber tun sollen. Denn sein selbstfrech unter dem Deckmantel Elektro, Dance, Club & House firmierender Musiksalat lässt sich nur mit Ohrenschmerzen kauen. Und wie wir alle wissen: Lass’ sein, Salat zu später Stund’ - der gärt auf und macht ungesund.
Kurios: Laut Label A. Zima Production ist dem Jeffe mit Song 3 auf dieser Single, „Stamp Screamer“, angeblich ein Meisterwerk der Clubszene gelungen. (B. Horst)


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JeffSaima.de

 
   
   
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// VÖ: 09.07.10 // ZyX

 

Mark Oh "More Than Words"
Das hässliche kleine 90er-Revival strotzt schier vor Selbstüberschätzung & spült nun sogar Re-Releases von Marko Albrecht wieder auf die Grabbeltische. Wer sich jetzt verdutzt am Kopf kratzt, dem sei nur so viel unnützes Wissen vermittelt: Dieser nicht gerade ehrenhaft aus unseren Ohren Entlassene war zu Zeiten, wo es noch leidlich mehr Smileys auf Pillen als im Internet gab, quasi das Pendant zum "Graf"en in Sachen Techno. Er verband die Poesie des Eurodance mit der Philosophie des Kirmes-Hardcore & hätte mit seiner Vorliebe für aufgewärmte 80er um ein Haar auch noch die Jungs von Mesh zu mehr als einem Quickie rumgekriegt. Er verklebte recht erfolgreich nicht nur in Schwedt & Recklinghausen jede Menge Rezeptoren im Kleinhirn... Trotzdem kommt auch dieses Re-Release zu spät - Schwedt & Recklinghausen haben sich immens weiterentwickelt & feiern heute schon die BPM im Rahmen der Cyber-Kultur! (Ivo Klassmann)


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Myspace.com/MarkOhcom

 
   
   
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// VÖ: 02.07.10 // Out Of Line

 

Spectra*Paris "License To Kill"
Die Girlie-Band um Elena Alice Fossi kann & muss man nicht mehr nur als weiteres Nebenprojekt von Kirlian Camera anbiedern. Mit diesem 2ten Album emanzipieren sie sich rasanter denn je, musikalisch & optisch, aus dem Schatten Bergamini's. Hier funkelt nun der Powerpop mit Marianna Alfieri's schwerem Standbein im Glamrock & versucht sich an inhaltlicher Aufarbeitung vom Zelluloid jenseits der Cinecittà. Trotz Schützenhilfe eines Dope Stars ist die Scheibe durchweg radiotauglich, aus der Versuchung einer feminineren Interpretation von Bowie & Bolan ist dann doch eher etwas Lady Gaga oder Marmalade mit düst'rem Touch geworden. Gaga ist ebenso der angemessene Ausdruck für das Cover aus Disney's Beauty & the Beast am Ende... (Ivo Klassmann)



Erscheint 1.) als reguläre Album-CD mit Bonus live-DVD und 2.) als strikt limitierte, aufwändig gestaltete Fan-Box mit dem Album auf clear-Vinyl, Poster, Aufnäher, Postkartenset und Shape-CD-Clubkarte mit exklusivem Track »

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Myspace.com/SpectraParis

 
   
   
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// VÖ: 02.07.10 // Trisol

 

Kirlian Camera "Not Of This World"
Endlich ein vortrefflich ausgereiftes Stück Parmigiano-Reggiano... Im Gegensatz zur Odyssey-Europa-Box vor einem halben Jahr erhält man justament auf 3 statt 4 CDs eine geschmacklich sehr viel ausgewogenere Selektion & ein ansprechenderes Äußeres für knapp ein Viertel des vorherigen Preises. Keine Ahnung, warum dazu nur das altvertraute Label in der Lage war, aber letztlich dennoch ein gutes Argument, sich auch noch an dieser Best-Of zu reiben. Die knappe Handvoll neuer Zutaten, bis auf jene 8-minütige Live-Version von "Ocean", kann man gleichwohl treuherzig bei der Mehrwertsfindung vernachlässigen. (Ivo Klassmann)


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KirlianCamera.com

 
   
   
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// VÖ: 01.07.10 // Danse Macabre

 

Defence Mechanism "Invasion of the robot brains from planet zero"
Eigentlich müsste diese kanadische Band für den Soundtrack zu unserem Bodystyler engagiert werden.  Allein das schräge Artwork im Stil eines reisserischen B-Movies qualifiziert zur Teilnahme. Optisch wie inhaltlich kommt man angesichts der überzogenen Comic-Roboter-Invasions-Thematik auch an Vergleichen zu Filmen wie "Mars attacks" oder "Transformers" nicht vorbei. Die Musik ist  angenehm elektronischer Art und alles klingt irgendwie typisch amerikanisch im Stile von Iris, System Syn oder auch State of the union. Wenn dann zwischendurch ein paar passende Sprachsamples oder eine Prise KMFDM hinzukommen und alles auch noch im "incredible robotron-o-phonic sound" präsentiert wird, funktioniert das ganz prächtig auch ohne das aufgeblasene Konzept. (Torsten Pape)


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DefenceMechanism.ca

 
   
   
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// VÖ: 28.06.10 // Boredom

 

Neutral Lies "A Deceptive Calm"
Auf diesem Silberling findet man viel Licht, aber auch viel Schatten. Auf der instrumentalen Seite ist es hell, da ausgefeilte Synthiemelodien mit deutlicher Affinität zu den Klängen der Jungs aus Basildon oder auch Bietigheim-Bissingen (Camouflage) das Herz erfreuen. Der Schatten indes senkt sich hernieder, wenn es um den Gesang geht und der Labelname wird schnell zum Programm. Auf Maxi-Länge vielleicht noch nett, aber ein gesamtes Album darf von diesem Frontmann einfach nicht bestritten werden. Genau wie bei DSDS und Konsorten stellt sich zwangsläufig die Frage, warum niemand dem Vokalakrobaten mal rechtzeitig gesteckt hat, dass sein Stimmumfang sich im 3-Ton-Bereich bewegt. Also ab zum Gesangsunterricht oder gleich einen neuen Sänger gekauft, und dann das Album bitte noch einmal richtig einspielen, denn die Songs an sich sind toll. (Torsten Pape)


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Myspace.com/NeutralLies

 
   
   
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// VÖ: 25.06.10 // Soundcolours / Soulfood

 

Blank & Jones "Releax Edition 5"
Rund 15 Jahre später hat nichts an Reiz verloren, was als Downbeat den Chillfaktor des Lebens wie aus dem Nichts in die eigenen vier Wände trug. Verantwortlich hierfür sind u.a. Blank & Jones, deren „Relax“-Reihe sich als fester Bestandteil der Lounge-Szene etablieren konnte. Seit Ende Juni befindet sich die 2CD „Edition Five“ im Handel. Wer die so oft beschriebenen Nächte am Strand liebt, der findet hier den passenden Soundtrack: Anspruchsvolle Klänge zum Chillen und Tanzen, die weit entfernt vom Fahrstuhlgedudel sind. Die zusammen mit Gastsängern wie Mike Francis oder Cathy Battistessa eingespielten Songs glänzen wie die See im Licht des Mondes. Instrumental-Tracks wie „Hang Loose“ oder „Jet Set“ versprühen einen wärmenden Charme, „Midsummer Dream“ und „Bien“ sind ein leichtes Spiel für jeden DJ. Schlichtweg gut. (Manfred Thomaser)


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BlankAndJones.info

 
   
   
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// VÖ: 25.06.10 // Dependent

 

Front Line Assembly "Improvised Electronic Device"
In der Endzeit angekommen, betrat ich den Raum der Kartenspieler. Jener Männer also, deren Spielsucht die finale Zerstörung mehr als nur eingeleitet hatte. Hochkonzentriert spielten sie eine Runde nach der anderen, während draußen alles starb. Plötzlich steh ich am CD-Spieler und lege das neue FLA-Album ein: „Improvised Electronic Device”. Nichts wird sich ändern, nur wohler ist mir ums Herz. Der Niedergang wird vom passenden Sound begleitet. Und 2010 klingen FLA hart wie lange nicht mehr. Ihre Alben “Millennium” und “Hard Wired” drängen sich als Vergleich auf, den Einsatz von synthetischen Sounds und knüppelnden Gitarren aber vermischen Bill Leeb & Co. intensiver als zuvor. Neben Skinny Puppy ist ihr Industrial der einzige Grund, warum man anwesend sein sollte, wenn das letzte Blatt ausgeteilt wird. (Manfred Thomaser)


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Myspace.com/thefrontlineassembly

 
   
   
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// VÖ: 25.06.10 // SPV

 

The Mission "Dum-Dum bullet"
The Mission sind tot – es lebe The Mission. Seit der Auflösung gab es bereits mehrere lohnenswerte Wiederveröffentlichungen alter Alben sowie Live-Mitschnitte zu erwerben. Nun erscheint eine Kopplung von B-Seiten und unveröffentlichtem Material aus der Zeit um das Erscheinen des letzten Werkes "God is a bullet". Selbst wer die Singles besitzt, sollte angesichts der fantastischen Songs "Room 22", "So many things" und "The earth you walk upon", sowie der göttlichen A capella-Version von "Aquarius & Gemini" über einen Kauf nachdenken. Letztere macht übrigens Lust auf die anstehende Zusammenarbeit von Bandkopf Wayne Hussey mit All About Eve-Sängerin Julianne Regan. Wie schon bei früheren Archivausgrabungen lässt die Band so manch anderes (Goth-) Rock-Album blass aussehen. Einzig die zwei Instrumentale können den Standard nicht ganz halten. (Torsten Pape)


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TheMissionUK.com

 
   
   
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// VÖ: 18.06.10 // Cooperative Music // Universal

 

Silver Columns “Yes And Dance”
So langsam entwickelt sich das Label zu meinen absoluten Lieblingen. Immer wieder entdecken die richtig gute Bands, so auch Silver Columns. Die mögen wohl ganz frühe Soft Cell-Songs und verwenden genau deren Sounds, insbesondere bei den Drummaschinen. Obwohl das ganze schon teilweise recht schräg arrangiert ist, sind es trotzdem normale Elektro-Popsongs, die aber eben nicht wie solche klingen. Insbesondere die erste Hälfte beinhaltet nur Knaller, gegen Ende wird es dann einen Tick schwächer, wobei "Heart Murmors" als vorletzter Song wiederum grandios ist. Man sollte aber schon eine gewisse Affinität zu den analogen Synthies haben, denn ansonsten wird man hier ziemlich ungläubig den Kopf schütteln. Weitere Höhepunkte und Anspieltipps sind "Cavalier", "Always", "Brow beaten" und der Titelsong. (Chucky)  


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Myspace.com/SilverColumns

 
   
   
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// VÖ: 18.06.10 // Ant-Zen

 

Klangstabil “Vertraut”
Wenn man alle 11 Versionen des Titelstücks durch hat, ist man mit Anke vertraut. Schließlich entlockt eine Reinkarnation von Erika Berger bei zarten New Age-Klängen einem unsicher schwäbelndem jungen Mann so manches Detail über seine Gefühle zu ihr. Unterbrochen wird die Sitzung durch therapeutischen Krach, der im Original sehr industriallastig scheppert und, je nach Remix, auch mal etwas melodischer oder drum'n'bass-lastiger aufgepeppt ist. Diorama-Mastermind Torben Wendt schafft es sogar, das Stück so umzuformen, das es eine Titelmelodie eines TV-Krimis sein könnte. Quasi: Anke - das Mädchen auf der Treppe. Leider verlieren sich einige Arbeiten auch in eher langweiligen Soundspielereien. Und warum liebt ihr Anke?
Liebt ihr nur den Schein, dann holt Euch das Klangstabil-Album „archive.one“. Liebt ihr die ganze Persönlichkeit, dann braucht ihr diese Maxi. (Spider)  


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Klangstabil.com

 
   
   
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// VÖ: 11.06.10 // Sony RM

 

Zeraphine “Whiteout”
Kaum zu glauben, dass Zeraphine bereits ihr fünftes Album vorlegen. Die Band ist über die Zeit endgültig im Alternative-Rock angekommen und behauptet den eingenommenen Platz mit Bravour. Die zwölf neuen Songs begeistern auf Anhieb, denn die tollen Refrains und Melodien reißen schlicht mit. Mir persönlich haben es besonders "I will be there", "Out of sight" "Louisa" und "Rain falls" angetan, die man – einmal gehört - nicht mehr so schnell los wird. In guter alter Tradition  gibt es auch wieder einen fulminanten Abschluss, der dieses Mal sogar aus zwei Liedern besteht. Episch und ergreifend begleiten "Remaining desires" und der Titelsong zurück in den Alltag. Mein einziger, kleiner Kritikpunkt bezieht sich auf die hin und wieder verwendeten Stimmeffekte, die Sven Friedrich wirklich nicht nötig hat. (Torsten Pape)


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Zeraphine.de

 
   
   
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// VÖ: 11.06.10 // Parlophone

 

Chemical Brothers “Further”
The pills won't help you now - proklamieren Tom Rowlands & Ed Simons schon seit Jahren. Aber erst jetzt ist es ihnen gelungen eine wahrhaftige Alternative für Baldrian zu mixen. Im Vergleich zu den sechs Vorgängeralben glaubt man es hier nur mit einer vollen Packung elektronischer Erinnerungsfetzen zu tun zu haben, welche sich nach dem Erwachen oft wie eine Reinkarnation von Pink Floyd mit Bass & Nu-Skool Breaks übereinanderlagen. Die Buildups sind nicht wirklich neu & spannend, die Loops tröpfeln eingangs arg langatmig, echte Vocals sind abwesend & "Swoon" hätte besser Hibernate Modus genannt werden sollen... Es ist letztlich ein gut gemachtes Album, das einen musikalisch wenig fordert. (Ivo Klassmann)


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thechemicalbrothers.com

 
   
   
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// VÖ: 11.06.10 // Danse Macabre

 

E.S.T. “Secret Destroyer”
Nach kurzem dunklen Intro wird auf dieser CD fleißig der Hase von innen ausgebürstet und der eigenen Nackenmuskulatur Bewegungstherapie verordnet. Die fünf Hamburger haben die Augen fest geschlossen (Eyes Shut Tight – E.S.T.) und die Gitarre fest in der Hand. Es wird marschiert, gesägt, geschrien, gehüpft und gehämmert bis die Oma qualmt. Der Versuch, einen ähnlich mitreißenden Groove wie Korn hinzubekommen, gelingt zwar nicht immer, aber ein ordentlicher Ansatz ist bereits vorhanden. Mir persönlich sind die Gitarren oft noch etwas zu trocken, dafür finde ich die stellenweise eingesetzte Gesangsvariation, die an Dero von Oomph! erinnert, in diesem Kontext interessant. Den nächsten Marilyn-Manson-vor-15-Jahren-Look-a-like-Contest kann man schon mal locker gewinnen, und der Rest kommt auch noch. (Torsten Pape)


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Myspace.com/eyesshuttight7

 
   
   
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// VÖ: 11.06.10 // Infacted Recordings

 

Aggrezzior “Domination”
„Power body music“ ist die korrekte stilistische Beschreibung für Agrezzior, wenn man ihrem eigenen Intro auf dem Album „Domination“ glauben darf. Fraglich ist, ob sie etwas mit ihrer Musik beherrschen werden. Von den Fähigkeiten reiht man sich unters Fussvolk des ständig anwachsenden Heeres, das unter dem Zeichen eines verklärten Old School-Tribuns ficht. Ja, die Zeiten auf dem elektronischen Schlachtfeld waren früher rau und barbarisch, aber deren Krieger eben nicht nur kraftvoll, sondern auch mutig und vielseitig. Sich schablonenhaft durch jeden Song zu kämpfen, haben sie schlichtweg abgelehnt. So ist dieses Nebengefecht nur etwas für diejenigen, die noch jedes an diese Zeit erinnernde Artefakt besitzen möchten, egal, wie unbedeutend es sein mag. (Spider)



Alte Schweden versuchten schon mit so manchem die Welt zu dominieren & mussten dann doch ihre Errungenschaften anderen überlassen... Johan Damm, Rob, Mika Rossi & Jesper Nilsson streben nun mit „Aggressive Attitude“ & „Design For War“ die Vorherrschaft des Sozialismus auf dem harten Tanzboden der Tatsachen an. Spaß hat man ja immer mit Autodafeh, erst recht wenn hier noch ein markanter Shouter den Elch- ...ähm Skorpion-Test macht. Habe mich allerdings die gesamte Spielzeit über gefragt, warum dazu schon wieder mal Nitzer Ebb & Front 242 die Takte der Marschmusik ohrenkundig dominieren müssen. Altbekanntes, aufgeputscht mit einem heftigem Beigeschmack, das war doch auch schon beim Punsch Blåbär nicht wirklich der „Hammer Of Combat“ im Konfitüren-Regal. (Ivo Klassmann)


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Myspace.com/Agrezzior

 
   
   
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// VÖ: 11.06.10 // Mute

 

Andy Bell "Non Stop"
Ich gebs ja zu: ich bin seit ewigen Zeiten Erasure-Fan, obwohl ich bis heute nicht wirklich sagen kann warum, denn eigentlich mag ich tuckenhaftes Getue, wie das von Andy Bell, gar nicht, doch warum auch immer - den hab ich ins Herz geschlossen. Nun liegt sein zweites Solo-Album vor. Nachdem er beim Vorgänger eher Popsongs präsentierte, geht er jetzt stark in die Glam-Richtung, was eigentlich auch recht gut zu seiner Erscheinung passt. Jedoch sind die Songs, die fast alle wie eine Mischung aus Donna Summer in der "I feel Love"-Phase und Kylie Minogue Ende der 90er klingen, teilweise doch recht durchschnittlich geraten. Zwischendurch blitzt das songschreiberische Können auf, wie etwa bei "Call on me", "Will you be there" und das etwas aus dem Rest herausstechende "Slow release", welche die Höhepunkte zwischen einigen Belanglosigkeiten darstellen. Da hätte ich einen Tick mehr erwartet, aber der Mann ist nun auch seit 25 Jahren im Geschäft, irgendwann gehen einem eben auch mal die Melodien aus. (Chucky)


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AndyBell.com

 
   
   
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// VÖ: 11.06.10 // EV

 

DJ Dag meets Anne Clark "Full Moon"
Dag Lerner ist eine ausgebleichte Legende. 25 Jahre Club-Handwerk in Läden wie dem Omen & dem Dorian Gray hat er auf dem Buckel, er rottete die ibizenkische Volksmusik aus & trug mit seiner Spielart von Dance 2 Trance maßgeblich beim Umbau des HR3 hin zum trivialen Regionalparty-Sender bei. Für seinen Jubiläums-Silberling hat sich nun der Platten-Indianer die Stimme von Anne Clark & ein paar Samples von Ronan Harris ausgeborgt. Er stompt damit als Flowmaster durch Arpeggiogedudel, welches von Eurodance-Häppchen penetriert wird. Das Ganze ist um etliche Mondphasen langweiliger als das Original & mehrere Lichtjahre von vergleichbaren Reworks eines David Harrow oder Razormaid entfernt, indes als Floorfiller in Stadtallendorf taugts alle mal... (Ivo Klassmann)


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AnneClarkOfficial.com
// DJDag.de

 
   
   
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// VÖ: 08.06.10 // Body Function

 

Ascii Disko „Stay Gold Forever Gold“
Ascii Disko ist Ascii Disko, wie nur Ascii Disko sein kann. Will meinen, dass die Musik von Daniel Holc ein autarker Kosmos ist, der sich von verbrannten, Goldkettchen-tragenden Techno-Grinsebärchen abgrenzt, auch wenn der Albumtitel diese Behauptung absurd erscheinen lässt. Widersprüchlichkeit ist eben eine verkannte Tugend. So versprach der Opener „Pantera“ vor erstmaligem Hören eine harte Electro-Metal Nummer zu sein. Pustekuchen. Das kommt davon, wenn man an Pantera's „Fucking Hostile“ denkt. Aber wenigstens „For I am death, I am destroyer“ rockt sicher. Nix da, hypnotisch-chillig plänkelt das Tastenbrett vor sich hin. „Stay Gold Forever Gold“ muss es jetzt aber bringen. Banal, zu monoton schleppt sich der Song über die Minuten. Einstige Frechheit im Liedgut ist noch etwas bei „Jawbreaker“ zu erkennen und chillige Momente verspricht „Everything is fadiong away“. Der Rest ist bedauerlicherweise durchschnittlichem Electro gewichen. (Sir Raze)


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Myspace.com/AsciiDisko

 
   
   
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// VÖ: 04.06.10 // Synthage Records

 

Toxic•n•Blue „Fly tonight / Borderline“
Urzeitkrebs Dan d‘Anyou wagt sich erneut an das Selbstexperiment eines analogen Doppel-Whopper’s mit dem Pimmelmann Joke Jay als Geschmacksverstärker. Ihre durchaus ästhetische Operation „Borderline“ tänzelt so unbekümmert rein wie vormals Martin L. Gore bei seinen ersten Testläufen in Sachen dreiminütige Musikstücke. Der „Soul In Balance Mix“ & Caisaron‘s Version von „Fly tonight“ machen das Ganze indes schon interessanter & dann ist es auch hoffentlich mal wieder gut mit den kleinen Scheibletten. Album her... aber zackig & bitte nicht nur für Devotees. (Ivo Klassmann)


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Myspace.com/ToxicnBlue

 
   
   
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// VÖ: 04.06.10 // Conzoom Records

 

Compilation “Electropo 4”
Und wieder einmal gibt es ein neues Kleinod in der kleinen, aber feinen electropop-Reihe für Freunde des gepflegten Synthpops zu verzeichnen, und erneut begnügt man sich nicht damit, auf Bewährtes zurückzugreifen, sondern serviert knackiges musikalisches Frischfleisch. Im Vergleich zur letzten Episode geht es hier zwar teils etwas seichter und noch poppiger zu, es finden sich aber durchaus ein paar interessante Neuentdeckungen, wie beispielsweise von This Vision, Carved Souls oder Johnny X. Gab es beim dritten Streich noch kaum Ausfälle, so ist man hier leider vor unerträglichen Seichtigkeiten wie von Destination und Neutral Lies nicht gefeit, aber wozu gibt es schließlich die Skip-Taste! Letztlich aber ist und bleibt diese Reihe, vor allem für diese schmale Mark, eine feine Sache! (Fräulein Beymer)


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Ark.Brendan-Perry.com

 
   
   
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// VÖ: 04.06.10 // Cooking Vinyl

 

Brendan Perry “Ark”
Intensiv sind sie, die Hörerlebnisse mit der Musik Brendan Perrys. Und leider stellt „Ark“ erst das zweite Solo-Album des Gründungsmitglieds der Legende Dead Can Dance dar. Nach dem beeindruckend schönen „Eye Of The Hunter“ (1999) wechselt Perry auf „Ark“ von den (akustischen) Gitarrenklängen des Solo-Debüts zu perkussiven, synthetischen und orchestralen Arrangements, die einmal um die Erde und irgendwie auch dorthin zurück führen. „Ark“ verbindet die melancholische Seite der Weltmusik mit Endzeitvisionen, die u.a. geprägt sind vom Konflikt im Nahen Osten, der Polit-Korruption und der Entfremdung. Die acht Songs verströmen neben gelebter Schwere die für Perry typische Atmosphäre und sind perfekt unkommerziell. Zeit  sollte man sich für diese Klangräume nehmen, denn Perrys stilübergreifende Musik ist ein Geschenk. (Manfred Thomaser)


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Ark.Brendan-Perry.com

 
   
   
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// VÖ: 31.05.10 // Bensch Audio

 

StaTic VioLenCe „Auf die Fresse???“
Auf einer musikalischen Landkarte entspricht das heutige Potential des Electro/Industrial inzwischen knapp der Größe vom Vatikan-Staat & StaTic VioLenCe ist seine No-go-Area... Nicht etwa wegen des Potpourri an Poser-Sprüchen, für welches sich der Kraftausdruck "Texte" wie von selbst verbietet & für deren Beurteilung sich auch eine FSK zu schade ist. Einfach nur, weil deren instabile Emulsion von Oi! ohne Gitarren & Electro der chinesischen Sorte (= billig + kopiert) die eingeschlagene Genre-Richtung zu noch mehr VÖs ohne Relevanz nun mal grundlegend unterbietet. Halbwegs erträglich wird es nur, wenn sie wie z.B. bei "Counterstrike" einfach mal die Fresse halten. Da helfen auch keine als Remix getarnten Fördermaßnahmen von Faderhead, Soman & Giftstrauch. (Ivo Klassmann)


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Myspace.com/StaticViolence

 
   
   
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// VÖ: 28.05.10 // Out Of Line

 

Agonoize „999“
Jetzt greifen wir mal wieder ganz tief in die Klischeekiste, denn eigentlich müsste jemand, der so rumläuft wie ich, und das gerne mal tut, genau diesen Beat gut finden. Tut er aber nicht. Das soll anders klingen als früher, hat man mir gesagt, also reingehört. Musikalisch gar nicht so übel, die Melodien durchaus anständig und der Beat absolut tanzflächenkompatibel. In der Disco würde mir das sogar gefallen. Aber auch eben nur hier. Zu Hause würde ich mir sowas nicht anhören. Und noch was: Kann der nicht einfach mal die Fresse halten oder zumindest den Vocoder rausnehmen? Das ist auf Dauer absolut nervig. Ach nee, das klingt ja dann nicht mehr  böse und die müssen ja böse sein, wo wir wieder am Anfang der Rezi wären. Knicklichter raus und abtanzen. Aber bitte aufpassen, dass der Rest auch dazu passt – kleiner Insider. (Chucky)

Ohne Wertung
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Agonoize.de

 
   
   
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// VÖ: 28.05.10 // Normals Welcome Records

 

Shout Out Out Out Out „Reintegration Time“
Shout 4x Out sind 6 Spackos aus Kanada, die mit ihrer schockigen Musik zur Aktion „Schöner unser Beat im Tanzlokal“ beitragen könnten. Ist das Space-Rock? Jedenfalls ist es Musik mit knarzigen Analogsynthies und erdigem Schlagzeug. Sie erinnert teilweise an die elektronisch-krautige Musik Ende der 70er Jahre à la Space („Magic Fly“) oder Neu. Vergleiche mit Bands der Gegenwart, wie ADD N TO (X) oder Trans Am müssen ebenfalls herhalten. Vertraut mir, diese Vergleiche sind treffend. Für einen gemütlichen Abend mit guten Freunden und bewusstseinserweiternden Substanzen taugt die Musik ebenso, wie für die ganz normale Tanzaktivität in einem fetzigen Beatschuppen. Vielleicht gibt es ja den einen Düster-DJ, der seinem Publikum mit Songs wie „Remind Me in Dark Times" oder "In the End It's Your Friends" was Gutes tun möchte. Trau dich! Folgende Bitte steht mit dieser Rezi in keinem Zusammenhang: Brian Jones, ruf mal wieder an! (Sir Raze)


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Myspace.com/shoutoutoutoutout

 
   
   
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// VÖ: 28.05.10 // Audiolith

 

Frittenbude „Katzengold“
„Die Geschichte ist ein Loop“ behaupten die drei Jungs in ihrem Song „Und täglich grüsst das Murmeltier“. Frittenbude gehören zu den jungen Wilden. Stampfende Beats, minimal-analoge Technik und Sprechgesang (RAP) sind ihr Markenzeichen. Der Begriff „Rave“ ist bei ihnen nicht negativ besetzt. Besetzt ist ein gutes Stichwort: sie sympathisieren mit der kommerziell unabhängigen Kultur, sind sich aber auch nicht zu schade auf Festivals wie dem „Immergut“ oder „Melt!“ zu mucken. Das Bude-Publikum besteht aus süssen Mädchen und Jungs mit Locke vor dem Auge. Behütete Konsumkinder, die Gesellschaft, Elternhaus und Schule hinterfragen. Sehr löblich. Ich kann immer wieder auf die Texte hinweisen, auch wenn das Gerappe bisweilen nervt. Als Bonus gibt es Remixe, die die Bude für Künstler wie Kettcar, Egotronic oder Plemo & Rampue gebastelt hat. „Katzengold“ ist mit Feuer im Arsch wirklich gut gemacht! (Sir Raze)


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MySpace.com/Frittenbude

 
   
   
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// VÖ: 28.05.10 // Tamb Media // To Avoid

 

To Avoid "Passion & Pain"
Vor den Toren Berlins feilen die Elektroniker von To Avoid mit viel Leidenschaft und Qual an ihrem Klanggebilde. Auf der EP „Passion and pain“ lassen sie uns auf Albumlänge daran teilhaben. Alle, die auf treibende, strukturierte und melodiöse EBM-Mukke stehen, werden ihre helle Freude dabei haben. Die Band leugnet nicht ihre Wurzeln in großen Namen wie X Marks The Pedwalk oder Mentallo And The Fixer zu haben, führen aber das, was solche Bands in den 90er Jahren begonnen haben, eigenständig und mit großer Kreativität und Energie weiter. Dass sie dabei keinen Bock haben, sich den strategischen Gesetzen der Musikindustrie zu unterwerfen, wirkt sich auf der EP bis zu den Remixen aus, die genauso hörenswert sind wie die anderen Tracks und kein sinnloses Namens-Pushing-Geballer enthalten. (Spider)


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Myspace.com/ToAvoid

 
   
   
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// VÖ: 28.05.10 // Idee Deluxe

 

My Fellow Citizens "To New World City"
Zwei Wookiees geben sich präsidial & gründeten eine galaktische Konföderation aus House, Progressive, funky Tech plus deepem Electro. Ihr retrofuturistisches Debüt hat was von einem überdrehten Ferry Corsten, gleichwohl es dankenswerterweise auf dessen schwülstige Trance-Orgien verzichtet, nebst einem ausgeprägten Sinn für Zivilisationslärm-Sample-Fetischismus. Man mag ja kaum glauben, das solch unrasierte Typen tatsächlich am Türsteher vorbei in Richtung Kanzel kommen konnten & noch weniger, das sie mit exquisiten Variationen in ihren deftigen Tunes der eingefleischten Alltäglichkeit im Club massiv dazwischenfunken. Citizens... check the “Program Disk”, got “Milk” & “Be Calm”! (Ivo Klassmann)


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MySpace.com/MyFellowCitizens

 
   
   
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// VÖ: 28.05.10 // RepoRecords

 
Noblesse Oblige "Malady"
Vom viktorianischen ins kreolische führt diese Selbstsuche durch die Vielfalt des Okkulten & macht Station bei Apocalyptic Folk, Rhytm & Blues, Indie-Rock & Mambo. Was zunächst vielleicht wie Patchwork anmutet, findet seinen eigenen Rhythmus & wird zum Inbegriff durchdachter popmusikalischer Synthese. Zwischenmenschliche Erfahrungen führen zu spirituellen Beziehungen & grenzen sich wohltuend im Soundteppich der Vergleichs-Protagonisten ab. Das "Tropical Fever" spielt mit den unterschiedlichen Charakteren von Valérie Renay & Sebastian Lee Philipp, vermengt deren Rituale nebst Sozialisierung & geht dabei über das klassische Verständnis vom Konzeptalbum hinaus. Love is the Law... & dies eines der 2010er Top-Alben schlechthin. (Ivo Klassmann)


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MySpace.com/NoblesseOblige // RepoRecords.de
 
   
   
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// VÖ: 28.05.10 // Dependent

 
Front Line Assembly „Shifting through the lens“
Front Line Assembly bieten auf den 3 Titeln der Maxi fast die gesamte stilistische Streubreite, durch die sie zu absoluten Pionieren der Electro-Szene geworden sind. Der Titeltrack „Shifting through the lens“ lässt hymnenhafte Melodik mit modernen New Beat-Elementen flirten, so wie es auf ihrem „Tactical neural implant“-Album zelebriert wurde. Das Stück „Angriff“ beginnt sehr ruhig und atmosphärisch und verleitet dann schlagartig durch seine brachialen Gitarrensamples, Breaks und einen Hammer-Refrain zum sofortigen Mitsingen und Fäuste gen Himmel recken. Hier zieht sich der Faden von der „Hard Wired“ bis zum letzten Werk „Artificial Soldier“. Der Abschluss bildet das instrumentale „Endless Void“, das an ihre Anfangstage Ende der 80er erinnert und in einem Albumkontext sicher besser aufgehoben wäre. Ein gelungener Vorgeschmack auf den neuen Longplayer, der am 25.06. veröffentlicht wird. (Spider)


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Mindphaser.com // Dependent.de
 
   
   
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// VÖ: 28.05.10 // Ghostly in // Alive

 
Solvent „Subject to shift“
Huch, was ist denn hier los? Schon wieder eine CD mit analogen Synthies, die den 80ern frönt. Ist das ein Trend, der wieder in Mode gekommen ist und den ich verpasst haben sollte? Im Gegensatz zu den klanglich ähnlich gelagerten "Silver Columns" experimentieren Solvent aber deutlich mehr, verlassen auch mal die gängigen Schemata des Popsongs und erinnern an Leute wie Klaus Schulze oder Michael Garrison, insbesondere bei Stücken wie "A product of the process" oder "Unknown caller". Ergebnis sind teilweise etwas sperrige, aber durchaus interessantes Klanggerüste. Auch der seltene Gesang ist abgemischt wie in den 80ern oder sogar End-70ern und macht den Retrostyle komplett. Aber wie bereits erwähnt, hier ist nicht vieles wirklich eingängig und man muss sich schon mal mit der Platte beschäftigen und sie öfters hören, sonst könnte man sie doch etwas unterbewerten, aber das Problem ist – wer hat dafür heutzutage noch die Zeit? In dem Falle sollte man sie sich auf jeden Fall nehmen. (Chucky)


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Solventcity.com
 
   
   
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// VÖ: 23.05.10 // Sony

 
Hurts „Better Than Love“
Das neue Madchester sorgte bereits vor dieser ersten Single für multiple Höhepunkte & deren prometheische B-Seite beinhaltet im Übrigen die gleichen Ingredienzien wie ihr Hypefisch-Remix für Rammstein... Dem ungeachtet geht hier der Punktepegel augenblicklich auf Maximum. Da muss man auch gar nicht lang drüber debattieren, denn: Every second is a lifetime. And every minute more brings you closer to God! (Ivo Klassmann)


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Informationhurts.com
 
   
   
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// VÖ: 21.05.10 // Shitkatapult // Alive

 
Xenia Beliayeva „Ever Since“
Auf Shitkatapult erscheinen ab und an auch recht interessante Sachen, die meist so in die Electro-Clash-Richtung gehen. Teilweise ist das auch bei Xenia der Fall, doch Madame mischt das mit starken Einflüssen aus der Gothicszene und kreiert dadurch eine äußerst interessante, weil auch seltene Mischung. Auch die Zusammenarbeit mit Miss Kittin zeigt eher in die technoide Richtung, während Songs wie "Secret and spies" eher in die schwarze Ecke tendieren. Ein sehr interessantes Experiment und man freut sich ja über alles, was man nicht schon zig mal gehört hat. Zudem kann Madame recht ordentlich singen, was dem Ganzen noch eine gewisse Qualität verleiht, welche elektronischer Musik ja öfters mal abgeht! (Chucky)


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Myspace.com/XeniaBeliayeva
 
   
   
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// VÖ: 21.05.10 // Polydor

 
The Cure „Disintegration“
Obwohl ich nach wie vor „Pornography“ nicht nur für das emotionalste Cure-Album, sondern auch für die großartigste Platte aller Zeiten halte, muss man anerkennen, das „Disintegration“ das absolute Meisterwerk der Briten ist. Nie war Robert Smith besser in Form oder schrieb bessere Songs. Nie war die Band harmonischer besetzt und nie passte ein Album besser in seine Zeit. Nun erfährt auch dieses Werk eine Wiederveröffentlichung als Deluxe Edition. Die Produktion wurde optimiert, Bonusstücke in Form von Studio-Outtakes gewähren einen Einblick in den Entstehungsprozess der Lieder und zuletzt wird mit der vollständigen „Entreat“-Fassung ein phantastischer Konzertmitschnitt aus der Londoner Wembley-Arena geboten. Spätestens jetzt muss man „Disintegration“ zu den 10, ach was sag ich: zu den fünf wichtigsten Werken der Musikgeschichte zählen. (Brunner)



Muss man eigentlich alles gut finden, was Robert Smith gemacht hat? Darf es einem nicht glattweg auf'n Sack gehen, dass zwei verquere Pop-Songs inmitten einer ansonsten wohligen Melange aus Melancholie nebst den wohl apartesten Bass-Melodien als das optische & musikalische Lustzentrum oder gar Aushängeschild einer ganzen Subkultur vereinnahmt wurden? Wer weiß... Sein Griff in die Mottenkiste indes hat sich nicht nur monetär erneut gelohnt, aus dem drittbesten Album wurde die bisher allerbeste Deluxe-Edition. Diesmal sind wirklich alle Stationen im Leben eines Songs hier vollständig eingebunden & zuweilen auch vollständig glattgebügelt worden. (Ivo Klassmann)



In Zeiten schwächelnder Umsatzzahlen erfand die Musikindustrie das Produkt "Deluxe". Sprich, olle Kamellen mit den Wundern moderner Studiotechnik aufgepeppt, bisschen unveröffentlichte Reste zusammen geklaubt und kaufen bitte. So macht das auch unser, stets traurige und ungekämmte, Robert. Doch er liefert auch was Anständiges für die teuer ersparten Kröten. Das "Disintegration" wohl eines der wegweisendsten und besten Alben im Bereich des Düster- Wave ist, weiß jeder, der zumindest ein schwarzes Shirt im Kleiderschrank hat. Die 3-CD-Variante enthält das Originalalbum remastered. Eine CD mit Raritäten aus der Aufnahme- und Veröffentlichungszeit 1988-89, die durch tolle neue Songs und viele Instrumentalversionen zum Karaokesingen besticht. Und als Krönung findet man das Entreat-Konzert von Wembley auf der dritten CD. Damit kann man schon ein paar gemütlich-schwermütige Stunden verbringen! (Spider)


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TheCure.com
 
   
   
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// VÖ: 14.05.10 // Trisol

 
Rome „Nos Chants Perdus“
„Ist das Veljanov?“ - Diese Frage kam bei meiner Tresenschicht schon oft, wenn ich Rome spielte. „Nein. Rome heissen die“, entgegnete ich genervt. Diese Luxemburger Band schafft es seit vier Alben gekonnt Folk, Dark Wave und Apocalypic zu verbinden. Nun präsentiert die Band um Jerome Reuter nach ihrer EP „L'Assassin“ das Folgealbum „Nos Chants Perdus". Es ist in bester Liedermachermanier die Perle des ersten Halbjahres 2010. International musizierten Rome schon immer. Kein Wunder, wenn man wie Herr Reuter dreisprachig aufgewachsen ist. Im Vergleich zum grandiosen Vorgängeralbum „Flowers From Exile“ sind die Herren diesmal etwas ruhiger und weniger spanisch angehaucht. Minimiert wurde auch die Elektronik und die Samples, dafür wird der Focus auf Gitarre und Stimme gesetzt. Dann folgt bei „La Rose Et La Hache“ mit Accordionklängen französische Leichtigkeit á la Jacques Brel. Dabei bleibt die Band ihrem Stil vorheriger Lieder treu. Einfach schön! (Sir Raze)


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Myspace.com/Romecm
 
   
   
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// VÖ: 14.05.10 // Dependent

 
Decoded Feedback „Aftermath“
Bis heute ist nicht gänzlich erforscht, woran es liegt, das aus Kanada so viele bedeutende und geile Künstler kommen. Besonders die elektronische Szene setzt seit Jahrzehnten ihre eigenen Maßstäbe. Deswegen erfreut es sehr, nach fünf Jahren Pause, wieder einen Longplayer von Decoded Feedback durch die Boxen zu jagen. Ihre Melodien pfeifen quirlig wie eh und je durch die Luft. Verpackt in eine erdige und traditionellere EBM-Umhüllung als auf den Vorgänger-Alben, ist man wieder eher „Bio-Vital“. Das gemischte Duo bleibt dabei dennoch seinem Gespür für feine Harmonien treu, was sich wie immer auch auf den Gesang wohltuend auswirkt. Auf Aftermath gibt es keine einzige Schwachstelle. Jeder Song ist ein Unikat und fügt sich trotzdem in ein stimmiges Gesamtkonzept. Dieses wird in einer perfekt gemixten Produktion präsentiert, die einem jeden einzelnen Ton lupenrein genießen lässt. Ahornsirup! (Spider)


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DecodedFeedback.com
 
   
   
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// VÖ: 07.05.10 // Erased Tapes

 

Ólafur Arnalds „...and they have escaped the weight of darkness“
Man glaubt nicht, dass dieser junge Isländer in einer Hardcoreband gespielt haben soll. Seine heutige Musik ist so weit vom Hardcore entfernt, wie die Verwandtschafts-verhältnisse zwischen Steindór Andersenund Nelson Mandela. Erst 2009 brachte Arnalds mit Kollege Barði Jóhannsson (Bang Gang/ Lady & Bird) den Soundtrack „Dyad 1909“ sowie seine EP „Found Songs“ heraus. Zur Freude schiebt er sogleich weitere Musik nach. Man sollte das nötige Musikverständnis als Voraussetzung zum hören mitbringen, denn hier läuft nichts mit Bumm Bumm. Klavier, elektronische Klänge, Geigen, Cellos und ab Track 6, „Gleypa Okkur“, dezentes Schlagzeug. Das ist instrumentale Klangkunst. Wer bei Klangteppichen von Sigur Rós oder Jóhann Jóhannsson dahinschwelgen kann und unendliche Landschaftsweiten vor seinem geistigen Auge sieht, dem sei Ólafur Arnalds neues Album ans Herz gelegt. Wieder mal großartiges Kopfkino. So, jetzt nochmal hören. (Sir Raze)


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Myspace.com/OlafurArnalds

 
   
   
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// VÖ: 07.05.10 // Echozone

 

White Rose Transmission „Spiders in the mind web“
Zarte Gitarrentupfer eröffnen dieses Album voller Poesie und schöner Stimmungen. Hier hat man den perfekten Soundtrack zum entspannten Hineingleiten in einen neuen Tag. Man meint förmlich die ersten Sonnenstrahlen zu spüren und die Vögel zwitschern zu hören. Zwischendurch nimmt das Werk immer mal wieder etwas Fahrt auf, wenn die Stromgitarren angeschlossen werden, nur um kurz darauf wieder in seine wohlige und sehnsuchtsvolle Atmosphäre zu versinken. Die tollen Kompositionen werden von der samtenen und charismatischen Stimme Carlo van Puttens komplettiert, der ansonsten auch bei den Dead Guitars und The Convent hinter dem Mikro steht. Diese CD birgt Leidenschaft, hier wird Musik gelebt und auf wunderbare Weise melancholischer Optimismus vermittelt. (Torsten Pape)


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WhiteRoseTransmission.com

 
   
   
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// VÖ: 07.05.10 // Hall Of Sermon

 

Lacrimosa „Schattenspiel“
1990 war krass. Matthias Reim dudelte mit seinem satanistischen Düsterschlager „Verdammt ich lieb' dich“ aus jeder Kiste und die WM schlug gnadenlos um sich. In dem Land der Schwarzkonten bastelte seinerzeit ein bis dato unbekannter Tilo Wolff an seinen ersten Songs. Wer hätte ahnen können, dass vermutlich seine Musik Inspirationsquelle für eine in den Charts 2010 vertretene Deutschrock-Düsterband werden wird, oder sich Tanzformationen wie die Patenbrigade Wolff nach ihm benennen. Bereits 1991 feierten Grufties sein Album „Angst“ frenetisch. Nun, nach 19 Jahren und 10 Alben später, erscheint etwa keine Best of-CD, sondern ein Album mit unveröffentlichten Demo-Aufnahmen sowie zwei neuen Songs. Es bietet interessante Einblicke in den „Giftschrank“ des Wolffs. Seine musikalische Metamorphose ist hier recht intensiv hörbar. Wo einst Grufties in dunklen Ecken kauerten, bangen heute Metalmatten im Schwarzlicht. Putzig sind die Urversionen von „Seele in Not“ und „Requiem“. (Sir Raze)


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Lacrimosa.ch

 
   
   
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// VÖ: 07.05.10 // Soulow Records

 

Girls On Film „Mental Image EP“
Glam Wave, Lippenstift Synthpop und Cold New Wave. Mit phantasievollen Musikgenres überschlägt sich der Infotext dieser 2002 gegründeten Band. Die Damen aus Florida nennen sich also nach dem Duran Duran Hit von 1981. Beim Cover dominiert 80s-Glam. Hier sind vier frisierte Frauen abgebildet, obwohl in der Bandinfo „dreiköpfige Frauenband“ steht. Letztendlich sind aber nur zwei Frauen auf den Pressefotos. Irgendwie verwirrend. Können die Amis nicht zählen? Die Musik ist mit Blick auf die 1980er Jahre klar im Synthiebereich beheimatet. Dazu gesellen sich Rock-Attitüden. Das ist der Trend jetzt und das tut man neuerdings so. Gesanglich ist es leider etwas unspektakulär. Die Stimmen scheinen austauschbar. Stellenweise klingen sie irgendwie nach Madonna. Dabei wurde die Sache von GeazX (Dead Kennedys) und Paul Roessler (45 Grave) produziert. Vier Remixe beenden das Spiel auf dieser wundersamen EP. (Sir Raze)


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GirlsOnFilm.nu

 
   
   
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// VÖ: 01.05.10 // Buch // Comicstars // Knaur Taschenbücher  

"Grablicht 1" (Autoren: Daniela Winkler)
Es sollte nur einen Grund für einen Teenager geben, nachts blutüberströmt auf einem Spielplatz aufzuwachen und sich an nichts zu erinnern: Vampire! Der 16jährigen Emily bleibt wenig Zeit zu verstehen was geschah. Vampir David fand sie mit dem Tode ringend - ein Biss aber genügte und David schenkte ihr ein zweites Leben. Aber auch das ist in Gefahr, denn Vampir-Jäger sind hinter den beiden her. Und auch in den eigenen Reihen hat David wenig Freunde ... Daniela Winklers Manga-Comic stürzt Emily und David von einem Abenteuer ins nächste. Parallel bleibt Zeit für den nötigen Humor, denn selbst die Fürsten der Finsternis müssen zum Zahnarzt. Oder zwei in einem Sarg? Das hat schon bei Romeo und Julia nicht funktioniert. Und während der Spielplatz etwas über Emilys Vergangenheit weiß, kennt nur das „Grablicht“ ihre Zukunft. (Manfred Thomaser)

Ohne Wertung
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Droemer-Knaur
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// VÖ: 01.05.10 // Buch // Knaur Verlag  

"Das Ich" (Autoren: Anne Delseit, Markus Heitz, Bruno Kramm, Rebecca Jeltsch)
Ehrlich gesagt habe ich mir das Buch zur Rezension gewünscht, da mich interessierte, wie die Band Das Ich in der Comic-/Literatur-Welt ihren Einstand gibt. Vielleicht war das der falsche Ansatz, da die drei Bandmitglieder nur am Rande der zwei Geschichten vorkommen bzw. durchaus austauschbar sind. "Koma" ist ein reiner Comic-Strip, der mehr "Knirschs", "Ratter" und "Tocks" als Sprechblasen enthält und dessen Inhalt sich mir ohne Waschzettel zum Buch nicht erschlossen hätte. "Erwachen" ist dann eine recht amüsante, aber bei weitem nicht atemberaubende, illustrierte Kurzgeschichte, die mit einem voraussehbaren Ende aufwartet. Im Groben geht es beide Male um die Verschiebung von Realitäten. Vielleicht ergibt ja alles nach dem Erscheinen des neuen Das Ich-Albums einen Sinn... (Torsten Pape)


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Droemer-Knaur
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// VÖ: 30.04.10 // Echozone  

Golden Apes „Denying The Towers Our Words Are Falling From“
Neulich saß ich mit Spider redseelig bei einem Fläschchen Rotwein in der Küche, wo wir auf Golden Apes aus Berlin zu sprechen kamen. Wir stellten fest, dass man sie in den letzten X Jahren schwer umschiffen konnte. Golden Apes gehören mittlerweile zu den altgedienten Berliner Gothic-Bands, die stetig präsent waren. Zugegebenermaßen höre ich seit einer halben Ewigkeit mal wieder ein Album von ihnen und bin überrascht. Haben die schon immer so clean geklungen? Freudig vernehme ich das wirre „Taming A Dream“ sowie das wave-punkige „The Mark Of Chain/And From This Heart It Will Rise...“ mit gefühlvoller Keyboarduntermalung und dezenten Midtempo-Part. Leicht darkfolkig wird es bei „The Sea Inside“. Nicht schlecht, die Herren Lebrecht! Cold-Wave und Goth-Rock knutschen auf diesem Album innigst und verschmelzen in 12 Akten. Ach siehe da, Dirk spielt auch bei denen mit. Das ist wieder typisch Berlin! (Sir Raze)


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GoldenApes.com

 
   
   
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// VÖ: 30.04.10 // Audiolith  

Egotronic „Ausflug mit Freunden“
Audiolith Records ist Familiengeist. Nicht nur propagandistisch, sondern tatsächlich. Die Bands des Labels sind qualitativ hochwertig und der Name ist für viele junge Mitmenschen Kult. Egotronic aus Berlin gehören zur Speerspitze von Audiolith. „Ausflug mit Freunden“ heißt die neue Platte und ja, sie funktioniert. Der Titel wird dem Album gerecht. Auf ihren Trip nahmen die drei Jungs befreundete Tastendrücker wie Saalschutz, Rampue, Frittenbude und Phil The Gap mit. Treibend und kompromisslos geht es textlich und musikalisch nach vorne. Sprechgesang und Gitarren stürzen sich auf das Ohr, was immer grösser zu werden scheint, bis nur noch Ohr zu sehen ist. Dann färbt sich der Lauscher rot und das Lobulus auriculae bewegt sich im Rhythmus der Musik. Als Voraussetzung muss, wie bei jeder Musik, die Laune dafür gegeben sein, sonst kann es schnell eintönig und stressig werden. (Sir Raze)


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MySpace.com/Egotronics

 
   
   
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// VÖ: 30.04.10 // Fear Section  
Cinderella Effect „Cinderellicious“
Constance Rudert rudert zum zweiten Mal mit ihrem Boot, der „Cinderella Effect“, auf's offene Meer hinaus. Auf dem Ausflugsdampfer „Blutengel“ ist sie eine der ersten Offiziere. Neben ihnen fahrende Schiffscrews behaupten, die „Blutengel“ schlängle sich mit viel Getöse durch flache Gewässer, um allein die schwarze Krake zu bekommen. Denn momentan jagt diese lieber im flachen Wasser. Sich nun Käpt'n nennend, wagt es die Rudert und beschifft tiefere Gewässer. Schließlich hat sie gutes Wetter und eine versierte Crew angeheuert. Arm sind sie nicht, denn mit „Noiselessly“ und „Uninvited“ gibt es wertvolle Perlen an Bord. Und sogar magische Momente in der Schiffsmesse sind mit „If holy is...“ garantiert. Liebelein beim „Summerwine“ mit Vollmatrose Carsten Klatte sind zudem gestattet und bisweilen erwünscht. Damit könnte ihr die sichere Überfahrt gelingen. Vielleicht meldet sich dann sogar eine andere Reederei, welche die „Cinderella Effect“ unter Sehleuten bekannter und gefürchteter werden lässt. Arrr Arrr! (Sir Raze)


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Cinderella-Effect.de
 
   
   
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// VÖ: 30.04.10 // Boing Boing Records  
Nachlader "Koma Baby lebt"
Wer Daniel Baumann heißt, hat das Mittelmaß im Namen. Die Frau vom Amt ruft sicher routiniert diesen Namen auf und der sonst aggressive Schutzmann, der einen wegen komisch riechender Zigarette anspricht, schaut plötzlich mitleidsvoll. Zweierlei Massenkompatibilität in Vor- und Zunamen treibt einige Menschen dazu, sich anderweitig abzugrenzen. Dem Nachlader-Daniel gelingt es auf eine angenehme Weise. Schon das Vorgängeralbum war mit Liedern wie „Arbeitsgeld“ ein Knaller. Die neue VÖ sorgt sogleich mit den Worten „Aber wenn du denkst, du kannst es besser, dann geh doch nach Hause“ für Klarheit. Und ehe man sagen kann „Aber ich wollte doch nur...“, geht es schlagkräftig weiter. Nachlader verstehen sich als die proletarische Boheme. Die Texte sind frech und von Ironie durchwachsen. Electro-clashig und Ohrwurm-artig schlängelt sich die Musik durch das Grossstadt-geplagte Hirn. Einfach genial! (Sir Raze)


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Nachlader.de
 
   
   
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// VÖ: 23.04.10 // Infacted Recordings  

Shiv-R "Hold My Hand"
Wer sich längere Zeit in Australien aufhielt, der weiß, wie sehr man dort auf überlieferte Traditionen bedacht ist. Pete Crane & Lee Bulig schöpfen ein wenig aus dem Fundus von bereits Komponierten und erinnern sich an die „Happiness“ & das Vermögen auch mal Hooklines in harte Floorstomper einzuflechten. Harsh-Electro, so wie wir ihn seit Jahren aus der Minuswelt oder früher noch vom Off Beat-Label kennen. Doch das ist nicht „The End“. Es bleibt immer noch genügend Weidefläche für ein eigenes Branding, was bei einem Debüt-Album ja nicht unbedingt die Regel ist. Und wer unbedingt gepflegt eins auf die Fresse braucht, der kommt ohnehin nicht an „Blood Spatter“ vorbei. (Ivo Klassmann)



Das Projekt Shiv-R folgt auf dieser Veröffentlichung schnurstracks dem derzeit so angesagten TechnoBodyMusic-Beat, den ich normalerweise grauselig eintönig finde. Aber in dieser Mixtur mit wirklich ausgefeilten und variantenreichen, durch die Boxen quirlenden, Sound und Sample-Effekten reißt mich dieser doch tatsächlich mit. Ein halb röhrender, halb singender Sänger runden das Gesamtbild teilweise äußerst angenehm ab. Natürlich ist das Ganze immer noch eher etwas für die schnelllebige Clubkultur als für die Annalen der Musikgeschichte, aber es bleibt Zeit für ein erstauntes „Oha“, bevor man ein paar weitere Industrialdance Schritte performt. Allerdings nur, wenn man die richtigen Songs erwischt. Denn mit dem Album verhält es sich so, wie mit dem Kofferraum eines Kombi Christ: So einiges darin nervt und ist unnötig. Mit der Program Taste als EP gibt’s dennoch 4 Punkte. (Spider)


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Myspace.com/ShiverIndustrial

 
   
   
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// VÖ: 21.04.10 // Ant-Zen  

Asche "The Easter Island Phenomenon"
Oft genug haben wir in den letzten Tagen gehört, dass Asche zuweilen auch mal Stillstand bedeutet. Das ist nun vorbei & Andreas Schramm bringt nach sieben Jahren wieder "Something Evil" in den Industrial. Nein... nicht in die eigenartig gleichnamige Knicklicht-Version. Hier prügelt oldschool die rhythmische Noise-Ekstase über vollends verzerrte Samples, welche schier untanzbar mit apokalyptischen Soundscapes zu herzerfrischenden Tracks zusammengetackert wurden. Diese neuerlichen Experimente am offenen Ohr widmen sich dem Kollaps der Rapa Nui, nennen den gemeinen Konsumenten zurecht "Count Suckers" und wer am Ende noch kann, freut sich beim Mp3-Bonus zurecht über die Mixe von Sabes & Eva|3. "Dig it!". (Klassmann)


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Myspace.com/Aschefichart

 
   
   
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// VÖ: 19.04.10 // KIDS Records  

Kyte „Dead Waves“
An Bands wie Kyte merkt man die Göttlichkeit der Musik. Ich kannte diese Band vorher nicht und bin von ihrem aktuellen Album „Dead Waves“ absolut hingerissen, denn es besitzt wunderschöne Melodien und ein geniales Sounddesign. Elektronische Klänge treffen hier auf Trip Hop und Post Rock. Irreführend der Albumname, denn nach toten Wellen klingt es definitiv nicht. Eher etwas nach den späten A-HA bzw. nach M83, aber das stört nicht. Ganz im Gegenteil. Ein Traum von Klängen. Mehr muss man dazu nicht sagen. Diese Band hat in meinem Player eine große Zukunft und der Sommer kann kommen. (Sir Raze)


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Myspace.com/KyteBand

 
   
   
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// VÖ: 16.04.10 // Major Records  

B.O.S.C.H. "Einsam"
„Wir sind laut - wir sind anders!“, meint die Band aus dem Hause Major Records. Sie beherrschen ihre Instrumente, allerdings kann man im Studio herumschönen. Deshalb werden Bands wie b.o.s.c.h. umso kritischer beäugt, denn das Publikum will von dem Können solcher Bands überzeugt werden. Sie müssen live bestehen. Es geht um die Ehe des Lebensgefühls Rock'n'Roll. Welche Band es lebt und wer einem Trend nachläuft sollte man spüren. Diese Jungs meinen es ernst. Deutsch wird getextet, fetter Industrial-Metal von geschminkten Horrorheadz gespielt. Bands wie Flugschädel oder Bile haben es in den 90ern mit einem gehörigen Schuss Wahnsinn getan, Hanzel & Gretyl erfreuen sich momentan großer Beliebtheit. Und genau das ist das Problem: Es ist austauschbar und zigfach dagewesen. Wer von diesen Sounds jedoch nicht genug bekommt, wird b.o.s.c.h. mögen, denn abwechslungsreich sind sie in diesem Genre allemal. (Sir Raze)


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Myspace.com/BoschMusic2

 
   
   
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// VÖ: 16.04.10 // Dependent  

Ego Likeness "Breedless"
Bei der Recherche zu den Künstlern, die man hier so bespricht, erfährt man so manch Kurioses. Im Falle von Ego Likeness z.B., das die Band ein seit 1999 tätiges Künstlerehepaar ist, welches mit seinen haarlosen Katzen zusammen wohnt. Bevor ich mich in eine Abhandlung über den Sinn von Haustieren im Allgemeinen und Qualzüchtungen im Speziellen verstricke, mal zur Musike. Die gute Donna am Mikro verfügt durchaus über eine gut temperierte und tönende Gesangsstimme. Man(n) gibt sich durchaus Mühe das Programmieren nicht rein elektronisch, sondern nach Band klingen zu lassen. Wenn da nicht das starre Festhalten an dem Aufbau der Strophe und dann Refrain, mal ein Zwischenpart und wieder von vorne, wäre. Es ist nicht immer gut, wenn der Takt zum Mitklatschen einlädt. Das langt für ein paar gefällige, schwermütige Dark Pop-Songs. Wird aber auf Albumlänge definitiv zu monoton. (Spider)


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Myspace.com/EgoLikeness

 
   
   
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// VÖ: 16.04.10 // Accession  

Painbastard „Kriegserklärung“
Dieses Album wird das Projekt von Alex P. in der Beliebtheit bei den Massen der schwarzen Szene weiter steigern. Die gängige Erwartungshaltung wird perfekt erfüllt. Harte, treibende Aggrotech-Sounds, die an keiner Stelle durch unerwartete Experimente wehtun. Ein Großteil der Texte ist auf Deutsch. Es wird zornig gegen jede Ungerechtigkeit dieser Welt gewettert und dabei die Kraft der eigenen Persönlichkeit gegen die manipulierte Gesellschaft beschworen. Natürlich nur im Pathos. Nicht, dass man durch konkretisierte Deutlichkeit riskiert, den eigenen Hörer vor den Kopf zu stoßen. So ist jedem die Möglichkeit gegeben, beim Tanzen auch sozialkritisch zu sein. Doch die Eigenständigkeit der Vorgängeralben ist in eine konforme Trendschiene gegossen. Das Mastering von Krischan Wesenberg (RoterSand) ist deutlich mehr in den Vordergrund gedrängt, als das Mixing von Daniel Myer (Haujobb). (Spider)


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Myspace.com/Painbastard

 
   
   
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// VÖ: 09.04.10 // Soundcolours  
Blank & Jones „Milchbar Seaside Season 2“
Die deutsche Konkurrenz zum Café Del Mar heißt – täterätää: Milchbar. Diese Milchbar liegt auf der ostfriesischen Insel Norderney. Immerhin sollen dort die Sonnenuntergänge fast genauso schön sein wie die auf Ibiza. Damit unser großer Feuerball von nun an beim Untergehen die passende Musik hören kann, hat sich das Milchbar-Team mit den Herren Jones und Blank zusammengesetzt und das Konzept für diesen Sampler erarbeitet. Nun ja, das Ergebnis ist nicht gerade revolutionär, aber – wie man es von diesem Produzentenduo gewohnt ist - äußerst geschmackvoll und hochwertig. 14 Chill Out-Tracks bieten entspannende Unterhaltung und machen Lust auf Sommer, Meer, Sand, Alkohol und Sonnenuntergänge – egal wo. (Stefan Brunner)


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BlankAndJones.com // Soundcolours.com
 
   
   
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// VÖ: 09.04.10 // Phaz-a-delic  

De Phazz „LaLa 2.0“
Das Leben als versierter Rezensent für den Bodystyler ist schön. Man sitzt mit einem kalten Stauder-Pils und einer riesen PA an seinem Pool, während die eine junge Sekretärin, immer bereit zum Diktat, ihre Finger nach dem gesprochenen Wort bewegt und die andere nach der Musik von Ministry am Beckenrand tanzt. Von Bodyhorst bekommt man dafür monatlich 6000,-Euro netto. Immerhin. Dieses Glück haben leider nicht alle Bodystyler-Schreiberlinge. Im ungünstigsten Fall müssten sie eine Mambo-Band besprechen, deren Album vielleicht noch „LaLa 2.0“ heisst. Sie wüssten sicher nicht, was sie von dieser Band, nennen wir sie mal De Phazz, halten sollten. Ungläubig würden sie vor den Boxen verharren, aus denen Chaka-Chaka Beats und Bläser herausschallen. Ein schlechter Dirty Dancing-Film? Ein Spass von Bodyhorst? Sie würden hoffentlich beschliessen, dass sie zu jung sind, um diese Musik gut zu finden und zum Pool kommen, wo noch immer Pils, Ellis und Ministry regieren. (Sir Raze)


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De-Phazz.de

 
   
   
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// VÖ: 09.04.10 // Sigsaly Transmissions  

Autodafeh „Identity unknown“
Bei der Identitätssuche nach den musikalischen Vorbildern von Autodafeh wird man schnell fündig. Kam ihr Debüt „Hunt for glory“ noch im rotzigen EBM-Pogo-Style daher, sind auf diesem Werk Vergleiche zu Front 242 nicht von der Hand zu weisen. Soundtechnisch gelingt es streckenweise recht ordentlich, die besondere Atmosphäre eines „Front by Front“-Albums mit modernen Stilmitteln zu vermischen. Mehr Stärke besitzen sie allerdings in den schnelleren und eigenständigern Stücken wie „Love, hate and pain“. Mag ihr Erstling auch etwas an Abwechslung gekrankt haben, verweist er das vorliegende zweite Werk qualitativ deutlich in die Schranken. Spätestens ab CD-Mitte geht den Songs doch deutlich die Puste aus. Durch den beachtlichen Start-Sprint und dem Rückenwind eines finalen Remixes von Daniel B. (Front 242) retten sich Autodafeh mit 4 Punkten ins Ziel. (Spider)



Erschienen mir das Debüt und die folgende EP noch etwas zu eindimensional, haben die drei schwedischen Stomper nun endgültig die Handbremse gelöst. Die Soundpalette wurde erweitert und die amtliche Produktion pfeffert einem die Hits mit Schmackes um die Ohren. Dies geschieht zudem mit einem ordentlichen Augenzwinkern, da die Reminiszenzen an Front 242, NEP oder alte Skinny Puppy einfach nicht zu leugnen sind. Die bekannten Stilistiken werden jedoch neu sortiert und erstrahlen im Glanz der erfrischenden Kompositionen. Einen perfekten und unverkrampften Umgang mit dem EBM-Baukasten würde ich das mal nennen. Fazit: Wem die Helden heilig sind, der ist hier auf der falschen Baustelle. Mit der passenden Herangehensweise wird dieses Album jedoch schnell zum absoluten Knaller. (Torsten Pape)


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MySpace.com/AutoafehMusic

 
   
   
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// VÖ: 26.03.10 // Dependent  

Mesh „How long“
Das letzte Mesh-Album „A perfect solution“ war sicher nicht der Kreativhöhepunkt der Band. Das lag aber definitiv nicht an dem Stück „How long“, welches  nun als 2. Single ausgekoppelt wurde. Denn hierbei handelt es sich mal wieder um ein S“mesh“er, bestehend aus melodischen, melancholischen Synth Pop, der unbestechlich im Ohr haften bleibt. Auch das Bonusmaterial der Maxi ist sehr ordentlich. Die 2 Remixe der Radio Version führen sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft, mit einer 80er Jahre angehauchten Extended Version und einer härteren Dark Electro Variante. Dazu gibt es in alter Tradition auch wieder einen neuen Song als B-Seite, der in Midtempo glänzt. Abgerundet mit dem Bonustrack des letzten Albums in einer alternativen Version. Der Bodystyler spendiert übrigens für die Einsendung eines Fotos des Sängers Mark ohne Mütze ein Luxuswochenende in Dubai! (Spider)


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Myspace.com/Mesh_a_perfect_solution

 
   
   
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// VÖ: 26.03.10 // Soundcolours  
Blank & Jones „So80s 2 (So Eighties)“
Wer heilt, hat Recht, heißt es bei den Medizinern. Wer viel verkauft, macht alles richtig lautet das Pendant bei den Musikern. Der Erfolg der ersten Ausgabe dieser Compilation mag Piet Blank und Jasper Jones ermutigt haben, ein zweites Mal in die Annalen der Musikgeschichte abzutauchen, um dort nach Schätzen zu suchen, die aus den Achtziger Jahren stammen. Das Stöbern hat sich gelohnt. Das Produzenten- und DJ-Duo hat abermals eine unglaublich große Menge an raren 12“- und Extended-Mixen aus der goldenen Dekade ausfindig gemacht und diese auf drei CDs verteilt. Halt! Streicht den Gedanken an Ausverkauf und Kommerz gleich wieder aus eurem Hirn. Wer so gekonnt auswählt und einen Act wie beispielsweise Kissing The Pink mit auf der Playlist hat, führt Edleres im Sinne als den schnellen Euro. (Brunner)


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BlankAndJones.com
 
   
   
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// VÖ: 26.03.10 // Trisol  
The Girl & The Robot "The Beauty Of Decay"
Ist da etwa noch jemandem beim Warten auf die VÖ der Welle:Erdball-DVD langweilig geworden? Moderatorin Plastique hat die Zeit jedoch optimal genutzt, und mit dem schwedischen Herrn Deadbeat ein eigenes Projekt auf die Beine gestellt. Angesiedelt zwischen sphärischen, fließenden Momenten und im besten Sinne radiotauglichen Synthie-Pop, ist alles zwischen Kraftwerk und Chandeen erlaubt. Die Elemente harmonieren auf wunderbare Weise, ohne dass dabei krampfhaft Grenzen ausgelotet werden müssen. Die Rolle der Frontfrau füllt Plastique übrigens mit Eleganz, Souveränität sowie Gelassenheit aus und tritt somit überzeugend aus dem Schatten des Funkhauses. Wenn dann auch noch wunderschöne Hits wie „Another love“ oder „Flowers“ gereicht werden, ist die Mission vollends erfüllt. (Torsten Pape)



Fräulein Plastique präsentiert recycelten Kunststoff. Es hätte wahrlich keiner vollen Albumlänge bedurft, um zu erkennen, dass ihr Solodebüt scheinbar keine Zeit für Entwicklung hatte & die Ideen dahinter nach nur einer EP umfassend ausgeschöpft sind. Die bange Frage, ob für das Girl ein Zusammenleben mit nem schwedischen Todes-Androiden überhaupt ethisch vertretbar wäre, stellt sich eigentlich nicht. Dessen Binärlogik ist ja wohl nur auf das eindimensionale, zugegeben glasklare, Zusammenschieben von allseits beliebten Synthie-Pop-Sequenzen der letzten 3 Dekaden programmiert. Die kompositorische Eigenleistung dilettantisch zu nennen, würde das Ergebnis allenfalls unnötig beschönigen. Lediglich das Cover-Artwork ist mal richtig minimal. (Ivo Klassmann)


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TheGirlAndTheRobot.com
 
   
   
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// VÖ: 23.03.10 // Cooperative Music  
Booka Shade „More!“
Manchmal weiß ich wirklich nicht, wieso mir doch noch so viele CDs durch die Lappen gehen. Irgendwie haben mich die aber nie wirklich angesprochen und auch "More!" habe ich nur mal angemacht, weil es dazu eine Besprechung in irgendeiner anderen Zeitung gab. Das klingt wie eine Mischung aus Kraftwerk, Yello (Dieter Meier ist auch bei einem Song dabei) und Ellen Allien, gepaart mit Minimal-Techno und Tech-House. Anscheinend trifft das genau den Geschmack der Leute. Hervorheben kann man hier eigentlich nicht einen Song, da alles sehr gut zusammenpasst und harmonisch wirkt und auch kein einziger wirklicher Lückenfüller dabei ist, was bei dieser Art der Musik doch extrem selten der Fall ist. Leute, die zum Beispiel auch die ersten beiden Alben von "Sieg über die Sonne" mochten werden "More!" lieben. Wie auch schon das geniale Debüt von "Delphic" ist dieses Album auf Cooperative Music erschienen. Das Label sollte man unbedingt im Auge behalten. Und ich höre jetzt mal in die alten Sachen der Band rein... (Chucky)


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BookaShade.com
 
   
   
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// VÖ: 20.03.10 // Space Sound Records  

Vison Talk "Elevation"
Mit Vision Talk erweitert eine relativ junge Band die Tradition des schwedischen Synthie-Pops um eine mehr als süßliche Facette. Optisch gibt man sich noch hart, aber triefen die Songs erst einmal aus dem Lautsprecher, gibt es nur noch Plüsch-Pop aus dem Musikladen-Eurotops-Archiv. Mit dem Debüt wurde seinerzeit sogar der Begriff "Dirty Italo Disco" ins Spiel gebracht. Innovation spielt also einfach keine Rolle und der GK Englisch wurde auch nur gerade so bestanden. Wenn dann nach anfänglicher New Order-Hommage in "I'm not like you" auch noch die Dame ans Mikro tritt, ist alles zu spät: Pippi Langstrumpf hüpft samt Äffchen gut gelaunt über die grüne Wiese. Nach dem Durchschwimmen vieler Schmalztöpfe muss man am Ende leider eingestehen, dass auch schlimme Platten oft Ohrwürmer enthalten und der Fuß ein paar Mal mitgewippt hat. (Torsten Pape)


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VisionTalk.se

 
   
   
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// VÖ: 19.03.10 // Sigsaly Transmission  

Void Kampf„Severe Mais Juste“
Musikalisch bietet dieses französische Projekt genau das, was der harte EBM-Kopf erwartet: Kompromisslose, bassbetonte, elektronische Körpermusik mit martialischen Shouts. Wobei Void Kampf ihre EBM immer wieder mit modernen Sounds durchziehen, sodass der Bezug zum Hier und Jetzt und eine beachtliche Tanzbarkeit entstehen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die stahlharten musizierenden Jungs weder sich noch ihre Musik allzu ernst nehmen. Das ganze Konzept – vom Layout des Covers bis zum schlecht gesungenen, vollkommen sinnleeren deutschen Text – lässt jede Menge Platz für Humor, was wir als offizielle Humorbeauftragte natürlich nur goutieren können. (Stefan Brunner)


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Nicotronic.free.fr

 
   
   
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// VÖ: 19.03.10 // Mute  
Goldfrapp „Head First“
Interessant! Die Sound-Chamäleons Alison Goldfrapp und Will Gregory beleuchten auf ihrem fünften Album eine Facette der Achtziger, die man sonst nur selten zu Gehör bekommt. Das Duo zitiert tatsächlich Bands wie Van Halen oder Electric Light Orchestra. Wer kennt nicht diese fiese Synth-Linie aus Van Halens Mega-Hit „Jump“? Genau diese Art von verzerrter Bombast-Synthetik integrieren Goldfrapp in ihre zarte Pop-Musik. Die Mischung klingt nach New York, nach Unbeschwertheit, nach Blondie und nach Disco. Die ganz großen Momente bleiben auf „Head First“ zwar aus, trotzdem hat dieses Album einen enormen Entspannungs- und Unterhaltungswert. Wieder einmal ist es Goldfrapp gelungen, sich einen neuen Klang-Anstrich zu verpassen – wie es sich eben für Sound-Chamäleons gehört. (Brunner)


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Goldfrapp.com
 
   
   
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// VÖ: 19.03.10 // Popgefahr Records  
De/Vision „Popgefahr“
In schöner Regelmäßigkeit haut einem das Duo Keth/Adam feinste Synthpop-Perlen um die Ohren, und nicht anders ist es auch auf dem neuen Werk. Herzschmerzigen Midtempo- Balladen wie „What’s Love All About“ oder „Be A Light To Yourself“ lauscht man ebenso gern wie der rumpeligen Single „Rage“ oder tanzbaren Stücken wie „Ready To Die“ - Ausfälle sind glücklicherweise und erwartungsgemäß Fehlanzeige. Was vermutlich auch einige Fans erfreuen wird ist, dass das Kratzig-rockige, das den Gesang der letzten Alben des Öfteren bevölkerte, sich irgendwie aus Steffens Stimme verdünnisiert hat und man wieder hörbar sanfter klingt. Also irgendwie fast wie früher - nur besser! Aber gefährlich? Eigentlich: Nein. Höchstens in punkto Ohrwurmfrequenz! (Fräulein Beymer)


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DeVision-Music.de
 
   
   
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// VÖ: 19.03.10 // Avasonic  

Carsten Klatte "Carsten Klatte"
Drums, Bass, Gitarre, Violine und Gesang. Klatte ließ mal wieder seine Gedanken und Hände spielen. Dabei kam die „Klatte Platte“ heraus. Persönlicher und intensiver als je zuvor (siehe Interview). Im Gegensatz zu seinem Projekt Lacasa del Cid setzt Klatte hier auf mehr Instrumentierung. Die Musik ist echtes Handwerk. Engelsgleich schweben die Violinen von Neil Black (UB 40, Coil) über den Liedern. „Good Book“, „Freedom Says“, „Rise and Fall“ und „Unbroken“ sind einige der Indie-Hymnen dieser Platte. Klatte scheint hierbei in kreativer Höchstform gewesen zu sein. Respektsbekundungen in Form eines Liedes sind „In the Garden of God“ und „Who can see“. Hier wird vor den verstorbenen Musikern Bruno Adams und Gregory McCormick der Hut gezogen. Die Texte dieser CD sollten für den Hörer als Notwendigkeit betrachtet werden. Wer auf einen dumpfdüsteren Partyhit wartet, ist hier falsch. Dieses Album ist ein geschlossener Kreis. Eine in sich abgeschlossene Sache, wie man sie höchstens bei einem David Bowie, Nick Cave oder John Cale findet. (Sir Raze)


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MySpace.com/CarstenKlatte

 
   
   
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// VÖ: 13.03.10 // Ant-Zen  

Lowness „Undertow“
Scott Sturgis prügelt normalerweise mit Converter durch die Industriemusik-Parties und bringt das Volk mit Hits wie „Monster“ zum Schreien. Mit seinem Projekt Lowness – der Name gibt es ja quasi schon vor – driftet Sturgis nun in Ambient-Gefilde ab. Das Debüt „Undertow“ versprüht dabei einen sehr organischen Charme, wirkt nicht so kalt und maschinell wie viele andere Genre-Veröffentlichungen. Der in Seattle lebende Musiker verarbeitet Einflüsse, die von Pink Floyd bis zu Kraut Rock-Legenden wie Neu! oder Amon Düül reichen und webt aus diesen ungewöhnlichen Stil-Fäden einen rhythmischen, hypnotischen und düsteren Klangteppich. Es ist bemerkenswert, wie es Scott Sturgis gelingt, mit eigentlich artfremden Mitteln, wie z.B. der psychedelischen E-Gitarre, eine so schön desperat verträumte, industrielle Endzeitstimmung zu kreieren. (Brunner)


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MySpace.com/Lowness

 
   
   
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// VÖ: 12.03.10 // Rent A Dog  

No More "Midnight People & Lo-Life Stars"
Nicht nur der Osten weiß: keine Gegenwart ohne Vergangenheitsbewältigung. Dieses seit 1986 erste “richtige” Album von No More ist zeit- und grenzenlos. Es hätte bereits in den 80ern oder 90ern existieren können, obwohl hier nicht auf Klischeesounds der jeweiligen Epochen gesetzt wurde. Kein Retro-Glam-Wave mit kunterbunter Gesichtsübermalung. Die Polarisation orientiert sich ausschließlich auf die Musik, die eine stilistisch abwechslungsreiche Mixtur aus Improvisation und berechnender Geradlinigkeit ist. Es sind nur scheinbare Brüche zwischen Liedern wie “Inside 1979”, mit News aus den Jahren 1977-82, und dem grandiosen Opener “Il Tempo Reale“. Zwischen Wave, Punk und Minimal ist das Endresultat ebenso etwas für den DJ der qualitativ hochwertigen Wave-Clubs und Partys, wie für den Hörer in den eigenen vier Wänden. Zwischen den Stühlen sitzt es sich noch immer bequemer. Eben erdiger. (Sir Raze)


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NoMoreMusic.eu

 
   
   
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// VÖ: 12.03.10 // Sigsaly Transmission  

Portion Control "Violently Alive"
Zwei Dinge schossen mir durch den Kopf, als ich dieses neue PorCon-Album erstmalig hörte: 1. Wer hat eigentlich jemals festgelegt, dass Douglas McCarthy der beste, schürfste und überhaupt EBM-Shouter ist? 2. Warum fällt einem zu Portion Control immer auch gleich das Adjektiv unterbewertet ein? Wir halten fest: Das britische Duo wird ab jetzt immer in einem Atemzug mit Acts wie Nitzer Ebb oder von mir aus auch Front 242 genannt, denn: Cui honorem, honorem! Außerdem darf Sänger John Whybrew fortan immer neben Doug McCarthy an der Bar sitzen, weil seine Vocals einfach genauso cool sind. Das neue Album? Das ist grandios!! Es verbindet Old School-EBM mit modernen Elementen und lässt genug Raum für die typische Experimentierfreudigkeit der Briten. Hammer! (Stefan Brunner)


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Portion-Control.net

 
   
   
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// VÖ: 12.03.10 // Accession Records  

Slave Republic „Electric One“
Dieses Album ist unaufdringlich und doch an einigen Stellen intensiv. Es strahlt Sehnsucht aus, ohne dabei in überzogene Theatralik abzugleiten und ist dabei auffallend gut sortiert. Die beiden Düsseldorfer von Slave Republic machen angenehme, entspannte Musik für den sommerlichen Balkon oder die Autofahrt ins Grüne. Die Grundlage bilden synthetische Melodien, die von meist wohltemperierten Saiteninstrumenten ergänzt werden. Gutes Beispiel und potentielle Single ist „Number three“, das einen Mitsumm-Refrain vom Feinsten präsentiert. Zudem wird hier ein schnuckeliger Drumpart verwendet, der auch gut und gern eine 80er Maxi-Version hätte zieren können. Freunde von The Northern Territories, Duran Duran oder Zoot Woman sollten diesem sympathischen Werk eine Chance geben. (Torsten Pape)


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MySpace.com/SlaveRepublic

 
   
   
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// VÖ: 05.03.10 // Out Of Line  

KiEw „Mental [per]Mutation“
Neues aus der Anstalt... & nicht Georg Schramm ist hier die Heilsfigur. Dr. Thedi, jener Virtuose des Dancefloor-Industrial, verklickert uns in 16 Therapiesitzungen wie heilsam ein mächtig pumpender, sinnlich körperlicher Bass & witzige Samples sein können. Im Zentrum von KIEw‘s Konzept charismatisch debiler Fürsorge steht einmal mehr das Experimentelle, welches mit außergenrealltäglichen Placebos & hypnotischen Erinnerungsrückführungen ausgestattet ist & deshalb als hochwirksam empfunden wird. Nicht nur zum „Käferfrühstück“... & weil ja jede Permutation eine Komposition von 2-Zykeln ist, wird auch der Zappelphilipp auf der Mix-Scheibe bestens versorgt. (Ivo Klassmann)


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Kiew.org

 
   
   
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// VÖ: 29.01.10 // Sigsaly Transmission  
NTRSN "People like gods"
Auf diesem Tonträger regiert das Analoge, die Neuzeit wird negiert. Wo man nur hintritt bzw. -hört, es stampft die unterkühlte Monotonie und der Mensch peitscht die Maschine, bis die Kolben im Marschrhythmus zirkulieren. Die Zeitreise führt nach Belgien in die 80er bzw. frühen 90er Jahre und die Onkel und Tanten von Clock DVA und Die Form schauen auch hin und wieder vorbei in der Klinik. Sicherlich klingt das knackig, aber das ist auch altbackenes Brot. Angesichts des limitierten Aktionsraumes nützt am Ende selbst das beste handwerkliche Können nichts, um aus dem Schatten der allmächtigen Ahnen hervorzutreten. Solide Kost für die ewig im Vergangenen Schwelgenden. (Torsten Pape)


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MySpace.com/ntrsn
 
   
   
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// VÖ: 15.01.10 // Vinyl // Rent A Dog

No More "Sunday Mitternacht"
Die Band begann 1979 als Vierergespann in Kiel den Werdegang. 1981 veröffentlichten sie ihren Song „Suicide Commando“, bis heute auf  Wavefeten zu hören und u.a. von DJ Hell sowie Vitalic geremixt. Als Duo veröffentlichten No More 2006 das Album „Remake/Remodel“ via Roof Music, frühere Heimat von Bands wie The Fair Sex, heutzutage durch Hörbuch-VÖs von Hape Kerkeling oder Heinz Strunk bekannt. „Sunday Mitternacht" ist eine Auskoppelung aus dem Album „Midnight People & Lo-Life Star“ und beinhaltet zwei Tracks. Neben dem Titelsong gibt es eine neue Version des 1982 veröffentlichten „A Rose Is A Rose“. Zwei Songs, die unterschiedlicher nicht sein können. Eher minimalistisch ist „Sunday Mitternacht", „A Rose Is A Rose“ würde hingegen auf eine Cure-Party passen. Ein interessanter Einblick in die Anfänge des Dark Wave. Und mit fetzig grünem Vinyl ist die Single ein lohnenswertes Sammlerobjekt. (Sir Raze)


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NoMoreMusic.eu

 
   
   
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