Und die Party begann in der Sekunde, als die TOTEN CRACKHUREN IM KOFFERRAUM die Bühne betraten. Mit drei Sängerinnen und zwei Tänzerinnen in Cheerleader-esken Glitterkostümen und den drei Herren an Gitarre und Schlagzeug in Crackhuren-Shirts, bot sich ein stilistisch einheitliches Bild einer jungen, aber überaus professionell auftretenden Band. Selbst das Schlagzeug war im Look der Band gestaltet. Werbefachleute würden in diesem Zusammenhang von einer gelungenen „Corporate Identity“ sprechen.

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Und mit einer vorbildlichen Vorstellung ging es weiter. Beinahe alle Tracks des ersten (und bisher einzigen) Albums „Jung, talentlos & gecastet“ (Universal) wurden präsentiert, dazu ein paar neue Songs, die ebenso überzeugen konnten. Stimmlich und musikalisch gabs nichts zu meckern. Und die „Huren! Huren! Huren!“-Rufe in Richtung Bühne rundeten das Spektakel auf ihre eigene Weise ab.
Der massiven Bühnenpräsenz der „Crackhuren“ standen die Jungs von FRITTENBUDE optisch gegenüber zunächst im leichten Nachteil. Sänger und beide Musiker schienen die vorher so prall gefüllte Bühne zunächst nicht komplett einnehmen zu können. Die Lücke auf den Brettern ging aber nicht mit einem Absturz in der Feierei konform. Im Gegenteil: Die Band wurde stringent gefeiert. Trotz leichter technischer Probleme zu Beginn steigerte sich die Präsenz mit jedem Song und traf auf ein Publikum, dessen Laune kaum steigerungsfähig schien. Ein ganz vorwitziger Besucher schaffte es mit seiner riesigen Antifa-Flagge sogar bis auf die Bühne. Überhaupt war Mitmachen angesagt: bei einer der Zugaben wurde zum flashmob-artigen gemeinsamen Hinhocken und Auf-Kommando-Hochspringen aufgerufen. Die ganze Halle schien in Bewegung. So wurde neben den zahlreichen audiophilen Leckerbissen („Hildegard“, „Bilder mit Katze“, „Pandabär“, „Mindestens in 1000 Jahren“) auch ordentlich was zum Gucken geboten!
Und nach Abgang der Bands sollte noch lange nicht Schluss sein. Die Türen des zauberhaft dekorierten kleinen FZW-Clubs öffneten sich für die Partyreihe „Liebemachen“, welche mit einem DJ-Set des Audiolith-Labelkollegen Rampue aufwarten konnte. Die im wahrsten Sinne des Wortes zuckersüße Deko hat bestimmt nicht nur uns den Ausklang des Abends versüßt. //

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