Unabhängie Filmreviews - mit manchmal mehr Unterhaltungswert als der Film selbst - von Chucky himself getestet. Daher als Wertung immer auf diese Zeichen achten:
= Beschissen = Nicht beschissen
----------------------------------------------
GHOST MACHINE
Sunfilm Tom hat eine Kampfsimulations-Software fürs Militär entwickelt, bei der man mitten im Geschehen ist und sich daher verhält wie im realen Leben auch. Nebenbei benutzt er sein Programm dazu, sich mit seinen Kumpels die Abende zu vertreiben und in verfallenen Gebäuden eine Runde Reality Fürchten zu spielen. Doch diesmal hat man sich das falsche Haus ausgesucht, denn in das Spiel greift ein weiblicher Geist ein, der dort gefangen ist – und wen Madame im Spiel tötet, der segnet auch im realen Leben das Zeitliche.
Klingt völlig bescheuert? Ist es über weite Strecken auch, denn manche Ideen sind dermaßen hanebüchen, dass dagegen sogar eine Mehrwertsteuersenkung der CDU realistisch erscheint.
Der Hauptdarsteller sieht aus wie der uneheliche Bruder von Tom Cruise und bietet sogar eine recht ordentliche darstellerische Leistung. Die Effekte sind für so eine kleine Produktion auch nicht mal übel, doch die Banalität der Story macht einiges zunichte. Auch der Zusammenhang zwischen dem Leiter des Militärbasis und dem Geist und deren Zusammenführung ist vollkommener Unfug.
Insgesamt ein bisschen schade, denn man hätte hier zumindest einen spannenden Sci Fi Thriller schneidern können, doch für eine bessere Bewertung, gibt es neben dem schwachsinnigen Plot auch zu viel Leerlauf. Keine totale Zeitverschwendung, aber wenn man den Streifen nicht gesehen hat, hält sich der cineastische Verlust auch in Grenzen. (Chucky)
Regie: Chris Hartwil
Darsteller: Sean Faris, Rachael Taylor u.a.
----------------------------------------------
SHANK
Ascot Elite
Eh krass alder, has du gesehe... neue Film aus England, is wohl Land irgendwo auf Welt.. eh is voll krass, das spielt in Zukunft eh, und zwar in London eh, isses wohl eine Stadt in England, eh da is kleiner Nigger eh und dem sein Bruder machen se platt, eh alder und ich schwör, der will rache, eh un dann suche er und seine Buddies Kollegahs, die ihm sage wo Killer is. Eh alder, dann finde se den penner eh und mache den voll platt eh. Geiler Film alder, und da sin nur coole Hopper, eh und die Musik alder, voll krass geile Mucke eh, Hiphop aus England alder und zwischedrin dann noch coole Comics, eh voll stylisch.. alder und so schnell geschnitte, eh dass ich fast Flash bekomme hätt.. eh musst Du sehen alder, wenn Videothek Film hat, komm Du zu mir und wir gucke, kannst noch chicas mitbringen eh. Die könne mir dann auch flachlege alder, wie die das in dem Film mache eh. (Chucky)
Regie: Mo Ali Darsteller: Kedar Williams-Stirling, Adam Deacon, Ashley Bashy Thomas u.a.
----------------------------------------------
DEADLY CHUCKY DOLLS KNM Es gibt Comebacks, die braucht von vornherein niemand (Tic Tac Toe, Lance Armstrong, Take That, Wolfgang Schäuble, usw) und es gibt Comebacks, die interessieren fast niemanden. Wer kennt schon noch das berühmt berüchtigte Label FULL MOON, dass uns in den 80ern regelmäßig mit niedlichen Puppenhorrorfilmen beglückte? Für Trashfreunde waren das teilweise wahre Perlen. Insbesondere die ersten 3 Puppet Master Teile, die grandiosen "DOLLS" und "DEMONIC TOYS" sind da zu nennen. Damals war ein gewisser, längst vergessener Screaming Mad George für die Effekte verantwortlich und Brian Yuzna, Stuart Gordon oder der Labelchef selbst waren die Regisseure. Alle diese Dinge sind eben aber nur Leuten bekannt, die sich für so etwas seinerzeit begeistern konnten.
Nun kehrt FULL MOON zurück und Charles Band himself führt Regie. Auch klasse, dass er seinen Bruder Richard wieder für den Soundtrack verpflichtet hat, denn die genießen in Insiderkreisen Kultstatus.
Die Story des Streifens ist relativ banal – aber das war bei FULL MOON noch nie anders: Eva wird in einen Frauenknast eingeliefert. Dort bekommt sie zunächst kräftig auf die Mütze. Dann bringt ihr die Tochter ein paar Wurly Dolls mit. Das sind kleine Spielzeugpuppen, die man sich unter das Kopfkissen legt, damit sie einem Wünsche erfüllen. Am nächsten Tag ist Eva wie verwandelt, mischt den Knast auf und besorgt es ihren Peinigern.
Und da liegt auch der Knackpunkt, denn die putzigen kleinen Puppen werden nicht lebendig und morden sich durch den Knast, sondern Eva selbst – und das ist schade. Zu gerne hätten wir doch die kleinen Männchen wieder killen sehen, zumal sich die Tricktechnik nach 20 Jahren sicher auch enorm verbessert hat. Doch dazu kommt es leider nicht.
Daher bleibt unter dem Strich nur ein solider Knasthorrorfilm, mit teilweise talentfreien Darstellern, aber guter Kamera und schönem Score. (Chucky) Regie: Charles Band Darsteller: Jessica Morris,
M. McClain u.a.
RUN FOR HER LIVE
Splendid Paul Chaney ist Anwalt und führt eine glückliche Ehe. Doch sein Leben ist getrübt von der Krankheit seiner kleinen Tochter. Wenn diese nicht in den nächsten Monaten eine Spenderlunge bekommt, droht sie zu sterben. Da alle legalen Wege nicht funktionieren, fährt Chaney nach Mexiko, um sich dort illegal das Organ zu beschaffen. Doch dies gerät zunehmend schwieriger, da sein Kontaktmann, ein gewisser Dr. Navarro gar nicht zu existieren scheint. Dafür bekommt er es mit einigen bösen Schlägern zu tun. Chaney gibt nicht auf, fest entschlossen seine Tochter zu retten – doch diese hat einen weiteren Anfall und liegt im Sterben. Die Zeit rennt ihm davon...
Filme um Organtransplantationen gab es ja schon öfters. Ich kenne jedoch keinen, in dem ein Vater auf diesem Wege versucht, seine Tochter zu retten. Der erste Abschnitt des Films ist sehr gut aufgebaut und obwohl man da eigentlich nur die Krankheit des Mädchens und die ersten verzweifelten Versuche der Eltern, ihrer Tochter das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, zu sehen bekommt, ist das keineswegs langweilig. Im Mittelteil gibt es dann vielleicht den ein oder anderen Zufall zu viel und auch der Handlungsstrang mit dem kleinen Straßenjungen ist etwas weit hergeholt. Zwanzig Minuten vor Schluss erlebt man dann jedoch eine völlig überraschende Wendung und die Entscheidung, die der Vater fällen muss, wünsche ich niemandem.
Mit den Dialogen versucht wird versucht recht nahe an der Realität zu bleiben und auch die Darsteller machen ihre Sache durchweg gut. Dermot Mulroney gibt den verzweifelten Vater vollkommen überzeugend, sogar die eigentlich personifizierte, schauspielerische Katastrophe Diane Kruger liefert als besorgte Mutter (wie auch schon in „Ohne Schuld“) eine überraschend gute Performance ab.
Spannendes Thrillerdrama, das dem Zuschauer an die Nieren geht. Die Wende kurz vor Schluss ist vollkommen überraschend, die Darsteller glaubwürdig. Sehenswert. (Chucky)
Regie: Baltasar Kormákur Darsteller: Diane Kruger, Rosanna Arquette, Dermot Mulroney, Sam Shepard, Jordi Mollà, Vincent Perez u.a.