ach einem langen Intro, während dem die vier Bandmitglieder die in blaues Licht getauchte Bühne einnehmen, wird der skandinavische Powerzwerg auf den erwartungsvoll-jecken Mob losgelassen. Die Party beginnt, und mit ihr eine Aerobicstunde der besonderen Art. ROBYN tanzt, steppt, headbangt und turnt in den folgenden neunzig Minuten in einer solchen Geschwindigkeit und Ausdauer auf der Bühne herum, dass jeden Sportmuffel das schlechte Gewissen ob der eigenen Trägheit nur so erfassen muss. Dass bei so viel schweißtreibender Bewegung Outfit und Haare perfekt sitzen und die Stimme nicht versagt, muss an mehr als nur ´ner Tube Drei-Wetter-Taft liegen.
“Dancing on my own”, der aktuelle Hit des Temperamentbolzens aus Stockholm, schafft es als einer der ersten Songs dann auch gleich, das Publikum zum kontrollierten Energieausbruch zu treiben und die Sängerin selbst zu einem frühzeitigen „It is so hot!“-Ausruf zu veranlassen.
Zwei übergroße Windräder dominieren das Bühnen-Setup, welches von zwei Keyboardern und zwei Drumsets (elektronisch und akustisch) gefüllt wird. Die Plastik-Pusteblumen scheinen die Temperatur auf den Brettern aber nicht regulieren zu können. Aber hats wen gestört? Pustekuchen! Mit einem erstaunlichen Interieur an Hits (“Dancehall Queen”, „Indistructable“, „Hang with me”, “With every heartbeat”, “Konichiwa Bitches“) und einem kurzen „Dancing Queen“-Cover der schwedischen Landsleute ABBA, welches nahtlos in das finale „Show me Love“ übergeht, hat das Set der Adrenalin-Lady jedem in der Live Music Hall gezeigt, was Finest Pop Culture bedeutet. Die Messlatte für eine Liveshow-De-Luxe liegt zwar hoch, kann aber auch mit gefühlten 1,50 m locker übersprungen werden! //
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